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Verizon-Aktie: Telekommunikations-Konzern pirscht sich an AOL ran

Die Übernahme-Welle rollte ungehindert weiter. Angefeuert durch die niedrigen Zinsen und fehlende Anlage-Möglichkeiten suchen die Konzerne ihr Heil in Zukäufen.

Jetzt hat einmal wieder ein Telekommunikations-Konzern zugeschlagen:

Verizon, mit über 200 Mrd. Dollar Marktwert ein echtes Schwergewicht, legt für das Online-Urgestein AOL ein Übernahme-Angebot auf den Tisch.

Verizon bietet 50 Dollar je Aktie

Das Übernahme-Angebot bewertet AOL mit einem Wert von 4,4 Mrd. Dollar.

Nach dem Zukauf soll AOL als Konzerntochter des US-Telekommunikations-Riesen geführt werden. Mit der Übernahme will Verizon im Bereich mobiles Video und Anzeigen wachsen.

Bereits zu Jahresbeginn gab es Gerüchte über Verhandlungen. Schon damals wurde gemunkelt, dass die Firma an der Technologie Online-Werbung von AOL interessiert sei.


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Hintergrund: Mit dem Zukauf könnte Verizon ein geplantes Videostreaming-Angebot finanzieren.

Die Übernahme soll im Sommer abgeschlossen werden. Der bisherige AOL-Chef Tim Armstrong soll das Geschäft der Firma auch nach der Übernahme weiterführen.

AOL mit bewegter Vergangenheit

Der AOL-Konzern kam in den vergangenen Jahren nicht mehr an den Ruhm der Vergangenheit heran. Zu seiner Hochzeit hatte AOL als Internet-Provider immerhin mehr als 30 Mio. Abonnenten.

Im Jahr 2000 wurde dann wohl eine der spektakulärsten Fehlentscheidungen der Wirtschafts-Geschichte getroffen:

Der Technologie-Konzern erwarb für sage und schreibe 164 Mrd. Dollar den Medienkonzern Time Warner.

In den Folgejahren folgte der Absturz; Immerhin musste AOL in 2002 wegen Rekord-Abschreibungen einen Verlust von fast 100 Mrd. Dollar hinnehmen.

Mittlerweile ist AOL auf den Markt mit hochwertigen journalistischen Inhalten fokussiert. Inzwischen ist die Gesellschaft an dem Internet-Portal Huffington Post beteiligt und betreibt zahlreiche Blogs (TechCrunch, Engadget).

Insgesamt hat AOL knapp 2,3 Mio. zahlende Nutzer und hat im letzten Jahr 2,52 Mrd. Dollar erwirtschaftet.

Gestiegene Werbe-Erlöse sorgen für Umsatzplus

Zu Jahresauftakt meldete AOL einen Anstieg der Erlöse um 7% auf 625 Mio. Dollar. Der Grund liegt in den hohen Investitionen ins Werbegeschäft. Hier ging es im 1. Quartal sogar um 12% nach oben.

Unterm Strich sank der Gewinn aber um ein Viertel auf 7 Mio. Dollar. Dennoch lagen die Ergebnisse über den Schätzungen der Analysten.

Die Aktie reagierte positiv auf die Zahlen. Damit ergibt sich auf Sicht der letzten 5 Jahre ein Kursgewinn von mehr als 200%.

Aktie reagiert mit Kurssprung

Im Rahmen des Übernahme-Angebots sprang die AOL-Aktie um 18% auf 50 US Dollar nach oben. Auf Basis der Prognosen für nächstes Jahr ergibt sich damit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21.

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 1,6. Die Cash-Reserven von AOL übersteigen die Verbindlichkeiten um mehr als 30 Mio. Dollar.

Nach dem Kurssprung notiert die Aktie also bereits auf dem Niveau des Übernahmeangebots. Damit scheinen die Anleger sicher zu sein, dass die Offerte erfolgreich ist.

13. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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