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Verizon übernimmt AOL: Doch keine Partnerschaft

Es ist gerade einmal 4 Monate her, da machten Übernahme-Gerüchte um den Internet-Pionier AOL die Runde.

Den Gerüchten zufolge hatte Verizon ein Auge auf den einstiegen Internet-Anbieter geworfen.

Die Gerüchte wurden nie ganz entkräftet, doch waren es die Chefs selbst, die einer Übernahme-Story Wind aus den Segeln nahmen.

Der Verizon-Chef Lowell McAdam dementierte die Kaufabsicht und sein Gegenüber Tim Armstron sagte, dass er die Geschichte als Gerücht kategorisieren würde.

Wenn ein Übernahme-Gerücht verblasst, kann es sich für Sie lohnen, investiert zu bleiben

Heute zeigt sich, wieviel von den damaligen Dementis zu halten ist: Verizon übernimmt nun doch AOL. Die beiden Unternehmen verständigten sich auf einen Deal im Umfang von 4,4 Mrd. $.


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Die Aktionäre erhalten eine Cash-Offerte in Höhe von 50 $ je Aktie – verglichen mit dem Schlusskurs vom Montag eine Übernahme-Prämie von 18%.

Einmal mehr zeigte sich auch, dass man als Übernahme-Spekulant nicht zu früh aussteigen sollte, wenn ein Übernahme-Gerücht zunächst verblast.

Sicher ist das fallabhängig, doch hier hätte sich das Festhalten an der Investition gelohnt. Nachdem die AOL-Aktie im Zuge des Deal-Aus deutlich zurückfiel, wäre jetzt zumindest der Einsatz wieder zurückgewonnen.

AOL-Erfolgsgarant Tim Armstrong bleibt nach der Übernahme an Bord

Mit der Übernahme endet eine bewegende AOL-Vergangenheit: Der Preis von 4,4 Mrd. $ wirkt gerade zu lächerlich, wenn berücksichtigt wird, dass AOL während der Dotcom-Blase mit 165 Mrd. $ bewertet worden war.

2015 ist aber nicht das Jahr 2000 und AOL schon längst nicht mehr ein Internet-Anbieter mit 30 Mio. Kunden.

Nach einem 9-jährigen Verfall des Unternehmens brachte der amtierende Chef Tim Armstrong die Wende. Er machte aus AOL einen Online-Marketing und Content-Anbieter:

Armstrong kaufte 2011 die Huffington Post und konnte damit den Nutzwert steigern. Die Klickzahlen stiegen, die Einnahmen ebenso und die AOL-Aktie entdeckte den Weg nach oben.

Als Teil von Verizon soll AOL das mobile Video- und Werbegeschäft voranbringen. Tim Armstrong wird dafür die Verantwortung übernehmen.

Guter Deal für beide Seiten: Diese Übernahme schafft Mehrwert zu einem guten Preis

Der Erfolg der Übernahme scheint vorprogrammiert. Beide Unternehmen überschütten sich mit Lob. „Bestmöglicher Partner“ heißt es von AOL – „Premium Portfolio mit gleicher Vision“ bei Verizon.

Auch Analysten sprechen von einem guten Deal. Nachdem Google im Bereich mobile Videos sich mit einer Übernahme verstärkte, ist die AOL-Übernahme eine gute Antwort auf den Vorstoß.

Die Wachstumsraten im Bereich mobile Datennutzung sind groß und AOL liefert nicht nur Video- und andere wertvolle Inhalte sondern mit Huffington Post auch qualitativen Journalismus.

Nachdem die Eheschließung mit Time Warner in einem Desaster endete, scheint jetzt eine glückliche Ehe möglich – vorausgesetzt, es funkt nicht noch jemand dazwischen. Die Braut ist hübscher denn je und nicht nur für Verizon interessant.

12. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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