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USA: Dort erinnert viel an 2008

Geschichte wiederholt sich. Das können Sie und ich gerade an den Finanzmärkten erleben.

Dort braut sich eine große Krise zusammen – aber wie bei früheren Krisen auch, will die Masse der Bevölkerung die Warnsignale nicht sehen. Oder aber die Massenmedien sorgen dafür, dass diese Warnsignale gar nicht erst bekannt werden.

Diese Entwicklung gibt es nicht nur in Europa. Noch sehr viel drastischer ist es in den USA. Dort spielt der private Konsum für die Konjunktur eine sehr viel größere Rolle als bei uns. Daher ist es wichtig, dass der US-Verbraucher wieder zu dem bekannten Konsumverhalten zurückkehrt.

Ich erinnere mich noch gut: In den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende trieb der nahezu grenzenlose Konsum der US-Verbraucher die Wirtschaft dort massiv an. Die Masse der Konsumenten kaufte aber auf Kredit. Als Sicherheit dienten oft die eigenen Immobilien, die ja im Zuge des Immobilien-Booms immer mehr wert wurden.


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Einige Jahre lief in den Vereinigten Staaten eine rauschende Party. Doch dann kam 2008 mit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers das böse Erwachen. Das erwarte ich auch jetzt wieder.

Aber aktuell läuft wieder einmal eine Party in den USA: Dort ist das Verbrauchervertrauen so hoch wie seit der letzten Rezession nicht mehr. Laut aktueller Umfragen erwarten fast 50% der US-Bürger eine Steigerung in diesem Jahr im Vergleich zu 2014.

Rekordkurse an den Börsen: Dadurch wächst die Korrekturgefahr

Der Aktienmarkt in den USA kletterte 2014 von einem Rekord zum nächsten. Doch so etwas ist sehr trügerisch – auch das hat sich in der globalen Finanzkrise 2008 gezeigt. Auch damals kletterten die Börsenkurse auf immer neue Hochs. Doch das Wirtschaftswachstum konnte damit nicht Schritt halten.

Eine solche Entwicklung ist ungesund. Über einen gewissen Zeitraum ist es möglich, dass die Börsen deutlich schneller steigen als die Wirtschaft.

Doch langfristig passen sich die Börse den Wachstumsarten der Wirtschaft an. Wenn das jetzt passieren sollte, dann droht den Börsen eine große Korrektur, denn aktuell ist die Masse der Aktien extrem überbewertet.

Extrem gefährlich für die USA ist die weitere Entwicklung des Ölpreises. Aktuell freuen sich die US-Autofahrer über günstige Benzinpreise. Doch schon jetzt kommt es zu Förderrückgängen in den USA bei dem aktuellen Preisniveau.

Klar ist: Bei unter 60 Dollar ist die US-Ölindustrie mit den vielen Fracking-Vorkommen nicht mehr in der Lage, rentabel Öl zu fördern.

Ich erwarte hier einen massiven Stellenabbau in diesem Jahr. Und das wird dann Bundesstaaten wie Texas extrem hart treffen. Hier braut sich ein neuer Krisenherd zusammen, den die meisten Experten noch gar nicht auf dem Radar haben.

2. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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