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Vorsicht: Deflationsgefahr durch niedrige Zinsen

Nachdem die Umlaufrendite in Deutschland im Juni mit 0,92 Prozent auf deutlich unter ein Prozent und damit einen Rekordtiefstand fiel, ging es zwischenzeitlich wieder über die ein Prozentmarke.

Doch in dieser Woche erreichte die Umlaufrendite erneut ein Tief von nur noch 0,94%.

Die Umlaufrendite stellt dabei den durchschnittlichen Renditewert erstklassiger umlaufender Anleihen in Deutschland dar und macht dabei eine Aussage über die Entwicklung des Anleihen-Zinsniveaus.

Und nicht nur in Deutschland sind die Zinsen wieder auf dem Rückzug: Auch in den USA fallen aktuell die Renditen massiv. Bei den wichtigen 10-jährigen Anleihen gibt es derzeit nur noch eine Rendite von rund 1,4%. Das ist noch deutlich mehr als bei vergleichbaren Bundesanleihen wo die Rendite auf 1,25% gesunken ist.


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Bei kürzeren Laufzeiten ist die Rendite mittlerweile schon im Minusbereich angelangt. Ja Sie lesen richtig. Aktuelles Beispiel: Zu Beginn dieser Woche hat der Bund einjährige unverzinsliche Schatzanweisungen, so genannte Bubills, versteigert. Die zu zahlende Rendite lag bei 0,054%. Das ist ein neuer Rekordwert für solche Papiere.

Zwar streichen Investoren bei diesen Papieren keine Zinsgewinne ein, weil es keinen Kupon gibt. Doch im Regelfall notieren die Papiere unter 100%, so dass es einen Kursgewinn gibt. In diesem Fall lag der Kurs aber über 100% was eine negative Rendite zur Folge hat.

Zinsmarkt ist im Krisenmodus – Gefahr einer Deflation besteht

Aus dieser Auflistung an unterschiedlichen Zinsparametern wird eins deutlich: Die Lage bei den Anleihen ist alles andere als normal. Das zeigt die Umlaufrendite eben auch ganz deutlich. Dieser Indikator ist wichtig für Sie, weil er eine klare Aussage darüber macht, was Sie in naher Zukunft bedroht: Inflation oder Deflation.

Würde eine Inflation drohen, dann müsste die Umlaufrendite und das gesamte Zinsniveau des Finanzmarktes ansteigen, weil der Markt Inflationsverluste in den Zins einpreist. Umgekehrt ist es bei einem fallenden Zinsniveau: Das zeigt Ihnen eindeutig an, dass keine großartige Inflation droht.

Im Gegenteil: Beim derzeitigen extrem tiefen Zinsniveau kann jederzeit der Finanzmarkt in eine Deflationsfalle geraten, weil zunehmend weniger Investoren überhaupt bereits sind bei so niedrigen Zinsen zu investieren.

Ich bleibe deshalb bei meiner Meinung: Die seit Jahren geschürte Inflationspanik ist pure Desinformation, um die Anleger in eine Falle zu locken.

Wer heute an Inflation glaubt, der verpulvert sein Geld oder steckt es in Immobilien, bei denen er dann leicht vom Staat in der Krise (egal ob Inflation oder Deflation) über Zwangsanleihen oder einen Lastenausgleich zur Kasse gebeten oder ganz enteignet werden kann.

Die viel größere Gefahr geht aber von der Deflation aus, die in Deutschland jedoch nur wenig bekannt ist.

26. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.