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Warum der Euro die Aktienmärkte jetzt abbremsen könnte

Bei meiner gestrigen Analyse der Goldpreis-Charttechnik hatten wir den 11. Februar 2016 als einen bedeutsamen Handelstag ausgemacht:

An diesem Tag toppte der Goldpreis bei 1.263 USD je Feinunze. Gleichzeitig markierte der DAX 30 sein Jahrestief bei 8.599 Zählern. Und der Dow Jones bildete, wie die meisten anderen US-Aktien-Indizes auch, ein Tief aus, das nah an dem ersten Tief vom 20. Januar lag.

Heute lege ich noch einen drauf: Denn auch der Euro markierte an diesem 11. Februar gegenüber dem US-Dollar ein Zwischenhoch bei 1,1377.

Schauen wir uns daher auch für das Währungspaar Euro / USD einmal die Charttechnik an. Die ist aktuell wieder richtig spannend, wie Sie gleich sehen werden:

Trend-Wende-Signal erst einmal vertagt

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Euro / USD: Trend-Wende-Signal erst einmal vertagt

In meinem Beitrag am 4. Februar hatte ich Sie auf den Ausbruch des Euro / USD aus dem seit Mai 2014 bestehenden Abwärtstrend aufmerksam gemacht. Dieser Ausbruch wurde durch das 50-Tage-Momentum bestätigt:

Dieser Indikator für Schwung und Dynamik eines Kursverlaufs war zeitgleich aus einem seit Juni 2015 gültigen Abwärtstrend nach oben ausgebüxt (gelber Kreis). Dies war eigentlich ein bedeutsames Signal:

Denn schließlich handelte es sich um einen Ausbruch aus einem übergeordneten Trend-Kanal (gestrichelte rote Linien), wie an den diversen kleineren Auf- und Abwärtstrends zu erkennen ist. Von der Signalwirkung des Ausbruchs ist inzwischen jedoch nichts mehr übrig geblieben:

Wie der blaue vertikale Balken sichtbar macht, war das 50-Tage-Momentum am Tage des Zwischenhochs (11. Februar; 1,1377) schon wieder nach unten gedreht. Mit dem anschließenden Rückgang des Euro / USD durchquerte das 50-Tage-Momentum bis vorgestern den kompletten Aufwärtstrend-Kanal (blauer Kreis).

Wenn Sie nun noch mal auf den aktuellen Verlauf des Euro / USD blicken, dann erkennen Sie, dass dieser am Mittwoch defakto auf der wichtigen Unterstützung bei 1,0810 aufgesetzt hat (grüner Kreis). Das bedeutet:

Fazit

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Euro / USD im Verlauf der nächsten Tage wieder zulegt, ist jetzt sehr hoch. Und: Der Anfang Februar noch zu sehende Aufwärtsdrang des Euro scheint auf jeden Fall vorerst unterbunden zu sein.

Somit wird sich die Seitwärts-Bewegung des Währungspaars wohl zunächst einmal innerhalb der Marken 1,0810 und 1,1470 fortsetzen. Eine Aufwärtsbewegung dürfte jedoch noch eine andere Konsequenz nach sich ziehen:

Die Aktienmärkte könnten dadurch in ihrem derzeit an den Tag gelegten Tatendrang etwas ausgebremst werden.

Dies wäre meines Erachtens aber nicht wirklich negativ: Nach den Zugewinnen der letzten 3 Wochen würde dies die Aktienmärkte mal ein wenig abkühlen.

Denn Sie wissen ja: Erholungspausen sind für solide Aufwärtstrends extrem wichtig!

3. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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