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Verkaufssignal: Diese US-Biotech-Aktien sind jetzt besonders gefährdet

Auf den ersten Blick erscheint der gestrige Verlust von -1,0% im amerikanischen Branchen-Index Biotechnologie wie ein alltägliches Ereignis. Kein aufregend großes Minus.

Allerdings stand dieser Rückgang schon mal im Gegensatz zur allgemeinen Markt-Tendenz. Die war nämlich durchweg aufwärts gerichtet und brachte Gewinne von bis zu +0,7%, z.B. im Nasdaq 100, hervor.

Noch mehr sticht das Minus ins Auge, wenn wir die Tagesveränderungen aller 123 Branchen-Indizes betrachten: Dann nämlich steht der DJ US Biotechnology Index auf Rang 3 der größten Tagesverlierer.

US-Biotech-Aktien zuletzt schwächer als der Dow Jones

Zuletzt hatte ich den Index für Sie am 14. Januar 2016 in meinem Beitrag „US-Biotechs sind jetzt ein heißes Eisen“ analysiert. Hier noch einmal meine damalige Einschätzung:

„Während der Dow Jones trotz der jüngsten Rückschläge noch ein gutes Stück (knapp 600 Zähler) vom Augusttief entfernt ist, hat der Biotech-Sektor soeben auf einem neuen Tief geschlossen. Das bedeutet:

Zum einen wurde damit der schon seit Juli 2015 zu beobachtende Abwärtstrend bestätigt. Zum anderen ist das Rückschlags-Potenzial bei den Biotech-Aktien aufgrund der knapp 8-fach besseren Performance gegenüber dem Dow Jones (zwischen 2011 und 2015) natürlich massiv höher.“

Es droht eine neue Verkaufswelle

Schauen wir also zunächst einmal auf den Chart, bevor wir uns den Hintergründen des Kursrückgangs zuwenden:


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dj us biotechnology index vs dow jones-10-03-2016

DJ US Biotechnology Index: Nach Ausbruch aus Keil-Formation droht neue Verkaufswelle

Der Chart macht 2 Punkte deutlich: Zum einen haben sich die Biotech-Aktien seit meiner Analyse (grüner Kreis) tatsächlich massiv schlechter entwickelt als der Dow Jones. Zum anderen ist der Biotech-Index gestern aus einer Keil-Formation nach unten ausgebrochen.

Und das ist die wirklich üble Nachricht:

Nach diesem charttechnischen Verkaufssignal droht den US-Biotech-Aktien nun eine neue Verkaufswelle. Und Sie werden gleich erfahren, welche Titel hier besonders gefährdet erscheinen!

CMS plant neues Rückerstattungs-Modell

Schauen wir zuvor noch auf die Ursache des gestrigen Kursrückschlages: Das Center of Medicare & Medicaid Services (CMS) hat gestern ein Pilotprogramm angekündigt. Es geht um die Rückvergütung teurer, verschreibungspflichtiger Arzneimittel.

Laut CMS ermutige das bislang angewendete System amerikanische Ärzte dazu, ihren Patienten eher teure Medikamente zu verschreiben. Nun plant das CMS, ab dem 9. Mai ein neues Modell, neben dem alten System, über einen Zeitraum von 5 Jahren zu testen.

Diese US-Biotechs sind nun besonders gefährdet

Das neue Modell bezieht sich vorwiegend auf Therapien, die per Infusion oder Injektion verabreicht werden. Von der neuen Regelung wären vor allem Medikamente der Unternehmen Amgen (Neupogen, Neulasta, Kyprolis, Xgeva/Prolia, Vectibix), Celgene (Abraxane), Biogen und Regeneron Pharmaceuticals betroffen.

Am stärksten gefährdet erscheint laut ersten Analysten-Meinungen Amgen: Die betroffenen Therapien stehen für rund 35% des Jahresumsatzes. Bei Celgene wären indes nur 6% des Umsatzes gefährdet.

amgen in usd-10-03-2016

Amgen in USD: 50%-Korrektur des Anstiegs ist realistisch

Der Chart macht noch einmal deutlich, wie heftig die Hausse der Biotech-Werte in den letzten 5 Jahren ausfiel: Zwischen August 2011 und Juli 2015 hatte sich der Kurs der Amgen-Aktie nahezu vervierfacht (+281%).

Ein solcher Anstieg erfordert eine angemessene Kurs-Korrektur. Die eingeblendeten Fibonacci Retracements geben Ihnen Anhaltspunkte, wohin die Reise noch gehen kann.

Ich halte eine Korrektur von -50% des vorausgegangenen Aufschwungs für realistisch. Das wären vom aktuellen Kurs aus gerechnet immerhin noch knapp -19%.

10. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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