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Unsere zwei Favoriten in der Sportartikelbranche

Nike profitiert weiter vom Trend zum Laufen und der Nachfrage aus Schwellenländern.

Der Umsatz kletterte im 2. Quartal um 18% auf 5,7 Mrd $. Der Gewinn legte im Vergleich dazu nur um moderate 3% auf 469 Mio $ zu.

Grund dafür waren höhere Beschaffungskosten, da neben Rohstoffen auch Löhne und Transportkosten gestiegen sind. Mit diesem Problem hat die gesamte Branche zu kämpfen. Nike hatte deshalb wie auch die Konkurrenten die Preise angehoben.

Der Konzern geht davon aus, dass seine Bruttomargen auch in den kommenden Quartalen unter Druck bleiben werden und will daher Schuhe und Sportbekleidung noch teurer machen.

Nike liefert sich mit seinem stärksten Wettbewerber adidas seit geraumer Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitzenposition in den wichtigsten Märkten. In seinem Heimatmarkt, der zugleich auch der größte Sportartikelmarkt ist, hat Nike aber weiterhin die Nase vorn.

Die Umsätze in Nordamerika legten um 21% auf gut 2 Mrd $ zu, auch der operative Gewinn stieg zweistellig. Im Segment Running machte Nike einen neuen Boom aus, der an den der 70er Jahre erinnert. Auf währungsbereinigter Basis legten alle Regionen mit Ausnahme von Japan zu.

Am stärksten stieg der Umsatz in China. Vergleichsweise gering wuchs Nike in Westeuropa. Für den Rest des Jahres zeigte sich Nike zuversichtlich. Mit den Olympischen Spielen und der Fußball-Europameisterschaft stehen 2 große Sportveranstaltungen an, für die sich derzeit die gesamte Branche rüstet.

Auf Sicht von 6 bis 12 Monaten rechnen wir mit einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung und behalten die Timing-Einstufung von 4 Sternen bei.

Unternehmensporträt Nike

Nike ist das größte Sportartikelunternehmen der Welt. Die Marktkapitalisierung ist dreimal so hoch wie beim schärfsten Konkurrenten adidas. Die Gesellschaft lässt ihre Produkte – darunter zunehmend Bekleidung, Artikel und Zubehör für Sport und Freizeit – von vielen hundert Vertragspartnern in Billiglohnländern herstellen.

Das Unternehmen wurde 1962 gegründet und 1972 nach der griechischen Göttin des Sieges benannt.

Sport wird immer gemacht! Nach dieser Losung lebt und wirtschaftet adidas und zeigt sich nach wie vor wenig beeindruckt von der Schuldenkrise und der Konjunkturabkühlung.

Im 3. Quartal 2011 kletterte der Gewinn um 14,1% auf 303 Mio €, der Umsatz währungsbereinigt um 13% auf 3,74 Mrd €. Hohe Wachstumsraten verzeichnete adidas vor allem beim Verkauf in seinen eigenen Läden.

Der Sportartikelhersteller hat seine Partnerschaft mit dem europäischen Fußballverband UEFA verlängert und ist demnach bis 2018 offizieller Ausrüster für die Champions League, die Europa League, den Super Cup und die Women’s Champions League. Zudem erhält adidas Design- und Vermarktungsrechte für Sportbekleidung.

Aufgrund der überraschend guten Ergebnisse hat der Konzern seine Prognosen für das Gesamtjahr abermals angehoben. In 2012 sollten auch die Fußball-Europameisterschaft sowie die Olympischen Sommerspiele für kräftige Impulse sorgen.

So dürften die Einnahmen 2012 um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz zulegen. Der Gewinn je Aktie soll noch schneller um 10 bis 15% ansteigen. Es läuft gut und so möchte adidas den Umsatz bis zum Jahr 2015 auf 17 Mrd € anheben. Dies entspricht einem jährlichen Zuwachs von 1 Mrd €.

Die Branche profitiert davon, dass Sportartikel nicht teuer sind und Menschen mehr Sport treiben, weil sie gesünder leben wollen und die durchschnittliche Lebenserwartung steigt. Das Unternehmen ist finanziell gesund. Die Verschuldung ist vernachlässigbar gering und die Eigenkapitalquote liegt deutlich über 40%.

Zudem hat adidas seine Warenbestände im Griff und ausreichend Kreditlinien. Unsere Timing-Einstufung: weiterhin 4 Sterne.

Unternehmensporträt adidas

Die adidas AG ist einer der weltweit größten Anbieter von Produkten rund um den Sport. Das Segment adidas ist eine führende Marke in der Sportartikelbranche mit einer ausgezeichneten Positionierung bei Sportschuhen, Bekleidung und Zubehör.

Der Bereich TaylorMade vertreibt ein komplettes Sortiment an Golfschlägern, Schuhen, Bekleidung und Accessoires. Im Januar 2006 erfolgte die Übernahme der amerikanischen Reebok.

23. Februar 2012

Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.