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Währungsfehler Nr. 5: Bretton Woods und das britische Pfund

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die USA bereits zwei Drittel der Weltgoldvorräte und konnte als einzige Handelsnation durch die heile Wirtschaft im großen Stil exportieren, weshalb sich ein Exportüberschuss entwickelte.

Entsprechend entwickelte sich bei den anderen Staaten ein Handelsbilanzdefizit. Daraus entstand bei ihnen ein Mangel an US-Dollars.

Durch den Marshall Plan wurde das Defizit teilweise ausgeglichen. 1950 wurde als Ergänzung dazu in Europa die Europäische Zahlungsunion EZU gegründet, die den Zahlungsverkehr beschleunigen sollte.

Dadurch gab es 1955 weltweit zwei Konvertibilitätsgebiete: Europa mit der EZU und dem britischen Pfund und das auf dem US-Dollar basierende.


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Dabei blieb der US-Dollar die Leitwährung, weil sich das britische Pfund dagegen nicht durchsetzen konnte und durch Leistungsbilanzdefizite ständig unter Druck war. So kam es zu einer Abwertung des Pfundes gegenüber dem Dollar, was das europäische Leistungsbilanzdefizit verkleinerte.

Währungsfehler – Bretton Woods System

Erst danach und nach dem Aufbau von Devisenreserven durch die Notenbanken wurde 1958 das Bretton Woods System mit der vollen Konvertibilität der Währungen eingeführt.

Wie negativ sich Bretton Woods auf eine nicht bereite Wirtschaft auswirkte, zeigt das Beispiel England.

Obwohl die englische Wirtschaft nach dem Weltkrieg sehr schwach war, setzte England bereits 1947 die volle Konvertibilität des Pfundes um, da dies Teil einer Vereinbarung mit den USA gewesen war, unter der England einen Kredit über 3,75 Milliarden Dollar erhielt.

Durch die festen Wechselkurse und der vollen Konvertibilität kam es schnell zu einer Kapitalflucht in den attraktiveren Dollar – das Leistungsbilanzdefizit vergrößerte sich immer damit weiter.

Spekulationen gegen die englische Währung

Es kam zu immer weiteren Spekulationen gegen die englische Währung. Um den Wechselkurs zu halten, musste die englische Notenbank intervenieren und britisches Pfund gegen Dollar aufkaufen.

Dabei gingen zwei Drittel der britischen Währungsreserven verloren. Nach nur 6 Wochen Konvertibilität wurde diese wieder ausgesetzt und Kapitalmarktkontrollen eingeführt.

Dies war der Grund, warum die Forderungen von Bretton Woods nach voller Konvertibilität bei festen Wechselkursen erst viel später als geplant umgesetzt wurden.

Warum die großen Währungen im Bretton Woods System immer stärker unter Druck kamen, lesen Sie in der nächsten Folge dieser Serie.

16. Juni 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.