Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

US-Notenbank signalisierte flacheren Zinserhöhungszyklus

In den letzten Monaten äußerten zahlreiche Anleger Befürchtungen, dass die US-Notenbank einen starken Zinserhöhungszyklus einleitet.

Getreu nach dem Motto „Steigende Zinsen sind Gift für den Aktienmarkt“ wurden mögliche Zinserhöhungen immer wieder als ein Argument gegen US-Aktien ins Feld geführt.

Warum dies eine stark vereinfachte Gleichung ist und was Sie nach der jüngsten Notenbanksitzung in Bezug auf Zinserhöhungen in diesem Jahr zu erwarten haben, werde ich Ihnen im Detail erläutern.

Noch keine Zinserhöhung im April

In der Stellungnahme zum Zinsentscheid hat der Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) letzte Woche das Signalwort „geduldig“ (warten) gestrichen und damit den Weg zu einer ersten Zinserhöhung geebnet.

Im gleichen Atemzug hat die US-Notenbank jedoch kommuniziert, dass der Zinserhöhungspfad deutlicher flacher verlaufen wird, als dies bislang kommuniziert wurde.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Damit wurde allen Kritikern, die vor einem schnellen Zinserhöhungszyklus gewarnt hatten, der Wind aus den Segeln genommen. Eine Zinserhöhung für den Termin im April hat die Fed-Präsidentin Janet Yellen bereits komplett ausgeschlossen. Frühestens könnte es also eine Anhebung im Juni geben.

Arbeitslosenrate runter – Inflation rauf

Die Notenbank hat für ihre Zinserhöhungen klare Parameter definiert. Der Arbeitsmarkt muss sich noch weiter verbessern als dies vorher kommuniziert wurde. Das Ziel für die Arbeitslosenquote wurde abermals reduziert.

Die Definition für die „normale Arbeitslosigkeit“ wurde von 5,2 bis 5,5% auf 5,0 bis 5,2% gesenkt. Dies war notwendig geworden, denn die alte Zielmarke ist bereits praktisch erreicht.

Im Gegenzug muss erkennbar sein, dass die Inflationsrate in Richtung 2% steigt. Drastisch fallende Ölpreise und günstige Importpreise dank starken Dollars machen das Leben für Amerikaner billiger. Die Fed erwartet nun am Jahresende eine Inflationsrate von 0,6 bis 0,8%.

Angst vor Zinserhöhung ist unbegründet

Seit Ende 2008 belässt die US-Notenbank FED den Leitzins in einem engen Korridor zwischen 0% und 0,25%. Damit fährt sie quasi eine Nullzinspolitik. Nach der jüngsten Notenbanksitzung ist klar: In 2015 wird die FED den Leitzins zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder anheben.

Durch Leitzinserhöhungen will die Notenbank Überhitzungsgefahren einer boomenden Volkswirtschaft durch die frühzeitige Verteuerung von Krediten entgegenwirken.

Voraussetzung für eine Zinsanhebung durch die FED ist also eine sehr positive Konjunkturerwartung – und zwar so positiv, dass die Konjunktur zu überhitzen droht und Inflationsgefahren auftreten.

Solange die Wirtschaft also dynamisch wächst, besteht auch keine größere Gefahr für die Aktienmärkte, selbst wenn die Zinsen angehoben werden sollten. Wenn Sie einen Blick in die Vergangenheit werfen, wird dies deutlich: die FED hat beispielsweise Leitzins von Mitte 2004 bis Mitte 2006 mehrfach angehoben.

Von Mitte 2004 dauerte es jedoch noch über drei Jahre bevor der Aktienmarkt sein Hoch im Herbst 2007 ausbildete und in den Abwärtstrend überging. Die Rezession begann sogar erst im Jahr 2008.

Damit wird deutlich, dass der Start eines verhaltenen Zinserhöhungszyklus keineswegs das Ende der Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt bedeutet.

23. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Richard Mühlhoff. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt