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Warnung: Machen Sie keine Geschäfte mit Betrügern

Die folgenden Schlagzeilen konnten Sie in den letzten Tagen in renommierten Medien lesen:

„Zins-Manipulation: Deutscher Bank droht hohe Strafe. Noch in diesem Jahr will sich die EU-Kommission mit der Deutschen Bank auf eine Strafe in dreistelliger Millionenhöhe verständigen.“

„Weit mehr als 100 Milliarden Dollar Buße haben Banken gezahlt. Und noch längst ist nicht alles ausgestanden.“

„Banken: Milliardenstrafe im US-Hypothekengeschäft?“

„Die Bank Sarasin steht unter Verdacht, mit fragwürdigen Geschäften auf ungerechtfertigte Steuergutschriften abgezielt zu haben.“

„Banken haben Staat um mehrere Milliarden betrogen.“

„Deutsche und ausländische Banken haben den Fiskus offenbar massiv betrogen. Die Behörden gehen von einem Schaden von weit mehr als zehn Milliarden Euro aus.“

Diese Liste erhebt (leider) bei Weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


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Ehrenrettung des „Mitarbeiters vor Ort“:

Ich bin selbst Bankkaufmann (lang, lang ist es her) und weiß um das ehrliche Bemühen des Mitarbeiters vor Ort. Und so ist meine Warnung vor Betrügern keine Verallgemeinerung. Die täte tausenden von ehrlichen Bankkaufleuten bitter Unrecht.

Trau, schau, wem

Das Problem ist aber, wenn Sie eine Bank betreten, sind Sie im Haus einer Branche, die Sie betrogen hat. Nichts anderes ist es, wenn es heißt: „Deutsche und ausländische Banken haben den Fiskus offenbar massiv betrogen.“

Denn der Fiskus ist der Verwalter unserer Steuergelder; die zahlen Sie und ich. Wird die Kasse geplündert, greift der Betrüger direkt in Ihre Geldbörse. Das ist zwar nie die Bankkaufrau oder der Bankkaufmann am Schalter. Aber schon wenn Sie zur Beratung eingeladen werden, wissen Sie nicht, mit wem genau Sie es zutun haben.

Selbst wenn der Bankkaufmann vor Ort es ehrlich mit Ihnen meint (ich unterstelle das), ist nicht gesagt, dass der von seinem Institut so informiert und geleitet wird, dass er Ihnen wirklich „das Beste“ anbietet. Leider muss man unterstellen, wer im Hause einer Betrügers (bestätigt durch milliardenschwere Bußgeldzahlungen) arbeitet, erhält auch Informationen und / oder Anweisungen, die schädlich für den Kunden sind.

Banken geben „Interessenkonflikte“ zu

Vor dem beschriebenen Hintergrund auch betrügerisch arbeitender Banken habe ich mir einen aktuellen Verkaufsprospekt einer Bank (Goldman Sachs) zu einem Optionsschein angesehen. Diese Bank ist zufällig ausgewählt. Ich bin ziemlich sicher, dass alle Banken vergleichbare Aussagen im Kleingedruckten haben. In diesem 34-seitigen Prospekt fand ich auf Seite 16 diesen Passus (gekürzt):

„Interessenkonflikte in Zusammenhang mit dem Market Making durch Goldman Sachs International: Die von dem Market-Maker gestellten Kurse können erheblich von dem fairen bzw. dem wirtschaftlich zu erwartenden Wert der Wertpapiere zum jeweiligen Zeitpunkt abweichen. Darüber hinaus kann der Market-Maker die Methodik, nach der er die gestellten Kurse festsetzt, jederzeit abändern.“

Es finden sich weitere Sauereien (sorry) dieser Art in dem Verkaufsprospekt.

Würden Sie ein Auto bei einem Händler kaufen, der sagt: Der Preis unserer Autos kann „erheblich von dem fairen bzw. dem wirtschaftlich zu erwartenden Wert“ des Autos abweichen? Außerdem kann „die Methodik, nach der wir die Preise festsetzen, jederzeit geändert werden.“

Und  das vor dem Hintergrund, dass betrügerische Geschäfte von diesem Händler aktenkundig sind? Natürlich würden Sie dort nicht kaufen.

Börse ohne Bank: Optionen statt Optionsscheine

Ich habe mein Girokonto und Tagesgeld bei der Bank und fühle mich auch gut dabei. Aber dort, wo ich ausweichen kann, gehe ich woanders hin. Ich handle keine Wertpapiere (Optionsscheine), über die mein Geschäftspartner schon schreibt, dass der Preis „erheblich von dem fairen bzw. dem wirtschaftlich zu erwartenden Wert“ abweichen kann.

„Optionen statt Optionsscheine“, so lautet die einfache Lösung.

Zum guten Schluss: Heute vor genau 100 Jahren, also am 7. November 1913, kam der Literatur-Nobel-Preisträger Albert Camus zur Welt. Er wusste zu berichten:

„Die wahre Großzügigkeit der Zukunft gegenüber besteht darin, in der Gegenwart alles zu geben.“

Die meisten Banken haben das wohl uminterpretiert in: „Die wahre Großzügigkeit der Zukunft gegenüber besteht darin, in der Gegenwart alles zu nehmen.“

Ich wünsche Ihnen, dass Sie keinem Betrüger irgendwelcher Art zum Opfer fallen und, dass Sie Ihren Lieben alles geben (und von denen viel bekommen).

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

7. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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