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Warum die Aktienkurse wirklich fallen

Wenn die Aktienkurse fallen, gibt es dafür nur einen wirklichen Grund: Es gibt mehr Verkäufer als Käufer. In Börsenberichte finden Sie jedoch immer – oft vorgeschobene – Begründungen, warum die Kurse gefallen sind.

Zurzeit werden immer wieder drei Punkte angeführt, die für den anhaltenden Kursrutsch verantwortlich gemacht werden: die Wachstumsschwäche in China, ein steigender Euro und natürlich der Ölpreisverfall. Ich möchte Ihnen heute meine Einschätzung zu diesen drei Belastungsfaktoren geben.

Die Börsenkrise in China ist keine Wirtschaftskrise

Was China angeht, kann ich die Sorgen nicht nachvollziehen. Die Börsenkrise in China ist keine Wirtschafts­krise. Bis Mitte 2015 war der Shanghai Composite, der chinesische Leitindex, innerhalb eines Jahres um mehr als 150% explodiert. Diese Blase ist geplatzt und nun wird die Überbewertung korrigiert. Daraus auf massive Probleme der chinesischen Wirtschaft zu schließen, ist meines Erachtens Unsinn.

Gestern sorgte die Nachricht, dass das chinesische Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 6,9% gewachsen ist, immerhin für etwas Entspannung. Dass das Wachstumstempo im Vergleich zu den vergangenen Jahren nachlässt, ist nicht neu.


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China be­findet sich im Wandel von einer stark exportgetriebenen zu einer binnenmarktorien­tierten Volkswirt­schaft. Während der Industriesektor schwächelt, geht es im Dienstleistungsbereich aufwärts. Auch der private Konsum ist dank einer immer reicher werdenden Mittelschicht im Aufwind.

Die chinesische Wirtschaft wächst weiter kräftig

Bislang peilt China für die nächsten fünf Jahre ein Wirtschaftswachstum von mindestens 6,5% pro Jahr an. Das mag etwas zu hoch gegriffen sein. Dennoch halte ich ein durchschnittli­ches Wachstum zwischen 5,5 und 6,0% für realistisch. China wird weiterhin Zuwachsraten erreichen, von denen westliche Industrieländer nur träumen können.

Das Risiko einer weltweiten Rezession ist vor diesem Hintergrund derzeit verschwindend gering. Der Inter­na­tionale Währungsfonds (IWF) erwartet für dieses Jahr ein globa­les Wirtschaftswachstum von 2,9%. Selbst wenn das Wachstum etwas geringer ausfallen sollte, sind die jüngsten Kursverwerfungen völlig übertrieben.

Der Euro bleibt tendenziell schwach

Als weiteren Belastungsfaktor haben die Medien einen steigenden Euro ausgemacht. Doch die Währung notiert gerade einmal gut vier Cents über ihrem Tief, das im vergangenen Jahr bei knapp unter 1,05 Dollar erreicht wurde. Vor einem Jahr lag der Euro aber noch bei über 1,15 Dollar.

Den Euro als Grund anzuführen, wenn der DAX fällt, ist daher für mich nicht nachvollziehbar. Während die US-Notenbank die Zinsen im Dezember leicht angehoben hat, wird die EZB auf absehbare Zeit nicht an der Zinsschraube drehen. Ein deutlich anziehender Euro ist daher unwahrscheinlich.

Ölpreisverfall wird nicht in diesem Tempo weitergehen

Bleibt der Ölpreis, der allein seit dem Jahreswechsel nochmals um bis zu 26% nachgegeben hat. Seit Mai 2015 ist der Preis der Nordseesorte Brent sogar um über 60% gefallen. Zugegeben, das Tempo des Preis­verfalls ist erschreckend. Der Grund dafür ist aber vor allem das gigantische Angebot. Es wird ge­fördert, was das Zeug hält.

Vor diesem Hintergrund ist ein schneller Anstieg beim Ölpreis zwar eher unwahrscheinlich. Gleichwohl erwarte ich nicht, dass es in diesem rasanten Tempo weiter bergab geht. Vielmehr gehe ich davon aus, dass sich der Ölpreis im Laufe der nächsten Wochen zumindest stabilisieren wird.

Kursrutsch ist überzogen

Alles in allem wird die wirtschaftliche Lage derzeit weitaus schlechter dargestellt, als sie wirklich ist. Daher halte ich das jüngste Kursdebakel für vollkommen überzogen.

Auch, weil die Stimmung unter den Anlegern in­zwi­schen auf dem Tiefpunkt angelangt ist, gehe ich davon aus, dass sich die Lage an den Aktienmärkten bald beru­higen wird. Trauen sich die Käufer wieder aus der Deckung, kann es mit den Kursen schnell wieder in die andere Richtung gehen. Panik ist daher trotz der Turbulenzen nicht angebracht.

20. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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