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Währungsanlage als Langfristvorsorge? Krone als Spekulationsobjekt

Mehrfach haben wir an dieser Stelle in den vergangenen Jahren vor Währungsspekulationen gewarnt.

Die Langfristvorsorge kann unter diesem Aspekt fast nur leiden, da die Währungen vielleicht gegeneinander mal gewinnen können, aber nicht als Kaufkrafterhalt dienen.

Jetzt kommt mal wieder ein spekulatives Wertpapier auf den Markt – und soll laut Magazin-Angaben sicher sein. Wir warnen ausdrücklich.

27. März: Starttag für das nächste Drama

Am 27. März soll eine neue Anleihe der Royal Bank of Scotland Investoren retten. Dabei geht es um die Spekulation auf eine starke norwegische Krone.


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Im Kern würden Sie bei einer Investition einen Betrag von 10.000 Kronen zahlen und in fünf Jahren zurückerhalten – sogar als „Garantie“. Dazu gibt es jährlich einen Mindestzinssatz in Höhe von fünf Prozent.

Dieser Mindestzinssatz orientiert sich am Interbankensatz in Norwegen, der für Kredite zwischen norwegischen Banken gilt. Da diese Zinsen nicht kalkulierbar sind, brauchen Sie damit nicht zu spekulieren (sind die Zinsen wesentlich höher, würden in der Regel auch die Preise deutlich gestiegen sein – so dass der „Mehreffekt“ quasi Null wäre).

Aber: diese 4% sollen laut redaktionellen Magazin-Beiträgen ein „Puffer“ gegen Währungsverluste sein. Aus unserer Sicht ist dieses Argument lächerlich bis gefährlich.

Prüfung: Wertentwicklung der Krone

In aller Regel kann kein Investor innerhalb kurzer Zeit angeben, wie sich die Krone entwickelt hat Deutliches Anzeichen dafür, wie gut unsere Kenntnisse zur norwegischen Krone sind. Das heißt kurz gesagt:

Sie müssten auf eine Währung setzen, die Ihnen fast unbekannt ist. Die Einflussfaktoren auch auf die norwegische Krone aber sind vielfältig:

  • Je nachdem, wie etwa die chinesische Zentralbank ihre Dollars verwendet, werden sich andere Währungen auf- oder abwärts entwickeln. 3 Billionen US-Dollar sind im Spiel.
  • Auch die Entwicklung des Ölpreises und der Anbieterstruktur ist entscheidend: Würden etwa die Anbieter mehr Öl auf den Markt bringen, ist die Nachfrage nach norwegischen Reserven und damit auch nach der Währung deutlich geringer.
  • Niemand weiß, wie Hedge-Fonds sich bei einer starken norwegischen Krone verhalten werden. Short-Spekulationen gegen eine starke Währungen haben bereits George Soros (gegen das britische Pfund) reich und berühmt werden lassen.

Mit anderen Worten: Währungsspekulationen sind in jeder Hinsicht für und gegen jede Währung langfristig zu riskant. Investitionen über fünf Jahre können zu starken Währungsgewinnen führen, die gleichzeitig bezogen auf die Kaufkraft sogar Verluste sein könnten.

Schutz vor Währungsverlusten gibt es nicht – jedenfalls nicht zu 100%. Am wahrscheinlichsten ist angesichts der hohen Bestände der Zentralbanken weiterhin eine „Ersatzwährung“ Gold. Sichern Sie sich daher – wenn Sie langfristig auf eine starke Währung setzen, mit Gold ab.

Am besten sind physische Bestände in eigenen Barren oder Münzen. Danach folgen Goldvermögen, auf die Sie rechtlich Zugriff haben – etwa beim ETC-“Zertifikat“ „XetraGold“. Alle sonstigen Derivate wie Discounter oder Hebelzertifikate sind beim Thema Gold in dem Sinne falsch, dass sie keine Währung darstellen.

Die nächste Alternative bleibt daher Silber – in derselben Reihenfolge: Barren/Münzen und dann ETCs.

8. März 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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