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Vorsicht bei ETFs: Sie sind nicht sicher und nicht transparent

ETFs gelten bei vielen Anlegern als vermeintlich sichere Anlage.

Ich habe diese Finanzprodukte in der jüngsten Vergangenheit kritisch untersucht und entsprechend kommentiert.

2 meiner Kommentare dazu lauten: „ Finanzstabilitätsrat warnt vor ETFs“ und „ ETFs – trügerische Sicherheit“.

ETFs sind nicht transparent

Gestern hat auch mein Kollege Janne Jörg Kipp aufgezeigt, dass ETFs – vorsichtig gesagt – unübersichtlich abgerechnet werden. Wie meist, so hat bei den Finanzprodukten der Banken alles seine juristische Richtigkeit. Aber wie oft, so steckt auch hier der „Teufel im Detail“, juristisch korrekt aber mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar.

Herr Kipp hat gezeigt, dass ein ETF, mit dem Sie auf fallende Kurse setzen (Short-ETF), bei einem Nullsummenspiel des Basiswertes trotzdem verliert:

Ein Basiswert, z.B. ein Index, der erst 10% verliert und dann 11,1% zulegt, hat danach wieder seinen Ausgangswert. Das Short-ETF auf diesen Basiswert (Index) hat danach aber einen Verlust und seinen Ausgangswert nicht wieder erreicht.


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Finanzberater meiden ETFs

Ich freue mich immer, wenn sich meine Tipps, Warnungen und Hinweise nach geraumer Zeit bestätigen und Anleger meinen Ratschlägen folgen. Jetzt habe ich im Handelsblatt gelesen, dass viele Finanzberater ETFs meiden. Damit ziehen auch sie die Konsequenzen und empfehlen keine ETFs.

Im Handelsblatt heißt es, dass ETFs kompliziert seien und „börsennotierte Indexfonds (ETFs) sogar für viele Finanzberater ein Buch mit sieben Siegeln sind.“

Umfrage: Kein befragter Finanzberater setzt ETFs ein

In dem Bericht ging es um rund 300 Berater, die ein Vermögen von etwa 2,5 Milliarden Euro betreuen. Diese Berater werden von der Federation of European Independent Financial Advisers (Feifa) vertreten. Bei einer Umfrage der Feifa bei ihren Mitgliedern stellte sich heraus, dass keines der Mitglieder ETFs empfiehlt. 80% lehnen diese Konstrukte grundsätzlich ab. 20% können sich immerhin vorstellen, diese eventuell einzusetzen.

Besonders kritisch sehen Finanzberater die ETFs, die nicht direkt in den Basiswert investieren, sondern diesen synthetisch nachbilden. Das daraus entstehende zusätzliche Risiko bei ETFs habe ich im oben erwähnten Kommentar „ ETFs – trügerische Sicherheit“ aufgezeigt.

Selbst Profis verstehen ETFs nicht

Paul Stanfield, Geschäftsführer des europäischen Verbands unabhängiger Finanzberater Feifa, kommentierte das Ergebnis in einem Interview mit den Worten: „Die Berater durchschauen zum Großteil nicht, wie die Strukturen dahinter genau funktionieren.“

Machen Sie es wie die Profis: Vorsicht bei ETFs

Wenn Sie planen ETFs einzusetzen, empfehle ich dringend, meine eingangs erwähnten und dort auch verlinkten Kommentare zu ETFs und auch die nicht nachvollziehbaren Abrechnungsmodalitäten, die J.J. Kipp aufgezeigt hat, nachzulesen.

Die Finanzberater der Feifa sind offensichtlich zu dem Schluss gekommen: Sie meiden ETFs.

Mein Tipp:

ETF ist nicht gleich ETF. Machen Sie sich gründlich kundig, bevor Sie Geld in ETFs investieren.

Zum guten Schluss: Am 18.10.1877, also heute vor 134 Jahren, kam Heinrich von Kleist, der deutsche Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist, zur Welt. Von ihm stammen die Worte:

„Sich ohne Reiseplan auf die Reise zu begeben, heißt erwarten, dass der Zufall uns an das Ziel führt, das wir selbst nicht kennen.“

Eine kleine Weisheit, die sich bestens auf die Börse übertragen lässt. Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche mit gutem Plan

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

18. Oktober 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.