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US-Notenbank: Niedrig-Zinspolitik in eigenen Reihen umstritten

Wer sich jetzt über steigende Aktienkurse freut wie wir, muss einen Aspekt im Auge behalten. Die Zinsen in den USA sind ungewöhnlich niedrig. Die Zentralbank FED flutet den Markt mit Geld. Ein Teil der Kurse ist daher künstlich im Höhenrausch. Dies weiß auch die FED selbst, dort gibt es bereits Streit. Auch mit der Politik: daher droht mittelfristig eine besondere Gefahr.

Zinsen nahe Null: Japanische Verhältnisse

Die FED versucht mit niedrigen Zinsen die Konjunktur zu stabilisieren. Die Pferde müssen zum Saufen gebracht werden, heißt es lax in der Sprache der Wirtschaftspolitiker.

Dies aber haben die USA schon in der großen Weltwirtschafskrise vor 90 Jahren letztlich vergeblich versucht.

Und: Japan macht es seit gut zwanzig Jahren nicht anders. Niedrige Zinsen und dadurch erzeugtes Mehrgeld helfen nicht, wenn die Konsumneigung sich nicht ändert. Vor allem aber hilft Mehrgeld nicht, wenn die Unternehmen nicht investieren (wollen), weil sie nicht an den Profit der kommenden Jahre glauben.


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Deshalb können niedrige Zinsen auch Panik auslösen – aus Angst vor genau diesem Szenario. Die FED streitet sich bereits öffentlich, wie ein Magazin genüsslich schreibt.

Die Niedrig-Zinspolitik von Chef Ben Bernanke ist hinter den Kulissen stark umstritten. Er will die niedrigen Zinsen mindestens bis 2013 halten. Verliert er den Machtkampf, ändern sich die Vorzeichen.

Börsen mögen keine Überraschungen

Ungewöhnlich ist, dass sich die Vertreter der FED öffentlich streiten. Ein regionaler FED-Bankchef aus dem Osten / Philadelphia spricht von einem „unangemessenen Schritt zu einer unangemessenen Zeit“.

Der Effekt dauert möglicherweise zu kurz. Schalten die ersten Investoren und Wirtschaftsführer auf den „Angst“-Modus, wird es erneut eng.

Derzeit erleben wir jedenfalls an den Börsen das, was Investoren als „Zentralbank-Put“ bezeichnen.

Sobald Wirtschaft und vor allem die Wall Street schwächeln, gibt die Zentralbank seit inzwischen mehr als 15 Jahren wieder Leine in Form von niedrigen Zinsen. Dies macht nicht nur Ben Bernanke so, sondern auch Alan Greenspan feuerte die Märkte auf diese Weise an. Bedenklich, denn:

  • Künstlich niedrige Zinsen erzeugen automatisch Blasen. Unter Alan Greenspan wuchs die Immobilienblase.
  • Unter Alan Greenspan lief auch die Wall Street schneller und höher als die fundamentalen Daten es an sich hergaben.
  • Niedrige Zinsen gegen die Marktmeinung jedoch sind nur ein Kurzfrist-Feuer. Dies sehen Sie am Goldpreis, der mit Blick auf die niedrigen Zinsen steigt und steigt.

GeVestor meint: Daher ist die Politik von Ben Bernanke und seiner FED tatsächlich bedenklich. Nicht die niedrigen aktuellen Zinsen, sondern vor allem die Ankündigung, diese bis 2013 stabil zu belassen.

Verliert Bernanke den Machtkampf hinter den Kulissen und steigen die Zinsen früher, wird es schnell ungemütlich an den Aktienbörsen in den USA. Die Börsen mögen keine Überraschungen.

Die Zinspolitik der FED und deren Streit ist daher dieser Tage der Pferdefuß an den Aktienbörsen. Wir bleiben mit unseren Hauptempfehlungen in Europa.

31. August 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

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