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Wachsende Stahlnachfrage in Europa

Der „Superzyklus“ im Rohstoffsektor – gemeint ist die positive Entwicklung der Rohstoffpreise über einen Zeitraum von mehreren Jahren – wurde mit Ausbruch der Finanzkrise jäh unterbrochen.

In der Stahlbranche mehren sich jetzt aber die Anzeichen für ein Ende der jahrelangen Durststrecke. Der Chef des Branchenprimus ArcelorMittal prophezeit für 2014 die Trendwende und wieder steigende Ergebnisse. Das ist auch bitternötig, denn noch schreibt der Konzern tiefrote Zahlen. Da Europa inzwischen aus der Rezession kommt, sollte die Stahlnachfrage wieder steigen. Nach Einschätzung des Konzerns dürfte weltweit die Nachfrage nach Eisen und Stahl anziehen.

Erwartet wird, dass der Verbrauch im laufenden Jahr um 3,5 bis 4% steigt. Stahlaktien könnten vom Aufschwung in Europa und der anziehenden Weltkonjunktur besonders stark profitieren.


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Überkapazitäten belasten

Zuletzt hatten Überkapazitäten in Europa den Stahlkonzernen zu schaffen gemacht. Zwar ist die Zahl der Anbieter in Europa in den letzten 20 Jahren schon von 26 auf acht geschrumpft. Trotzdem gibt es noch immer zu viele Hochöfen. Experten sprechen von 25% zu viel Produktionsvolumen allein in Europa, bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist sogar von über einem Drittel die Rede. Diese Überkapazitäten haben Auswirkungen auf die Preise.

Zusätzlich überschwemmten Importe aus Drittländern zu Tiefstpreisen den Markt. Und die Kunden wissen ganz genau, was bei den Preisverhandlungen machbar ist. Um den Überhang zu beseitigen und dadurch den Preisdruck zu lindern, müssten gleich mehrere Fabriken schließen, die Rede ist von mindestens zehn.

Hoffnung für Thyssen und Salzgitter

Die positiven Nachrichten von ArcelorMittal machen Hoffnung, dass es auch bei ThyssenKrupp und Salzgitter aufwärts geht. Die angeschlagenen Konzerne stecken ebenfalls tief in der Verlustzone. Im Herbst hatte Thyssen sein Werk in den USA an Arcelor- Mittal abgestoßen.

Die Stahlindustrie ist schon eine besondere Branche, denn steht eine Hütte zur Disposition, ruft das sofort die Politik auf den Plan. In Nordrhein- Westfalen will die Landesregierung eine Zerschlagung des Traditionshauses ThyssenKrupp vermeiden. Sie reagiert damit auf Gerüchte um eine Abspaltung der Sparte Steel Europe im Zuge des Konzernumbaus.

In Niedersachsen kommt für den Ministerpräsidenten eine Schließung des Salzgitter-Werks in Peine „nicht infrage“. Und das sind keine leeren Versprechungen, denn Niedersachsen besitzt 26,5% der Anteile an Salzgitter und damit eine Sperrminorität. Die massiven Stellenstreichungen wird die Landesregierung wohl oder übel mittragen müssen.

Das meint die Börse

Der Lichtblick für die Stahlkocher hat sich an der Börse bisher unterschiedlich ausgewirkt. Der Spitzenreiter mit knapp 15% Kurszuwachs seit Anfang des Jahres ist Europas größter Stahlhändler Klöckner & Co. Der Konzern profitiert offensichtlich davon, dass er selbst kein Stahl produziert. Er muss aber seine Lagerbestände unter Kontrolle haben, sonst drohen erneut hohe Abschreibungen auf Altbestände. Aber auch ThyssenKrupp konnte mit einem Kursplus von 13% aufwarten.

Salzgitter traut man den Restrukturierungserfolg noch nicht zu. Immerhin wurde der Abwärtstrend gestoppt. Mit teilweise zweistelligen Kursrückgängen sieht es bei den Stahlproduzenten in Übersee bislang düster aus.

17. März 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.