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Vorsicht bei China-Aktien

Eigentlich spricht vieles für die Aktien der 35 in Frankfurt börsennotierten chinesischen Unternehmen:

Sie sind billig und stammen aus soliden Branchen wie Fischhandel, Müllverbrennung, Handtaschen, Altpapier oder Agrarwirtschaft.

Zudem hat der Konsumhunger der 1, 3 Milliarden Einwohner das Reich der Mitte zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gemacht. Aber lassen Sie sich davon nicht blenden!

Wenig Rendite und keine unabhängigen Einschätzungen

Die Bewertung der »Drachen-Aktien« ist sehr niedrig, der Kurs-Gewinn zumeist nur einstellig, nicht selten sogar unter fünf Prozent. Immer vorausgesetzt man glaubt den Prognosen von Unternehmen und Analysten überhaupt.

Das müssen Sie unbedingt wissen: Die wenigen Analysten, die den Markt beobachten, sitzen oftmals bei den Banken, die die chinesischen Aktienunternehmen erst an die Börse gebracht haben. Oder diese dort betreuen – gegen Gebühren versteht sich. Aus diesem Grund sind unabhängige Einschätzungen schwer zu bekommen.

Sind China-Aktien eine »Mogelpackung«?

Bislang zeigten sich die China-Aktien keinesfalls renditeträchtig. Gutgläubige Investoren zahlten die Zeche: Statt saftigem Gewinn gab es hohe Verluste. Nur jene Anleger, die einen schnellen kurzfristigen Gewinn machen konnten, kamen mit einem blauen Auge davon. Die anderen hatten oft das Nachsehen.

Hohe Verluste

Nachfolgend eine Zusammenstellung der zehn – im regulierten Prime Standard – notierten Werte (Verluste gerechnet vom Emissionskurs):

  • Haikui Seafood/Meeresfrüchte (Börsengang 15.05.12):        –   4,0%

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    • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
    • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
    • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
    • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
    • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
    • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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  • Ultrasonic/Schuhe (Börsengang 09.12.11):                           –   2,9 % 
  • Youbisheng Green/Altpapier (Börsengang 13.07.11):           –  10,0 %
  • China Spec. Glass/Spezialglas (Börsengang 01.07.11):        –  62,2 %
  • United Power/Generatoren (Börsengang 10.06.11):              –  66,1 %
  • Powerland/Handtaschen (Börsengang 11.04.11):                  –  58,5 %
  • Joyou/Armaturen (Börsengang 10.03.10):                             –  39,7 %
  • Vtion Wireless/Mobilfunk (Börsengang 01.10.09):               –  63,7 %
  • Asian Bamboo/Agrar (Börsengang 16.11.07):                       –  54,1 %
  • ZhongDe Waste/Müllverbrennung (Börsengang 06.07.07):  –  89,9 %   

Viele Aktien – wenig Käufer

Doch trotz dieser massiven Verluste gibt es jede Menge neue chinesische Aktien auf dem Markt. Allerdings werden die Unternehmen sie nur noch schwer los – wenn überhaupt.

Der Sportausrüster Ming Le Sports konnte zum Beispiel nur noch ein Drittel seiner Wertpapiere unters Volk streuen. Haikui Seafood sogar nur rund ein Fünftel – trotz verlängerter Zeichnungsfrist.

USA: Betrugswelle mit China-Aktien

Mitte letzten Jahres erschütterte die USA eine Betrugswelle mit China-Aktien. Verschiedene chinesische Unternehmen hatten Kundenbeziehungen einfach frei erfunden und Umsätze und Gewinne verfälscht.

Die so auf Lug und Betrug entstandenen »guten« Bilanzen zogen Investoren an und führten zu steigenden Kursen. Gutgläubige Anleger verloren bei diesem Betrugsszenario dreistellige Millionenbeträge.

Ich rate Ihnen dringend: Wenn Sie schon mit dem Gedanken spielen in «Drachen-Aktien» zu investieren, dann beobachten Sie den chinesischen Markt über einen längeren Zeitraum hinweg.

Erwarten Sie keine allzu hohen Renditen. Glauben Sie nicht einfach das, was man Ihnen erzählt. Bevor Sie sich zum Kauf entschließen: Versuchen Sie die Bewertung der Unternehmen über verschiedene Quellen nachzuprüfen.

26. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
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Von: Michael Grandt. Über den Autor

Ein Mann, der mit seiner knallharten Recherche und seinem unbestechlichen Gespür schon Tausende von Anlegern vor schweren Verlusten bewahrt hat.