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Warren Buffett: „Ich hasse Inflation“

In dieser Schlussgongausgabe werde ich noch einmal über die Berkshire-Hauptversammlung berichten. Denn: Ein „neues“ Thema stand im Mittelpunkt vieler Aktionärsfragen. Das Thema Inflation und wie sich Anleger vor Inflation und Kaufkraftverlust schützen können.

Warren Buffett hat sich sehr viel Zeit für die Beantwortung dieser Fragen genommen. Ein klares Indiz dafür, dass er das Thema für sehr wichtig hält.

Den ersten Beifall kassierte Buffett für die Aussage: „Ich hasse Inflation“. Eine solche Aussage würde man sich auch vom amerikanischen Notenbank-Chef Ben Bernanke wünschen.

Die drei Anlagealternativen: Geld, Gold und produzierende Unternehmen

Buffett hat bei der ersten Inflationsfrage (warum investiert Berkshire Hathaway nicht in die Inflationsgewinner Gold und Rohstoffe?) sehr weit ausgeholt. Er wies darauf hin, dass Anleger aus seiner Sicht grundsätzlich 3 unterschiedliche Investitionsmöglichkeiten besitzen:

Zur ersten Anlageklasse gehören alle „Geld-Werte“. Dazu gehören Bargeld, Bankguthaben, Anleihen und andere Zahlungsversprechen in Geldform. Aber wie sicher ist das Geld? Buffett holte auf der Bühne einen Dollarschein aus seiner Geldbörse und las laut vor: „In god we trust“ (Wir vertrauen auf Gott).

Buffett sagte, dass dieser Satz auf den Dollarscheinen falsch sei. Korrekt müsse es heißen: Wir vertrauen der Regierung. Jede Papierwährung sei eine Wette darauf, dass die entsprechende Regierung einen guten Job erledigt.


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Anleger müssen daher, so Buffett, selbst entscheiden, ob die Regierung solide arbeitet. Wenn das nicht der Fall ist, sei diese Anlagemöglichkeit nicht die beste Wahl.

Gold – die nutzlose Anlageklasse

In der zweiten Anlageklasse sind laut Buffett die Investitionsmöglichkeiten vereint, die keinen Nutzen bringen, nichts produzieren und keine Erträge abwerfen.

Ein Musterbeispiel sei Gold. Wer Gold kauft, müsse voll und ganz darauf vertrauen, dass in 3 oder 4 Jahren ein anderer Anleger mehr dafür bezahlt. Nur so könne diese Anlageklasse Gewinne abwerfen. Für Buffett ist das eine zu unsichere Investment-Chance.

Anders beurteilt Buffett dagegen Silber, da dieses Edelmetall auch im großen Stil industriell genutzt wird und in verschiedenen Bereichen dringend gebraucht wird.

Er gab offen zu, dass er früher eine große Silber-Position besessen hat, beim Verkauf aber ein schlechtes Timing hatte und nicht den günstigsten Verkaufszeitpunkt erwischt hat.

Warren Buffett liebt die Produzenten

Buffett setzt mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway auf die dritte Anlageklasse: Die Produzenten. Das könne eine Farm sein, die Getreide und Fleisch produziert, aber auch ein Industrieunternehmen, das Güter herstellt.

Diese Unternehmen schaffen echte Werte. Ein weiterer großer Vorteil laut Buffett: Hier sei eine Berechnung der möglichen Kursgewinne und Erträge möglich. Wenn man eine Vorstellung hat, wie Umsätze und Preise zukünftig aussehen, könne man davon den Gewinn und den fairen Preis ableiten.

Daher investiert Berkshire in produzierende Unternehmen (wobei diese Aussage so nicht ganz korrekt ist, da Berkshire traditionell sehr stark in der Versicherungs- und Bankenbranche verankert ist – und diese „produzieren“ nur Finanzdienstleistungen).

Coca Cola als Schutz gegen Inflation und Dollarschwäche

Auf die Frage, ob sich Berkshire am Terminmarkt mit Short-Positionen eindeckt, um sich gegen den Dollar-Verfall zu schützen, verwies Buffett auf einen wirksameren Schutz gegen Inflation und Dollar-Schwäche: Aktien von Coca Cola.

Das Unternehmen Coca Cola verkaufe in über 200 Ländern Getränke und verfüge daher über einen interessanten Währungsmix. Der Dollar-Anteil am Umsatz werde immer geringer. Buffett muss es wissen, da Coca Cola seit Jahrzehnten zu den größten Positionen im Berkshire-Portfolio gehört.

Als weitere „Inflations-Schutz-Investition“ nannte Buffett den amerikanischen Pralinenhersteller See’s Candies. Einziger Nachteil des Unternehmen: Es sei zu klein und könne nur begrenzt wachsen.

Morgen berichte ich zum letzten Mal hier im Schlussgong von meiner USA-Reise. Thema dann: Die wirtschaftliche Lage und Stimmung in den USA.

Mehr zum Thema: Warren Buffett: Das Investment-Genie

3. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.