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US-Streaminganbieter Netflix will weltweit „angreifen“

Netflix ist ein amerikanisches Unternehmen, das sich mit dem Verleih und der Produktion von Filmen und Serien beschäftigt. In den USA kann die Entwicklung von Netflix in den vergangenen Jahren nur als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden.

Der Kurs der Netflix-Aktie legte in den vergangenen Jahren um fast 4.000% zu. Während der Aktienkurs des im Jahr 1997 gegründeten US-Unternehmens noch im Jahr 2005 bei nur etwas mehr als 10 US-Dollar notierte, müssen Sie heute für eine Netflix-Aktie über 450 US-Dollar bezahlen.

Zuletzt geriet die Netflix-Aktie etwas unter Durch, weil die Erfolgsserie des großen Rivalen Amazon die Aktionäre des Online­streaming-Anbieters Netflix verunsichert hatte.

Dann jedoch konterte der Netflix-Gründer Reed Hastings mit einer Expansions-Offensive und sorgte dafür, dass der Aktienkurs wieder von rund 330 US-Dollar auf über 450 US-Dollar stieg.

Gute Zahlen und große Pläne

Bei der Veröffentlichung der Netflix-Quartalszahlen am Dienstag vergangener Woche strahlte Hastings angesichts starker Zahlen und kündigte eine ehrgeizige Expansion seiner Firma in mehr als 200 Länder an: „In alle Länder, außer nach Nordkorea.“


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Die Expansion soll zudem schon in zwei Jahren abgeschlossen sein. Und für die Zeit ab 2017 stellte der Firmengründer „erhebliche Gewinne“ in Aussicht. Angesichts dieser großen Pläne und guter Zahlen (mehr dazu gleich), legte der Kurs der Netflix-Aktie um fast 20% zu.

Was Skeptiker dem Konzern lange Zeit nicht zugetraut hatten, lieferte das Unternehmen im 4. Quartal 2014: 2,34 Mio. Neuzugänge im Ausland und 1,9 Mio. neue Abonnenten in den USA. Beide Zahlen lagen über den Schätzungen der Analysten.

Vor allem aber wuchs die Kundenzahl im Ausland absolut gesehen stärker als die im Heimatmarkt. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Netflix kein reines US-Phänomen ist und die ambitionierten Expansionspläne von Reed Hastings tatsächlich umsetzbar sind.

Insgesamt zählt der Streamingdienst weltweit bereits 57,4 Mio. Kunden, davon allerdings augenblicklich noch mehr als 39 Mio. in den USA. Trotz der Belastungen durch die Expansion und steigende Kosten für Lizenzen und Eigenproduktionen, wuchs der Quartalsgewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 70% auf 83,4 Mio. US-Dollar. Der Umsatz lag bei 1,48 Mrd. US-Dollar.

Es muss an dieser Stelle jedoch auch gesagt werden, dass ein wesentlicher Grund für den deutlichen Ergebnisanstieg eine überraschende Steuergutschrift war.

Großes Wachstum nur mit hoher Verschuldung möglich

Ein Haken an dem Geschäftsmodell von Netflix ist, dass großes Wachstum nur mit einer hohen Verschuldung möglich ist. Das zeigen auch die folgenden Zahlen:

Die Kosten allein für eigene Produktionen summierten sich im Jahr 2014 auf rund 300 Mio. US-Dollar. Im laufenden Jahr werden diese Ausgaben nach Angaben von Netflix kräftig steigen, da sich der Filmausstoß verdreifachen soll.

Die aufwendigen Eigenproduktionen sind im Vergleich zu den jährlichen Gebühren für Lizenzen allerdings sogar noch günstig. Lizenzgebühren machen nach Angaben des Unternehmens den mit Abstand größten Anteil der Ausgaben für Inhalte aus.

Die Ausgaben für Inhalte lagen im vergangenen Jahr in Summe bei 3,7 Mrd. US-Dollar. Das sind fast 70% des Umsatzes. Allerdings sind Lizenzgebühren, im Gegensatz zu den Kosten bei eigenen Drehs, nicht sofort fällig.

Fazit: Wenn der Plan aufgeht, ist die Erfolgsstory noch nicht am Ende

Wenn sich die ehrgeizigen Expansionspläne des Netflix-Gründers Reed Hastings in die Tat umsetzen lassen und das Unternehmen zeigt, dass es neben dem starken Wachstum perspektivisch auch viel Geld verdienen kann, ist die Erfolgsstory von Netflix noch lange nicht am Ende.

Angesichts der hohen Bewertung sollten Sie sich als Anleger allerdings darüber im Klaren sein, dass es bei einer Investition in die Netflix-Aktie weniger um eine berechenbare Investition handelt, sondern stattdessen vielmehr um eine Wette auf die Zukunft. Diese Wette kann jedoch, wenn sie aufgeht, am Ende sehr lohnend sein.

28. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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