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US-Zinsentscheid gut für das Übernahme-Geschäft

Es zeichnete sich bereits ab: Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat bei der gestrigen Sitzung nicht den Leitzins angehoben. Zur Begründung wurde die niedrige Inflationsrate herangezogen.

Die Fed-Chefin Janet Yellen verwies aber auch auf die schlechten Wirtschaftsdaten in Fernost. Der Gedanke dahinter: Werden die Zinsen in den USA angehoben, fließt Geld aus Asien Richtung Amerika. Das könnte dazu führen, dass die zuletzt schwächer als erwartet wachsende chinesische Wirtschaft weiter leidet.

Entscheidung nicht ohne Negativ-Seite

Investoren meiden das Risiko in Asien und bringen das Geld in die USA. In einem globalen Handelssystem steigt der Dollar und belastet die US-amerikanischen Unternehmensgewinne (Exporte verteuern sich). Soweit ist der Schritt also verständlich.

Doch ist der Schritt nicht unproblematisch. Das Mannheimer ZEW verweist auf die Wichtigkeit der Zentralbank-Glaubwürdigkeit. Immer sagen, dass „nächste Mal“ der Zins angehoben wird und dann doch nicht anheben sorgt für wirtschaftsschadende Verunsicherung.


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Investoren reagieren mit Verkäufen

Das wurde auch heute am Aktienmarkt deutlich. In Europa und Amerika purzeln die Kurse – obwohl die Zinsen unten bleiben. Gestern hieß es noch, dass die Kurse steigen, wenn die Anhebung ausbleibt.

Doch der Markt war schon auf Zinserhöhung eingestellt. Da jetzt nicht der Zins angehoben wird, bleibt Unsicherheit – etwas was Investoren gar nicht mögen. Zudem gibt es da ein noch größeres Problem: Die explizite Erwähnung, dass aufgrund von Wachstumsproblemen in Fernost die Zinserhöhung ausblieb, zeigt, dass es dort WIRKLICH wirtschaftliche Wachstumsprobleme gibt.

Da an der Börse Erwartungen gehandelt werden und die eingepreiste Wachstumsstory in Fernost an Dynamik verliert, geht es nach unten. Das ist verständlich.

Am Montag Kurssturz in Fernost?

Wenn dann auch noch berücksichtigt wird, dass das Ausbleiben der Zinserhöhung eine gewisse Schwäche der Handlungsfähigkeit der US-Notenbank darstellt, sollten Investoren auf jeden Fall die Augen offen halten.

In China sorgte gestern das Ausbleiben eines US-Zinsschritts für etwas Erleichterung an der Börse. Doch für den kommenden Montag sieht es nicht gut aus.

Wenn heute die Märkte in Europa und den USA deutlich unter Druck geraten, dann könnte sich unter chinesischen Investoren ebenfalls der Gedanke durchsetzen, dass es offenbar größere Wirtschaftsprobleme gibt.

In einem fragilen Umfeld kann das für einen erneut starken Kursrutsch reichen. Bricht der chinesische Markt zu Wochenbeginn ein, könnte es wiederum in den USA und Europa noch einmal runter gehen – egal ob gerechtfertigt oder nicht. Im Moment schaut sowieso nur jeder, was der andere macht.

Doch es bestehen gute Chancen, dass der Wahnsinn am Aktienmarkt dann aber wirklich im Oktober ein Ende hat. Dann könnte die US-Notenbank das Nachholen was gestern verpasst wurde: Eine berechenbare Politik auf Basis US-amerikanischer Wirtschaftsdaten. Dann sind auch die Chancen für eine kräftige Jahresendrally sehr gut.

Günstiger Zins macht Übernahmen sehr rentabel

Das Ausbleiben hat auch etwas Gutes: Sollte sich zeigen, dass die Sorgen übertrieben sind – was immer noch die Meinung einer großen Vielzahl von Experten ist – dann ist jetzt der ideale Einstiegszeitpunkt für hohe Gewinne.

Und auch für das Übernahme-Geschäft ist die Verschiebung des Zinsschritts ein Stück weit positiv. Denn damit bleibt die Finanzierung für Milliarden-Deals historisch günstig. Das Übernahme-Karussell verliert also nicht an Schwung.

18. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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