Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Vorsicht: CFDs können Sie ruinieren

7.268,4% Verlust sind nicht ausgeschlossen, wenn Sie „falsch“ spekulieren und es Sie ganz unglücklich trifft. Das ist mehr als das 70-fache von dem was Sie eingesetzt haben.

Ich schildere Ihnen einen realen Trade. Es kamen ein paar unglückliche Dinge zusammen (wie bei jedem Unglück) – und der Mann ist ruiniert. Da wird das Zitat von Warren Buffett, dass Produkte dieser Art finanzielle Massenvernichtungswaffen sind, ganz real.

„Gibt es nicht“, gibt es nicht

Kürzlich habe ich kritisiert, dass sich einige Kämmerer deutscher Städte und Kommunen verzockt haben. Sie dachten, dass die Schweizer Nationalbank den Mindestkurs von 1,20 Schweizer Franken (CHF) je Euro freigibt, das gibt es nicht.

Da ging es um treuhändisch verwaltete Steuergelder. Die Steuergelder lösten sich bei der Freigabe, die es dann doch gab, in Luft auf.

Viele Häuslebauer, die ihre Kredite in CHF aufgenommen hatten, waren auch im guten Glauben, dass es die Freigabe des Wechselkurses CHF/Euro nicht gibt. Die Freigabe gab es doch. Die betroffenen Häuslebauer hat es ebenfalls böse erwischt.

Ganz schlimm hat es einen Anleger getroffen, der dachte, er hätte alles richtig gemacht. Da ging es um einen Trade mit CFDs. Und ein Fehler ist auch nicht sofort zu erkennen.

Ich empfehle Ihnen: Finger weg von CFDs

Gleich vorweg: Ich rate Ihnen ab, mit CFDs zu spekulieren. Ich empfehle Ihnen die bestmögliche Alternative: die manipulations-geschützten Optionen.

Dieser Anleger, von dem die Wirtschaftswoche berichtete, hat 3.800 Euro eingesetzt und auf einen Kurs von 1,21 CHF zum Euro oder etwas mehr gewettet.

Es kam genau anders herum – und zwar mit einer Wucht, die kaum vorstellbar war. Statt z.B. 1,21 CHF oder etwas mehr je Euro, raste der Kurs innerhalb von Sekunden auf Parität (1 CHF je 1 Euro) und kurzzeitig sogar noch deutlich tiefer.

Der Anleger verlor 280.000 Euro (zweihundertachtzigtausend). Das sind 7.268,4% Verlust bezogen auf seinen Einsatz.

Stopp-Loss-Order ist nicht sicher

Die oft angepriesenen CFDs haben die fatale Eigenschaft, dass Verluste von mehr als dem eingesetzten Kapital möglich sind – es gibt also die Nachschusspflicht. Die ist grenzenlos.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Der Anleger hatte aber im guten Glauben eine Stopp-Loss-Order gesetzt, um sich abzusichern.

Das Problem: Eine Stopp-Loss-Order zum Verkauf wird durch Unter- oder Überschreiten eines vom Anleger festgesetzten Kurses ausgelöst. Je nach Order wird danach zum dann bestmöglichen Kurs verkauft. Wenn der Kurs aber in die falsche Richtung springt, ohne dass Handel stattfindet, kann es bei dem nächsten möglichen Umsatz viel zu spät sein.

In diesem konkreten Fall konnte der Anleger erst bei einem Kurs von 0,92 CHF je Euro verkaufen. Das führte zu den genannten 280.000 Euro Verlust.

So etwas darf Ihnen nicht passieren. Dagegen können und müssen Sie sich schützen:

„Gibt es nicht?“ – Gegenfrage: „Kann es denn möglich sein?“

Wenn ich an der Börse ein Geschäft sehe, bei dem ich über ein nicht kalkulierbares Risiko denke, das„gibt es nicht“, dann frage ich mich: „Kann es denn möglich sein – und sei es noch so unwahrscheinlich?“

Wenn ich mir dann ein „ja“ als Antwort gebe, bleibt nur eine Schlussfolgerung: Finger weg! Den Trade gehe ich nicht ein – und sähe er auch noch so narrensicher und gewinnbringend aus.

Hätten die erwähnten Kämmerer, Häuslebauer und der Anleger sich diese Frage gestellt, wären die Steuergelder nicht veruntreut (so bewerte ich das), wären betroffene Häuslebauer nicht ruiniert und wäre dem Anleger mit den CFDs dieses Unglück nicht passiert.

Dem Bericht in der Wirtschaftswoche nach scheint es einen Kompromiss zu geben: Der Broker will wohl „nur“ einen den Einkommensverhältnissen angepassten Nachschuss einfordern. Aber auch das wird für den Anleger richtig teuer … wenn es denn so kommt.

Gehen Sie keine unkalkulierbaren Risiken ein

Wie geschrieben, ich rate Ihnen ab, mit CFDs zu spekulieren. Ich empfehle Ihnen die bestmögliche Alternative, die manipulations-geschützten Optionen.

Ich rate dringend: Selbst wenn Sie mit überschaubarem Einsatz (wie in dem geschilderten Fall) ein Produkt handeln wollen, dessen Risiken Sie nicht verstehen, handeln Sie nicht damit!

Dass eine US-Großbank insolvent wird, gibt es nicht?

Gibt es doch: Lehmann Brothers lässt grüßen.

Das führte bei den betroffenen Anlegern zu extremen Verlusten.

Dass ein CFD nicht rechtzeitig ausgestoppt wird, gibt es nicht?

Gibt es doch: Der geschilderte Fall beweist es.

Das führte bei dem betroffenen Anleger zu fatalen Verlusten.

Der nächste Fall, den man als „gibt es nicht“ abtut, wird kommen. Wo und wie und wann? Ich habe keine Ahnung. Aber dass er kommt, ist sicher. Und wenn Sie da nicht betroffen sein wollen (und wer will das schon?), gibt es für Hebelprodukte nur diese Lösung.

Die sichere Lösung: Optionen

Wenn Sie bei einem Hebelpapier eines Emittenten sicher sein wollen, alles zu verstehen, müssen Sie 50, 100 oder auch 150 Seiten Juristendeutsch in kleiner Schrift lesen und verstehen.

Und da kein Hebelpapier einem anderen gleicht, müssen Sie das für jeden Trade neu lesen. Ich verstehe das Kleingedruckte nicht, also fasse ich diese Hebelpapiere nicht an. Das empfehle ich Ihnen auch.

Die Ausstattung von Optionen (im Unterschied zu Optionsscheinen) ist dagegen transparent. Kennen Sie die Funktion einer Option, kennen Sie die Funktion aller Optionen. Und eine Nachschusspflicht gibt es bei gekauften Optionen nicht.

Zum guten Schluss: Heute vor 147 Jahren, also am 28.01.1868, schied Adalbert Stifter, der österreichische Schriftsteller, Maler und Pädagoge, freiwillig aus dem Leben. Er schrieb:

„Reichtum, Ansehen, Macht, alles ist unbedeutend und nichtig gegen die Größe des Herzens. Das Herz allein ist das einzige Kleinod auf der Welt.“

So schön die Börsengewinne auch sind, ich wünsche Ihnen, dass Sie das „einzige Kleinod auf der Welt“ hoch ehren.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

28. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Rainer Heißmann. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt