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Wahrscheinliches DAX 30-Korrekturziel: 10.800 Punkte

Der DAX 30 hat in jeder der zurückliegenden 10 Wochen jeweils höher geschlossen und dabei eine Wegstrecke von 2.837 Punkten zurückgelegt. Korrektur? Bislang Fehlanzeige!

Immerhin hat der deutsche Leitindex das am Montag vergangener Woche erreichte Top bei 12.219 Punkten bis dato nicht ausbauen können. Das spricht dafür, dass Sie sich nun auf eine – mehr als notwendige – Korrektur, mindestens aber eine Konsolidierung einrichten können.

Kurz und heftig oder lang und sanft?

Falls Sie sich fragen, worin der Unterschied zwischen Korrektur und Konsolidierung besteht: Bei einer Korrektur setzen die Kurse deutlich sichtbar zurück, bevor es wieder aufwärts geht. Eine Korrektur kann daher in relativ kurzer Zeit „abgearbeitet“ werden.

Eine Konsolidierung ist hingegen eher eine „Korrektur in der Zeit“: Die Kurse driften sanft und in Gestalt einer Pendelbewegung über einen längeren Zeitraum abwärts.

Welche Form des Rücksetzers sich letztlich ergeben wird, ist offen. Immerhin bietet uns die Charttechnik mit den Fibonacci-Korrekturzielen eine Möglichkeit, mögliche Ziel-Niveaus auszuloten.

In meinem gestrigen Beitrag hatte ich Ihnen den italienischen Mathematiker Leonardo da Pisa, genannt Fibonacci, vorgestellt, auf den die Korrekturziel-Projektion zurück geht. Dieser Rechenmeister des Mittelalters hat eine Zahlenfolge entdeckt, aus der sich die Ergebnisse bei Division einzelner Glieder konstanten Relationen annähern.

Fibonacci-Korrekturziele

Schlaue Menschen haben entdeckt, dass sich die aus der Zahlenfolge ergebenden Relationen häufig in Charts als Korrekturverhältnisse wiederfinden.

Die in der Charttechnik gebräuchlichsten Korrekturverhältnisse sind 23,6%, 38,2%, 50,0%, 61,8% und 76,4%. Im Chart nutzen wir diese Proportionen, um sie mit nahe liegenden Unterstützungs- oder Widerstands-Niveaus abzugleichen. Denn:

Wenn Kurse in der Vergangenheit schon einmal auf derartigen Niveaus „ausgebremst“ wurden, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dies bei einem Rücksetzer ein weiteres Mal geschieht.

Punktlandung im Dezember 2014

Dazu werden die Fibonacci-Korrekturziele quasi in den Chart projiziert. Schauen wir uns das einmal gemeinsam in dem folgenden DAX 30-Chart an:

dax 30 mit fibonacci-korrekturzielen-25-03-2015

DAX 30 mit Fibonacci-Korrekturzielen: Punktlandung im Dezember 2014

Wir betrachten zunächst den Anstieg von Mitte Oktober bis Anfang Dezember 2014, der ähnlich stürmisch und ohne jegliche Korrektur verlief. Der Rücksetzer folgte dann im Anschluss und endete am 16. Dezember bei 9.219,05.

Damit wurde der vorhergehende Anstieg von 1.739 Punkten um ziemlich genau -50% korrigiert. Wie Sie sehen, lag die Fibonacci-Projektion für eine 50%-Korrektur bei 9.224. Und wie Sie ebenfalls unschwer erkennen, hatte der DAX 30 auf diesem Niveau im November bereits eine erste Unterstützung ausgeprägt. Erstaunlich, nicht wahr?

Aktuelle Fibonacci-Projektion

Betrachten wir nun im folgenden Chart die aktuelle Fibonacci-Projektion:

dax 30 mit fibonacci-Projektionen-25-03-2015

DAX 30 mit den aktuellen Fibonacci-Projektionen

Aus dieser Projektion ergeben sich 2 wahrscheinliche Korrekturziele: 11.549 sowie 10.800 Punkte. Warum?

Auf diesen Niveaus hatte der DAX 30 bei seinem Anstieg jeweils einen Widerstand ausgebildet. Um die Marke 11.549 pendelte der Leitindex 4 Handelstage lang in einer engen Kursspanne.

Um die Marke 10.800 liegen 6 Tageshochs sowie 3 Tagestiefs. Aus diesem Grund hat die 50%-Korrektur des Anstiegs für mich die höchste Relevanz.

Fazit

Die Wahrscheinlichkeit, dass der DAX 30 in den kommenden Wochen etwa 50% seines Anstieges seit dem 6. Januar korrigiert, ist relativ hoch. Das entspräche einem Rücksetzer auf das Niveau von 10.800 Punkten.

Die Tatsache, dass der Leitindex hier schon beim Anstieg einen Widerstand ausgebildet hat, stützt diese Einschätzung.

Wohlgemerkt: Es gibt keine Garantie, dass der DAX 30 einen Rücksetzer macht und dieser bei rund 10.800 Punkten enden wird. Ein neues Top in den nächsten Tagen würde die hier vorgestellte Fibonacci-Projektion hinfällig machen.

Doch in der Charttechnik geht es ohnehin immer nur um Wahrscheinlichkeiten. Und dabei kann Ihnen der gute alte Fibonacci wertvolle Hilfe leisten.

25. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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