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Währungsreform: was passiert mit spanischen Anleihen in Ihren Depots?

Ein Nutzer unserer Seiten stellte vor wenigen Tagen eine hochinteressante Anfrage.

Als Eigentümer spanischer Anleihen – in seinem deutschen Depot – fürchtet er sich, denn:

Sollte es zu einer Währungsreform innerhalb der Eurozone kommen, steht die Frage im Raum, wie es mit seinen Anleihen weitergeht. Diese stellen nunmehr ein echtes Renditerisiko dar, meinen auch wir. Denn die Regelung zu Währungsreformen ist variabel – es gibt keine Vorschriften, sondern nur historische Vorbilder und Überlegungen.

Konkret: Wenn der spanische Staat aus der Eurozone ausscheiden würde oder beschließt, eine eigene Währung einzuführen – etwa den „Weicheuro“ – sind Investoren im Grunde in der Hand der spanischen (hier nur als Beispiel) Regierung. Denn der Staat wrd hoheitlich darüber befinden, wie Konten und Währungen, wie Verträge und Schulden bewertet werden.


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In der Hand des Staates

Sollte der Staat beispielsweise befinden, dass über eine kleine Grundsumme hinaus Verbindlichkeiten im Verhältnis 1:2 oder 1:10 umgestellt werden, dann trifft dies auch die Gläubiger von spanischen Anleihen. Also auch jene Gläubiger, die spanischen Unternehmen Geld geliehen haben.

Denn diese Unternehmen unterliegen in der Regel spanischem Recht und damit auch den Anweisungen des Staates. Klagen – und dies ist historisch neu – dürften sich eventuell beim europäischen Gerichtshof lohnen. Doch:

  • Wenn ein Euro-Austritt rechtlich verbindlich und in rechtlich akzeptiertem Rahmen abläuft, sind Klagen fast aussichtslos. Denn dann würde auch die Währungshoheit zurück auf den – hier spanischen – Staat gehen.
  • Vielmehr ist die Frage, ob Sie sich als Investor vorab bereits schützen können. So wäre es möglich, dass diese Situation bereits in den Anleihebedingungen behandelt wird. Diese können Sie spätestens über Ihre Bank in Erfahrung bringen.
  • Oder Sie könnten sich darauf berufen, von Banken nicht hinreichend auf das Risiko hingewiesen worden zu sein. Allerdings wird es aus juristischer Sicht hier bereits heikel. Denn keine Bank und kein Unternehmen kann eine nicht geregelte Währungsreform vorab voraussehen oder berücksichtigen.
  • Allenfalls ein Risikohinweis wäre eventuell angebracht, wobei sich dann die Frage stellt, wer genau dieses Risiko dann tragen muss. Erfahrungsgemäß Investoren, da die Institutionen solche Ereignisse außerhalb ihres Einflussbereiches nicht unter Gewalt haben.
  • Deshalb spielt es auch keine Rolle, wo etwa diese Anleihen gehalten werden – auf deutschen Depots etwa, oder wo sie gehandelt werden. Dies kann theoretisch an jeder Börse der Welt geschehen, die den Titel zum Handel zugelassen hat. Spanische – hier als Beispiel – Unternehmen unterliegen spanischem Hoheitsrecht.

GeVestor meint: Ein weiterer Grund, heikle Unternehmensanleihen – vor allem aus dem Ausland – nicht zu erwerben. Eine ähnliche Entwicklung Richtung Währungsreform und Renditerisiko ist allerdings auch in Deutschland möglich. Sachwerte wie Aktien sind daher die bessere Investition.

Ihr GeVestor-Team..

3. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.