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Vermögen verlieren: Die Commerzbank macht’s möglich

Sie müssen es zugeben: Die deutschen Banken können einem wirklich leid tun!

Dank dieser miesen Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank – in Deutschland können wir mittlerweile ja sogar von einer Negativzins-Politik sprechen – verdienen die armen Geldhäuser kein Geld mehr.

Die Commerzbank hat das heute nicht nur erneut unter Beweis gestellt, sondern formuliert dies in ihrer Pressemitteilung auch so:

„Insbesondere das Negativzinsumfeld und die Kundenzurückhaltung infolge der schwierigen makroökonomischen und geopolitischen Entwicklung führten zu dem Ertragsrückgang.“

Aber da man ja positiv denken muss, wird uns das miese Ergebnis mit der Schlagzeile „gute Marktposition in schwierigem Umfeld“ verkauft. Also sieht es dann doch nicht so schlecht aus für die Commerzbank??

Grottenschlechte Halbjahres-Zahlen

Nun ja, hier die Fakten: Das operative Halbjahres-Ergebnis ging im Vergleich zum entsprechenden Vorjahres-Zeitraum von 1.089 Mio. € auf 615 Mio. € zurück. Das ist ein Gewinn-Einbruch um -43,5%!

Der Netto-Gewinn fiel in den ersten 6 Monaten von 645 Mio. € im Vorjahr auf nur noch 372 Mio. € zurück. Ergibt ein Minus von nicht viel besseren -42,3%.

Ach ja, fast hätte ich das vergessen: Auf das Ergebnis des 1. Halbjahres entfiel ein einmaliger Sonderertrag von 123 Mio. € aus dem Verkauf von VISA-Europe-Anteilen. Ich erspare es Ihnen, das auch noch herauszurechnen!


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Schuster, bleib bei Deinen Leisten …

…, so lautet ein altes Sprichwort. Soll heißen: Mache das, was Du gelernt hast und wofür Dein Geschäft da ist. Für die Banken gilt das schon lange nicht mehr.

Ganz ehrlich: Ich tue mich schwer mit der Entschuldigung des „Negativzinsumfeldes“, das bis vor wenigen Monaten noch „Nullzinsumfeld“ genannt wurde, wenn ich nur auf diese beiden Zinssätze aus den Preiskonditionen der Commerzbank schaue:

Zinsmarge: 10,49%

Für Spareinlagen, egal ob Sie nun weniger als 2.500 € oder mehr als 50.000 € anlegen, zahlt Ihnen das „Geldhaus mit der goldenen Schleife“ (Logo) satte 0,01% Zinsen pro Jahr.

Um das einmal in Zahlen auszudrücken: Für einen Sparbetrag von 1.000 € erhalten Sie nach 1 Jahr exakt 10 €-Cent an Zinsen vergütet – Wahnsinn!

Doch wehe, wenn Sie den Ihnen auf Ihrem Girokonto eingeräumten Dispositionskredit überziehen: Dann berechnet Ihnen die Commerzbank heftige 10,5% Kredit-Zinsen.

Das macht bei 1.000 € ausgenutztem Dispo einmal eben 105,00 € im Jahr. Wer seinen Dispositionskredit überzieht, muss gar 16% berappen, also 160 € per anno.

Mit Zinsen Geld zu verdienen war nie einfacher als derzeit

Ursprünglich war dies einmal der Geschäftszweck einer Bank: Geld gegen Verzinsung entgegennehmen und zu einem höheren Zins als Kredit herauszulegen.

Somit verdient die Commerzbank pro 1.000 € ausgenutztem Dispo-Kredit satte 104,90 €. Ich behaupte: Nie war es für eine Bank einfacher, Geld mit dem ursprünglichen Zinsgeschäft zu verdienen.

Nur die Aktionäre verdienen nichts – sie verlieren sogar Vermögen

Apropos verdienen: Als Aktionär verdienen Sie mit Commerzbank-Anteilen schon seit vielen Jahren kein Geld mehr. Es sei denn, Sie sind Zocker oder Spekulant und haben ein gutes Händchen beim An- und Verkauf.

Die nachfolgende Grafik spricht Bände:

commerzbank vs. dax 30-02-08-2016

Commerzbank: -95% in 20 Jahren – DAX: +312%

In den vergangenen 20 Jahren gab es exakt 1 Phase von 10 Monaten, in der sich die Commerzbank-Aktie besser entwickelt hat als der DAX 30. Ich habe Ihnen diesen Zeitraum im Chart mit einem grünen Kreis markiert.

In diesen 2 Jahrzehnten haben Sie mit der Commerzbank-Aktie nahezu 95% Ihres Kapital-Einsatzes verloren (die Commerzbank-Aktie verbuchte heute mit 5,27 € ein neues Allzeittief).

Der DAX 30 hingegen hat sich im selben Zeitraum mehr als vervierfacht.

Sie sehen: Es ist nun wirklich nicht schwer, ein Vermögen zu verlieren – danke, liebe Commerzbank!

2. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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