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Von Feldzügen, Eroberungen und Wimpeln

Wenn eine Armee bei ihrem Feldzug sehr schnell tief in feindliches Gebiet vordringt, dann zieht sie sich nicht selten ein Stück weit wieder zurück und hält für eine Weile inne:

Nachschub muss nachgeführt, Verletzte müssen versorgt und das eroberte Terrain abgesichert werden. Die am Angriff beteiligten Soldaten benötigen zudem eine Erholungspause.

Schließlich soll das vereinnahmte Gebiet, die neue Stellung, nicht nur effizient verteidigt werden: Die Fortsetzung des Angriffs soll aus einer gestärkten Position heraus erfolgen.

Ein schlauer Feldherr konsolidiert zunächst

Die Armee vollzieht also eine Konsolidierung ihrer Eroberung.

In der Charttechnik finden wir ebenfalls sogenannte Konsolidierungs-Formationen: Nach schnellen Auf- oder Abwärtsbewegungen bilden die Kurse häufig Muster in Gestalt von Flaggen oder Wimpeln aus.

Das Verhalten der Börsen ist ohnehin in vielerlei Hinsicht mit militärischen Aktionen vergleichbar: Die Bullen beispielsweise liegen in einem ewigen Wettstreit mit den Bären. Beiden Parteien sind beständig darum bemüht, der Gegenseite Terrain abzunehmen:

Meist führen die Bullen monatelang, nicht selten auch jahrelang, die Angriffe, wodurch die Bären fortwährend in die Verteidiger-Rolle gezwungen werden. Doch ab und an tauschen beide Parteien ihre Rollen.

Derzeit haben die Bären die Oberhand

Wenn Sie die Marktentwicklung der vergangenen 3 Wochen betrachten, dann sehen Sie, dass die Bären derzeit attackieren, während die Bullen sich deren Angriffe erwehren müssen.

Die Bären begannen ihren Feldzug am 19. August: Der DAX 30 hatte am Tag zuvor bei 10.915 Punkten, der S&P 500 bei 2.096 Zählern geschlossen. Bis zum 24. August waren die Bären tief in feindliches Terrain vorgedrungen:


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Der DAX 30 erreichte zeitweilig ein Tief bei 9.338. Im S&P 500 endete die Abwärtsbewegung erst bei 1.867 Punkten.

In der vergangenen Woche machte ich Sie auf eine Konsolidierungs-Formation im DAX 30 aufmerksam: Eine Flagge.

Die Flagge schaut wie ein an eine Stange geheftetes Parallelogramm aus: Die Ausrichtung der Flagge ist dabei stets entgegengesetzt zum vorherrschenden Trend: Also aufwärts in einem Abwärtstrend und umgekehrt.

Bei einem Wimpel konsolidieren die Kurse – unabhängig von der vorherrschenden Trend-Richtung – stets in einem sich verjüngenden Dreieck. Wenn Sie so mögen, wirkt das auf den Betrachter wie eine „spitze Flagge“.

Schauen wir uns das einmal gemeinsam im folgenden Chart des S&P 500 an:

s&p 500 mit wimpel-15-09-2015

S&P 500: Nach dynamischer Abwärtsbewegung Konsolidierung in Wimpel-Formation

Die Stange, die Flagge oder Wimpel hält, ist der Eroberungsangriff – in diesem Fall der Bären. Der Wimpel selbst ist die Sicherung und Befestigung der Stellung – die Konsolidierung der eroberten Gewinne.

Wird der Wimpel nach unten verlassen, was bei etwa 1.935 Punkten der Fall wäre, dann setzen die Bären ihren Eroberungsfeldzug fort.

Das Gute an Flaggen und Wimpeln ist: Sie lassen die Bestimmung von Mindest-Kurszielen zu!

Dazu wird die Fahnenstange ab dem Punkt gemessen, an dem (im Aufwärtstrend) eine Widerstandslinie überboten oder (im Abwärtstrend) eine Unterstützungslinie unterboten wurde:

s&p 500 mit wimpel und kursziel-15-09-2015

S&P 500: Mindest-Kursziel

Die Berechnung des Mindest-Kursziels beim S&P 500 lautet also: 2.045 minus 1.867 = 178 =>1.935 minus 178 = 1.757.

Wie Sie im Chart sehen, liegt nur wenig darunter, bei 1.740 / 1.745 eine Unterstützung, die während des Jahreswechsels 2013 / 2014 entstand.

Brechen die Kurse aus dem Wimpel nach unten aus, dann liegt auf diesem Niveau eine charttechnisch wahrscheinliche Anlaufstation. Wenn Sie darauf setzen möchten, sollten Sie aber unbedingt diesen Ausbruch abwarten.

Der Vollständigkeit halber: Wird der Wimpel nach oben verlassen, dann gilt dieses Szenario natürlich nicht.

15. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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