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Währungsreform Europa: Kommt die DM wieder?

Der Euro kriselt immer heftiger und nicht nur der Austritt einzelner Staaten wird mehr und mehr zum Thema.

Auch Ideen einer Rückkehr zur alten Währung, der D-Mark, sind seit einiger Zeit im Umlauf.

Das Ende des Euros?

Unter Finanzexperten gilt der Zusammenbruch der Eurozone nicht erst seit gestern als ernstzunehmendes Szenario.

So schreibt zum Beispiel der Finanzkenner Bob Chapman:

“Der Traum von Europa als Zentrum der Neuen Weltordnung hat sich ausgeträumt. Es sieht ganz danach aus, als würde sich Deutschland nun darauf vorbereiten, sich selbst zu retten, ein Umstand, auf den wir bereits vor sechs Monaten hingewiesen haben. Jedes Land wird dann auf sich alleine gestellt sein. So stellt sich die Situation wirklich dar.“

Zuerst waren es nur einige wenige, die sich überhaupt trauten, solche Gedanken zuzulassen.

Doch mittlerweile beschäftigen sich auch immer mehr Topmanager und Vermögensberater mit der Frage nach einer Währungsreform in Europa.

Doch was dem einen als wahrer Wunschtraum erscheinen mag, ist für den anderen eine blanke Horrorvorstellung.

Kommt die D-Mark wieder?

Führende Ökonomen rechnen für den theoretischen Fall einer D-Mark-Wiedereinführung jedenfalls mit einer wirtschaftlichen Katastrophe.


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Denn: Ein Austritt von zum Beispiel Deutschland aus dem EU-System ist nicht so einfach wie es vielleicht klingt.

Binnen kürzester Zeit würde eine neue D-Mark gegenüber den Nachbarwährungen stark aufwerten, ganz ähnlich wie zuletzt beim Schweizer Franken erlebt.

Analysten gehen von einem kurzfristigen Kursanstieg um 15 bis 20 Prozent aus.

Langfristige Modelle sehen die Mark sogar um bis zu 50 Prozent steigen. Dadurch würden sich deutsche Waren im Ausland drastisch verteuern.

Die deutschen Unternehmen hätten nun zwei Möglichkeiten. Sie könnten die Preise senken oder weniger produzieren.

Beides würde besonders mittelständische Firmen zwingen, an allen Ecken einzusparen, oder Rote Zahlen zu schreiben.

Währungsreform Europa: Ein Schock für die Banken

Aber nicht nur die mittelständische Privatwirtschaft sieht sich von einem möglichen Ende des Euro-Systems bedroht.

Auch das Bankensystem sehen Experten einem extremen Schock ausgesetzt.

Falls der Euro-Raum zerbrechen würde, käme auch die Kreditvergabe zum Erliegen, heißt es.

Als Grund nennen Beobachter das Misstrauen, dass sich unter den Banken in den unterschiedlichen Ländern verstärken würde.

In Länder weicher Währungen würde erst einmal kein Geld fließen. Eine solche Währungsreform in Europa würde also nicht nur die staatlichen Finanzen komplett einfrieren, sondern wohl auch die privaten.

Und damit nicht genug der gravierenden Auswirkungen.

Kaum ein Land könnte es sich angesichts der Schuldenstände leisten, seiner Wirtschaft mit neuen Konjunkturpaketen unter die Arme zu greifen.

Deutschlands größte Handelspartner würden beginnen zu wackeln.

Dann würden nicht nur unseren früheren Schuldenbrüdern an der Euro-Peripherie harte Zeiten bevorstehen.

Harte Jahre drohten auch den Deutschen, weil die Arbeitnehmer den Gürtel enger schnallen müssten, um verloren gegangene Wettbewerbsvorteile zu kompensieren.

Die Wahrscheinlichkeit wäre dann groß, dass die Euro-Zone zu einer Inflationsgemeinschaft verkommt, die sich über eine höhere Geldentwertung ihrer Schulden entledigt.

Damit würde die EZB auch den Rest ihrer Glaubwürdigkeit verspielen.

Mehr zum Thema: DM vs. Euro – Kommt bald eine Währungsreform?

6. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.