MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Warum der DAX nicht so stark ist, wie es auf den ersten Blick scheint

Im internationalen Vergleich schlägt sich der DAX unter den etablierten Indizes sehr gut.

Seit 1990 konnte er einen Wertzuwachs von rund 380% verzeichnen.

Zum Vergleich: Der wichtigste amerikanische Aktienindex, der S&P 500, hinkt in diesem Zeitraum in Euro umgerechnet mit einem Plus von ca. 300% den deutschen Standardwerten hinterher.

Auch die meisten anderen wichtigen internationalen Indizes können mit dem DAX nicht mithalten. Woran liegt das? Sind Unternehmen „Made In Germany“ einfach besser als der Rest der Welt?

Bitte seien Sie hier vorsichtig: Der DAX hat sich im Vergleich nicht so gut entwickelt wie es auf den ersten Blick scheint…

Eine Frage der Index-Berechnung

Grundsätzlich existieren zwei Möglichkeiten, die Wertentwicklung eines Aktienindex zu berechnen – entweder als Kurs-Index oder als Performance-Index.

Beim Kurs-Index wird lediglich die Kursentwicklung der zugrundeliegenden Aktien des Index berücksichtigt. Diese Methode wird bei fast allen wichtigen internationalen Aktienindizes angewendet.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Beim Performance-Index hingegen werden neben der Kursentwicklung der Aktien auch deren Dividenden mit einbezogen.

Es wird bei der Index-Berechnung unterstellt, dass ausgeschüttete Dividenden in den Index wieder reinvestiert werden. Diese Methode findet beim DAX Anwendung.

Zum Vergleich: Der „offizielle“ DAX (Performance-Index) hat seit Jahresanfang bis zum Ende der Vorwoche um 13,3% zugelegt. Würden wir den DAX – wie international üblich – als Kurs-Index berechnen, dann stünde ein Kursplus von „nur“ 9,6% zu Buche.

Langfristig unterscheidet sich das Ergebnis erheblich

Mit dem folgenden Chart möchte ich Ihnen verdeutlichen, wie groß der Unterschied im Ergebnis langfristig ausfällt:

DAX: Performance- und Kurs-Index

DAX_Performance-_vs_Kurs-Index

In blau sehen Sie den Verlauf des „offiziellen“ Dax als Performance-Index, in rot den Verlauf als Kurs-Index. Zur besseren Vergleichbarkeit habe ich beiden Indizes auf den Startwert 100 zu Beginn des Jahres 2000 indexiert.

Der Unterschied ist erheblich: Während der Performance-DAX mit rund 20% im Plus liegt und seine Höchststände aus den Jahren 2000 und 2007 bereits überwunden hat, liegt der Kurs-DAX mit fast 20% im Minus und damit unter seinen vorherigen Höchstständen.

Welche Schlüsse können Sie daraus für Ihre Geldanlage ziehen?

Auf den ersten Blick scheint der DAX im internationalen Vergleich mit anderen Aktienindizes eine relative Stärke aufzuweisen.

Doch der Schein trügt: Der Performance DAX legte seit 1990 zwar um 380% zu. Die Wertentwicklung reduziert sich allerdings auf ein Plus von nur 170%, wenn man den DAX als Kurs-Index berechnet.

Das sind deutlich weniger als die +300% des amerikanischen S&P 500. Würde man den S&P 500 als Performance-Index – also inkl. Dividenden – berechnen, so hätte er den DAX deutlich hinter sich gelassen.

Gerade in den USA existieren viele ausgezeichnete und innovative Unternehmen, die – anders als der exportabhängige deutsche DAX – oft nicht so sehr am Nabel der Welt-Konjunktur hängen.

Lassen Sie sich bei der Auswahl Ihrer Aktien und Aktien-ETFs also nicht von der Stärke des hier beheimateten DAX täuschen und berücksichtigen Sie auch internationale Werte, vor allem aus den USA.

9. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.