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Wall Street: Eine schlechte Nachricht, die in Wahrheit eine gute ist

Manchmal sind schlechte Nachrichten gar nicht so übel, wie es auf den ersten Blick erscheint. Wenn man genauer hinschaut, bieten Sie Ihnen sogar unerwartete Investment-Chancen.

So beginnt an der Wall Street heute die 3. Quartalsberichts-Saison im laufenden Jahr.

Kurz vor der Markteröffnung in New York wird traditionell der Aluminium-Konzern Alcoa (Ticker: AA) über den Verlauf des 3. Jahresviertels berichten.

Am Freitagabend nach Handelsschluss werden die ersten 52 Quartals-Ergebnisse vorliegen.

Ab dem kommenden Montag geht es dann in die Vollen: Es folgen pro Woche 308, 881, 1.447 und 496 berichtende US-Aktiengesellschaften.

Wenn also am 8. November die / der neue US-Präsident(in) gewählt wird, wissen wir spätestens, in welche Richtung sich die Unternehmens-Ergebnisse des vorletzten Jahresviertels entwickelt haben.

Am 8. November wird nicht nur gewählt

Natürlich glauben die vielen US-Analysten schon im Vorfeld die Tendenz der anstehenden Quartalsberichts-Saison zu kennen, womit wir zu der schlechten Nachricht kommen:


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Die Quartals-Gewinne sollen nach ihren Prognosen zum 6. Mal in Folge rückläufig sein. Das klingt für Sie gewiss sehr viel schlechter, als es in Wahrheit ist.

Denn: Der von den Experten erwartete Rückgang um durchschnittlich -2,9% (gegenüber dem entsprechenden Vorjahres-Zeitraum) ist die niedrigste Prognose der hinter uns liegenden 6 Quartale:

Für das 2. Jahresviertel beispielsweise war zum gleichen Zeitpunkt ein Minus von -6,2% prognostiziert worden – am Ende wurden es nur -2,8%.

2 Argumente für eine erfreuliche Quartalsberichts-Saison

Und damit haben Sie gleich 2 positive Argumente, warum die schlechte Nachricht eigentlich eine gute ist:

  • Die Gewinn-Rückgänge erreichten im 1. Quartal dieses Jahres ihren Boden. Für das 3. Jahresviertel wird tatsächlich also die 2. Verbesserung in Folge erwartet.
  • Die Analysten haben mit ihren Schätzungen in den zurückliegenden Quartalen regelmäßig zu tief gestapelt. Mit ein wenig Glück könnte am Ende also sogar ein hauchdünnes, positives durchschnittliches Gewinn-Wachstum stehen.

… und noch 2 Gründe

Doch es gibt noch weitere Argumente, die Grund für Optimismus bieten:

  • Für ein knapp positives Gewinn-Wachstum als Endresultat spricht, dass die Experten zugleich einen durchschnittlichen Umsatz-Anstieg um +1,0% erwarten.
  • Der wohl wichtigste Aspekt ist indes, dass das durchschnittliche Gewinn-Wachstum seit dem Sommer 2014 maßgeblich vom extrem schwachen Energie-Sektor (aufgrund des Ölpreis-Verfalls um -73%!) nach unten gezogen wird:

Eliminiert man nämlich die erneut schwachen Erwartungen dieser Branche, dann bleibt für die 500 Aktien des S&P 500 ein durchschnittliches (erwartetes) Gewinnplus von +0,3%!

Die Quartalszahlen sind mithin schon seit längerem für die Masse der US-Aktiengesellschaften gar nicht so schlecht, wie uns die durchschnittlichen Resultate glauben machen.

Der nachfolgende Wochenchart dokumentiert, wie sich übel sich der Energie-Sektor im Vergleich zum S&P 500 seit dem Ölpreis-Verfall entwickelt hat:

vergleich-sp500-oelpreis-energiesektor_11-10-2016

Vergleich S&P 500, Ölpreis und Energie-Sektor

Fazit

Die heute startende Quartalsberichts-Saison in den USA könnte somit für viele Marktteilnehmer eine faustdicke Überraschung bringen:

Während die Analysten den 6. Gewinn-Rückgang in Serie erwarten, könnte am Ende – trotz eines erneut schwachen Energie-Sektors – eine schwarze 0 stehen.

Dafür sprechen die ohnehin regelmäßig zu negative Einschätzung der Experten, sowie ein erwarteter durchschnittlicher Umsatz-Anstieg um +1,0%.

11. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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