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VW-Aktie wegen Machtkampf tiefrot

Mit einem leichten Dämpfer ist der Dax in die neue Handelswoche gestartet. Unterm Strich schloss der Leitindex 0,3 Prozent schwächer bei 12.339 Zählern.

Grund waren vor allem schwache Exportzahlen aus China. Dort geriet die Konjunktur zuletzt ins Stocken. Die Ausfuhren gingen im März um 15 Prozent zurück, während Beobachter mit einem Plus von 12 Prozent gerechnet hatten.

Das Reich der Mitte gilt nach wie vor als Konjunkturlokomotive der Welt, auch wenn die Wachstumsraten in den vergangenen Jahren etwas schwächer ausfielen und „nur noch“ bei etwa 7 Prozent lagen.

Auch die anlaufende Bilanzsaison in den USA gibt manchem Anleger Anlass zu Sorgenfalten. Es wird befürchtet, dass viele Unternehmen die Erwartungen nicht erfüllen können. Ein Indiz hierfür war die schwache Arbeitsmarktentwicklung im vergangenen Monat.


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VW-Aktie wegen Machtkampf unter Verkaufsdruck

Bei den Einzelwerten gerieten fast zwei Drittel der Dax-Konzerne unter Verkaufsdruck. Besonders allergisch reagierten die Aktionäre auf den neuerlichen Machtkampf an der Volkswagen-Spitze.

Aufsichtsratschef Ferdinand Piech hatte sich öffentlich vom Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn distanziert, dessen Vertragsverlängerung über 2016 hinaus eigentlich ausgemachte Sache zu sein schien.

Nun aber kippt die Stimmung. Wolfgang Porsche ging seinerseits auf Distanz zu den Aussagen Piechs und stellte sich somit hinter Winterkorn, ebenso wie die Arbeitnehmervertreter. Für solche Verwerfungen zeigten Anleger wenig Verständnis. Sie straften die VW-Vorzugsaktie ab, die am Montag mit einem Abschlag von 1,8 Prozent auf dem letzten Platz im Dax landete.

Energie- und Bankwerte gefragt

Auch die anderen Autowerte liefen nicht gut. Continental und BMW gehörten mit Verlusten von 1,2 beziehungsweise 0,9 Prozent ebenfalls zu den schwächsten Werten im Leitindex. Daimler kam mit einem Minus von 0,5 Prozent etwas besser davon.

Die zuletzt oft verkauften Energiewerte konnten hingegen etwas Boden gut machen. Eon schaffte den Sprung auf Rang zwei mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent. Die Papiere von Konkurrent RWE verteuerten sich im schwachen Umfeld um immerhin 0,2 Prozent.

Die Dax-Spitze eroberte ThyssenKrupp mit einem Plus von 1,2 Prozent. Auch Bankentitel waren gefragt. Die Commerzbank-Aktie stieg um 0,6 Prozent, der Kurs der Deutschen Bank um 0,3 Prozent.

Zurückhaltung vor EZB-Sitzung am Mittwoch

Zurückhaltung herrschte am Parkett auch wegen der am Mittwoch anstehenden Ratssitzung der Europäischen Zentralbank. Dort dürften weitere Details hinsichtlich des laufenden QE-Programms bekanntgegeben werden.

Viele Börsianer rechnen daher auch für Dienstag mit tendenziell geringen Sprüngen im Dax, stattdessen würden viele Anleger an der Seitenlinie verharren und auf neue EZB-Signale warten. Angesichts der jüngsten Höchststände des Leitindex will sich offenbar niemand zu weit aus dem Fenster lehnen.

14. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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