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Vorsicht vor Crash-Propheten

„Die Hausse ist zu Ende“, so startet ein aktueller Börsenbrief, der den baldigen Crash der Aktienindizes ankündigte.

Scheinbar gute Gründe für Talfahrt der Aktienkurse

Seriös und nicht reißerisch geschrieben. Gefällig zu lesen. Eine umfangreich Ausarbeitung über viele Seiten, die belegen sollte, dass und warum es in Kürze mit den Aktienindizes auf Talfahrt gehen werde.

Als Beweis dafür gab es ein Streifzug durch verschiedene Länder und Branchen. Die Geldpolitik der EZB und der US-Notenbank wurden nicht ausgespart. Ein in sich schlüssiges Konzept. Das war von Anfang Juni 2013.

Nur passende Argumente werden herangezogen

Was aber auffiel: Es wurden nur passende Argumente herangezogen. Dass es in den USA gerade eine regelrechte Energie-Revolution gibt (ich habe berichtet), die die Energiepreise dramatisch senkt, wird ignoriert. Man mag zu dem Fracking stehen wie man will (ist hier nicht das Thema), Fakt ist:

Die USA wenden es an und machen sich unabhängig vom Ölimport, schaffen Arbeitsplätze und sorgen für Ansiedlungen von Unternehmen, die von sinkenden Energiepreisen profitieren. Das wiederum sorgt für steigende Aktienkurse.

Ich glaube nicht, dass der Autor hier bewusst etwas weggelassen hat. Ich unterstelle, er hat unbewusst Scheuklappen auf.

Ortswechsel. Ein anderer Crash-Prophet.

Auch hier scheinbar logische Argumente für den Crash

In diesem Börsendienst wird der bald kommende Crash damit begründet, dass unser System an seine Grenzen stößt. Der Schwarzseher rät seinen Lesern dringend, sich auf den kommenden Crash vorzubereiten


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Dieser werde größer sein als alle zuvor. Auch hier werden scheinbar logische Wirtschaftsdaten (Kreditklemme, rückläufige Auftragseingänge etc.) als Beleg heran gezogen.

Crash-Propheten haben immer mal wieder Recht

Wenn es dann von Zeit zu Zeit abwärts an den Märkten geht, zaubern diese Crash-Propheten ihre früheren Prognosen hervor. Medien graben den besten Treffer aus und jubeln den Zufallstreffer hoch.

Da deutliche Korrekturen an den Märkten dazu gehören, wie sich Sonne und Regen abwechseln, haben die Crash-Propheten also zwangsläufig immer mal wieder Recht.

Das Problem: Sie sind pleite, bis Crash-Propheten mal Recht haben

Wo diese Zunft fatal daneben liegt, ist das Timing. Wenn Sie auf deren Ratschläge hören, sind Sie pleite, bis der Crash-Prophet richtig liegt.

Vielleicht habe Sie es nicht gemerkt. Bei dem zweiten Crash-Propheten habe ich nicht geschrieben, von wann das war. Das reiche ich gerne nach: Es war im Sommer 2009. Zur Erinnerung:

Seinerzeit pendelte der DAX um 5.000 Punkte. Danach hat er bis auf 8.500 Punkte zugelegt, ein Plus von satten 70%.

Wetten, dass dieser Crash-Prophet die Richtigkeit seiner Prognosen bejubeln wird, wenn der DAX (nur angenommen) auf 6.500 Punkte fallen sollte?

Wer aber seit dem DAX bei 5.000 oder auch 6.000 Punkten auf fallende Kurse setzt, der ist schon lange pleite.

Ja selbst wenn er endlos laufende Papiere auf fallende Märkte hält, die bei einem DAX von etwa 5.500 Punkten gekauft wurden, liegen diese noch weit im Verlust.

Deshalb mein Tipp: Achten Sie einfach überhaupt nicht auf diese chronischen Schwarzseher.

Die richtige Strategie führt zum Gewinn

Ich bin nicht blauäugig. Ich weiß, dass es Risiken im Markt gibt. Deshalb empfehle ich dringend, Investitionen in Call-Optionen mit Put-Optionen abzusichern.

Wie einfach das funktioniert habe ich auf meiner Internetseite dem Optionen-Investor im Beitrag „Die Strategie, die Ihr Depot bei jeder großen Marktbewegung in den Gewinn führt“ beschrieben.

Ein Hinweis dazu: Dort habe ich das Verhältnis Call-Optionen zu Put-Optionen mit 3:1 angegeben. Das passe ich der Marktlage an. Derzeit liegt es bei 4:1 Call-Optionen zu Put-Optionen. An der grundsätzlichen Strategie ändert das aber nichts.

Zum guten Schluss: Heute vor 80 Jahren, also am 13.05.1933, verließ der deutsche Schriftsteller und Journalist Carl Friedrich Paul Ernst diese Welt. Er hinterließ uns die Worte:

„Die Fürchterlichkeit des Kapitalismus liegt darin, dass alle Verhältnisse und alle Menschen entseelt werden, die in seinen Wirbel hineingeraten.“

Irgendwie beruhigend, dass es vor etliche Jahrzehnten schon so aussah wie heute. Das Beruhigende: Es ging weiter. Und wir hatten überwiegend gute Jahrzehnte.

Und so sehe ich auch heute, dass das scheinbar endlose Gezerre um die schon Jahre andauernde Schuldenproblematik zu einem „guten“ Ende kommt. Der Kapitalismus hat aber auch viele positive Seiten und genau diese wünsche ich Ihnen: Feine Gewinne an der Börse.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

13. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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