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Volkswagen nun offiziell größter Autobauer der Welt

Gute Nachrichten für Deutschland als Automobilland. Volkswagen hat sich nach Bekanntgabe der offiziellen Halbjahreszahlen erstmals an die Spitze der weltweiten Autokonzerne gesetzt und den ehemaligen Marktführer Toyota hinter sich gelassen. Auf den Kurs der Aktie hat dies jedoch aktuell noch keine Auswirkungen.

Volkswagen profitierte beim Aufstieg zur Spitzenposition jedoch nicht von steigenden Zahlen im eigenen Konzern, sondern von noch stärker sinkenden Absatzzahlen bei dem japanischen Konkurrenten. Dieser konnte bis Ende Juni rund 5,02 Millionen Fahrzeuge der Eigenmarken verkaufen – im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 1,5 %. Doch auch VW musste auf dem angespannten Weltmarkt einen leichten Rückgang hinnehmen. In den ersten 6 Monaten dieses Jahres sank der Absatz um 0,5 % auf 5,04 Millionen verkaufte Fahrzeuge.

Volkswagen: Rang 1 erst für 2018 eingeplant

Dennoch hat der Konzern bereits Mitte 2015 den ambitionierten Plan von Vorstandschef Martin Winterkorn umgesetzt. Dieser hatte 2010 bekannt gegeben, den Autobauer bis 2018 an die Weltspitze führen zu wollen – angesichts der Konkurrenz aus Japan und den Vereinigten Staaten eine Mammutaufgabe, die fast schon 2011 bewältigt worden wäre. Vor 4 Jahren hatte Volkswagen die Toyota Motor Corporation bereits einmal überholen können, musste sich dann aber vom US-Großkonzern General Motors geschlagen geben.


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Inzwischen liegt der US-Konzern, der vor allem auf den wichtigen Märkten in den Vereinigten Staaten und China präsent ist, in den Verkaufszahlen weit hinter der Konkurrenz. So konnten die Marken von GM im ersten Halbjahr 2015 4,86 Millionen Fahrzeuge absetzen. Das Unternehmen musste vor allem in Südamerika heftige Verkaufsrückgänge hinnehmen. Auf diesem wichtigen Markt sanken die Verkaufszahlen um 21,2 %. Und auch in Europa leiden die Verkaufszahlen unter der Entscheidung, die Kernmarke Chevrolet fast komplett aus den Verkaufsräumen zurück zu ziehen. Westeuropa wird seit 2015 größtenteils von Opel und der Schwestermarke Vauxhall abgedeckt.

Volkswagen: Rasanter Aufstieg in den letzten Jahren

In Wolfsburg werden hingegen trotz des leichten Verkaufsrückgangs die Korken knallen. In den vergangenen acht Jahren konnte der Konzern die Verkaufszahlen beinahe verdoppeln – und das trotz mehrere schwacher Jahre auf den weltweiten Märkten in Folge der Finanzkrise. 2007 hatte der Konzern im gesamten Jahr noch 6,19 Millionen Fahrzeuge verkauft – ein Wert, der nun schon zur Halbjahresmarke in Sichtweite liegt.

Insgesamt wird dieser Aufschwung von Experten zu großen Teilen der effektiven Leitung von Vorstandschef Martin Winterkorn zugeschrieben, der die verschiedenen Marken des Konzerns deutlich gewinnorientierter ausgerichtet hat und Marktlücken durch gezielte Ankäufe von Fremdunternehmen schließen konnte. Daher kann der Volkswagen-Konzern inzwischen mehr als 330 Modelle von 12 Marken anbieten, die vom Stadtfahrzeug Skoda Citigo bis zu tonnenschweren Lastkraftwagen des 2015 übernommenen Herstellers Scania alle Bereiche des Automobilbaus abdecken.

Auch bei den Mitarbeiterzahlen hat der Konzern inzwischen deutlich zugelegt und ist mit knapp 120 Werken auf allen fünf Kontinenten vertreten. Insgesamt arbeiten rund 600.000 Menschen weltweit für Volkswagen und die diversen Untermarken.

Volkswagen: Aktienkurs sinkt trotz guter Nachrichten

Derweil hat der Konzern bereits angekündigt, auch in Zukunft nicht auf große Investitionen zu verzichten und die neu gewonnene Führungsposition weiter ausbauen zu wollen. So werden in den nächsten 5 Jahren mehr als 100 Milliarden € in die Forschung, Neuprodukte und den Ausbau der Werke gesteckt.

Gute Nachrichten aus Wolfsburg also, die jedoch durch die sinkenden Absatzzahlen gedämpft werden. Entsprechend gespalten fiel dann auch die Bewertung an den Börsen aus. War der Kurs am Dienstag zunächst gestiegen, fiel die Stammaktie des Konzerns bis zum Mittwochmittag um fast 2 %, die Vorzugsaktie sogar um rund 2,3 %.

29. Juli 2015

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Felix Reinecke
Von: Felix Reinecke. Über den Autor

Felix Reinecke war in der Vergangenheit als Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen tätig und verstärkt seit 2011 das Team von GeVestor.

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