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Vorzugsaktien oder Stammaktien? Der große Aktiencheck!

Der Anleger hat zumeist die Qual der Wahl: Greift man zu Stammaktien, oder doch lieber zu Vorzugsaktien?

Stammaktien für institutionelle Anleger interessanter

Stammaktien sind für institutionelle Anleger die interessantere von beiden Aktiengattungen. Fonds, Banken, Pensionsfonds und Versicherungen kaufen in der Regel lieber Stammaktien, weil diese es ihnen ermöglichen, bei der Geschäfts- und Ausschüttungspolitik sowie der Besetzung des Aufsichtsrates ein Wörtchen mitzureden.

Bei angelsächsischen Großinvestoren (Fonds, Versicherungen) ist es sogar zum Teil so, dass diese laut offizieller Satzung ausschließlich Aktien mit Stimmrecht erwerben dürfen. Diese Investorengruppe fällt bei den Vorzugsaktien als Käufergruppe aus.

Vorzugsaktien für private Investoren meist profitabler

Vorzugsaktien sind dagegen für private Anleger oft die profitablere Gattung: Ihr Stimmrecht fällt in Anbetracht der hohen Zahl ausgegebener Aktien ohnehin kaum ins Gewicht – dazu haben Privatanleger einfach zu wenige Aktien im Depot.

Die finanzielle Entschädigung für das fehlende Stimmrecht (die höhere Dividende) ist dagegen hoch willkommen.Warum manche Unternehmen überhaupt verschiedene Aktiengattungen emittieren.

Die Aufteilung in Stämme und Vorzüge finden Sie vorwiegend bei Aktiengesellschaften, die einst vollständig und aktuell womöglich immer noch größtenteils im Familienbesitz waren und sind.

Mit der Ausgabe von Vorzugsaktien kann die Eigentümerfamilie an der Börse Kapital einsammeln, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass ihr Einfluss schwindet. Solange die Mehrheit der Stammaktien in ihrem Besitz bleibt, kann ihnen niemand das Sagen im Unternehmen streitig machen.


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Ausgabe von Stammaktien und Vorzugsaktien nur in Deutschland

Eine deutsche Besonderheit: Die Ausgabe der beiden Aktiengattungen (Stamm- und Vorzugsaktien) finden Sie fast nur in Deutschland. Im Ausland gibt es diese Unterscheidung häufig nicht.

Für deutsche Anleger ist das aber ein Glücksfall. Denn sie können strategisch von der gezielten Auswahl von Stämmen beziehungsweise Vorzügen profitieren.

Stammaktien und Vorzugsaktien bei einigen Unternehmen

Nicht alle Unternehmen haben Stamm- und Vorzugsaktien emittiert, aber einige.

Die Kurse von Stamm- und Vorzugsaktien weichen zum Teil sehr stark voneinander ab. Eine Differenz von 50% ist keine Seltenheit – und das, obwohl Stamm- und Vorzugsaktien den gleichen Anteil am jeweiligen Unternehmen repräsentieren.

Kurs von Stammaktien etwas höher

Eigentlich dürfte der Kurs der Stammaktien nur etwas höher liegen als der von Vorzugsaktien – ein Aufschlag für das vorhandene Stimmrecht. Tatsächlich aber sind die Differenzen riesig. Warum ist das so? Um diese Frage zu beantworten, lohnt es sich, die Angebots- und Nachfragesituation der einzelnen Aktiengattungen einmal näher zu beleuchten.

Stammaktien sind besonders gefragt …

  • … während eines Übernahmekampfes (Grund: Alle Beteiligten versuchen dann, die Mehrheit der Stimmrechte auf sich zu vereinigen und somit den Übernahmekampf für sich zu entscheiden. Dazu kommen Spekulanten, die die Stammaktien kaufen und darauf setzen, dass die Nachfrage steigt.)
  • … als Mitglied eines Börsenindex (Grund: Fonds und institutionelle Anleger kaufen bevorzugt Indexmitglieder. Viele sind sogar laut ihren Anlagegrundsätzen auf die Mitglieder bestimmter Indizes beschränkt.) 

Vorzugsaktien sind dagegen besonders gefragt …

  • … als Mitglied eines Börsenindex (Begründung: siehe oben)
  • … als Investments mit besonders guter Dividende
  • … nach einer bereits vollzogenen Unternehmensübernahme (denn im Prinzip repräsentieren sie gleich viel Grundkapital wie die Stammaktien desselben Unternehmens.Folglich entwickeln sich Stamm- und Vorzugsaktien nach Ende des Übernahmekampfes wieder aufeinander zu: Die Kurse der Vorzugsaktien steigen Richtung Übernahmeangebot Stammaktie.)
  • … bei einem Squeeze-out.

13. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.