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Warren Buffett kauft deutschen Mittelständler

Der deutsche Leitindex DAX hat heute zum ersten Mal die Marke von 11.200 Punkten erreicht. Für einen starken Endspurt sorgte die US-Notenbank Fed. Die Zinsen werden vorerst auch in den USA nicht erhöht. Die Politik des billigen Geldes wird fortgesetzt.

Die üppig vorhandenen liquiden Mittel stützen aktuell die Übernahmewelle. Heute möchte ich aber keinen Milliarden-Deal in den Mittelpunkt stellen, sondern eine relativ kleine Übernahme, die jedoch eine starke Signalwirkung für den deutschen Markt haben könnte.

Am vergangenen Freitag habe ich Ihnen hier im „Schlussgong“ über die jüngsten Depot-Umschichtungen der US-Investmentlegende Warren Buffett und seiner Beteiligungsholding Berkshire Hathaway berichtet.

Heute berichte ich über eine weitere Transaktion von Buffett, die erst danach bekannt wurde. Zwar handelt es sich dabei um einen – für Buffetts Verhältnisse – sehr kleinen Deal, doch da Buffett erstmals bei einem deutschen Mittelständler zugeschlagen hat, könnte von dieser Aktion eine Signalwirkung ausgehen.

Das Objekt der Begierde im Kurzportrait

Bei diesem deutschen Mittelständler handelt es sich um Detlev Louis. Das Unternehmen, welches Motorradzubehör vertreibt, besteht seit mehr als 75 Jahren und hat laut eigenen Angaben mehr als 1.600 Mitarbeiter.

Das Unternehmen versendet seine Motorradjacken, -handschuhe und sonstiges Zubehör europaweit und betreibt zudem mehr als 70 Geschäfte in Deutschland und Österreich. Es macht pro Jahr 270 Mio. Euro Umsatz.


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Für 400 Mio. Euro kauft Warren Buffetts Investmentfirma Berkshire Hathaway die Detlev Louis Motorradvertriebs GmbH, ein mittelständisches Unternehmen für Motorradzubehör, das seinen Sitz in Hamburg hat.

Für Buffetts Verhältnisse ein kleiner Deal

Eine Investition in dieser Größenordnung ist an sich nicht die Kragenweite von Warren Buffett. Denn: Sein Budget bewegt sich im mittleren zweistelligen Milliardenbereich. Warum diese Investition dennoch nachvollziehbar ist, erkläre ich Ihnen jetzt.

Erstens ist es nicht das erste Mal, dass Buffett bei motorisierten Zweirädern schwach wird. Bereits im Jahr 2009 investierte Buffett 300 Mio. US-Dollar in den legendären Motarrad-Hersteller Harley Davidson und half damit dem Unternehmen.

Zweitens versteht Buffett den Deal als eine Art Türöffner für den deutschen Markt: „Nichts erregt die Aufmerksamkeit der Leute so wie ein Deal”, sagte Buffett gegenüber der „Financial Times“ „Dieses Investment ist kleiner, als etwas, das wir normalerweise tun würden, aber es ist ein Türöffner.

Ich mag es, dass wir den Code für Deutschland geknackt haben.“ Sein Signal an den deutschen Mittelstand: Ich will kaufen, wenn Geschäftsmodell und Preis stimmen.

Buffett will sich stärker auf Europa fokussieren

Nachdem sich Buffett in der Vergangenheit vor allem in den USA engagiert hat, will er sich jetzt mehr dem europäischen Markt zuwenden. „Für Berkshire Hathaway ist es das erste direkte Investment in eine mittelständische Firma in Europa“, teilte die Rechtsanwaltskanzlei Beiten Burkhardt mit, die bei dem Verkauf beriet.

Der Kauf hatte sich angekündigt. In einem Interview des US-Senders Fox Business kündigte der Milliardär bereits Anfang Februar an, kleinere Transaktionen in Westeuropa zu planen. „Wir werden wahrscheinlich ein kleines Unternehmen kaufen”, sagte er, und ergänzte, dass Berkshire gerne mehr Firmen aus aller Welt kaufen würde.

„Die USA sind meine erste Liebe – aber ich sehe super Möglichkeiten für uns in Europa“. Das sagte Warren Buffett, nachdem er am Freitag vergangener Woche den Vertrag mit Detlev Louis unterzeichnet hatte.

Fazit: Ich erwarte weitere Buffett-Deals in Europa

Nicht zuletzt die Buffett-Zitate in der aktuellen Angelegenheit verdeutlichen, dass er sich aktuell besonders für den europäischen Markt zu interessieren scheint.

Und da Buffett derartigen Ankündigungen in der Vergangenheit stets auch Taten folgen ließ, erwarte ich weitere Deals von Buffett und seiner Beteiligungsholding Berkshire Hathaway in Europa.

Buffetts neu gewecktes Interesse an europäischen Unternehmen kann ich gut verstehen. Dank der Euro-Abwertung kann der US-Investor im Euro-Raum aktuell rund 20% günstiger einkaufen als noch vor einem Jahr.

Besonders interessant dürften für Buffett europäische Unternehmen mit einer geringen Verschuldung sein. Genau diese Unternehmen stelle ich Ihnen in der aktuellen Schlussgong-Serie regelmäßig vor (zuletzt Cenit und Fuchs Petrolub).

24. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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