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Warum die Trend-Wende beim Ölpreis jetzt nahe ist

Stellen Sie sich bitte für einen Moment einmal vor, Sie wären Hersteller eines Produkts, mit dem Sie lange Zeit gutes Geld verdient haben. Doch plötzlich beginnt der Verkaufspreis Ihres Produktes zu fallen – kräftig zu fallen.

Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem gerade noch Ihre Herstellungskosten für das Produkt gedeckt werden. Profit machen Sie jetzt keinen mehr. Aber der Preis sinkt weiter.

Ab jetzt übersteigen die Herstellungskosten den von Ihnen erzielbaren Verkaufspreis für das Produkt. Sie machen Verluste. Aber der Preis für Ihr Produkt fällt noch weiter.

Bald haben Sie keine Wahl mehr: Die Herstellung des Produktes muss eingestellt werden.

So hängen Preisverfall und Angebot zusammen

Vielleicht ahnen Sie schon, auf welches Produkt ich hinaus will: Öl. Und als Hersteller dieses Produktes haben Sie in meinem fiktiven Beispiel nach Öl gebohrt.

Der Preis für das „schwarze Gold“ ist seit Juni 2014 von 115,71 USD (Brent Crude Oil-Future) auf bis zu 27,10 USD am 20. Januar 2016 gefallen.


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Und nun raten Sie mal, wann zuletzt die höchste Zahl an Öl- und Gasbohrungen weltweit gemessen wurde? Im September 2014 waren es 3.659 Bohrstellen (Quelle: Baker Hughes Inc., Worldwide Rig Count).

Im Februar des vergangenen Jahres lag dieser Wert bereits bei 2.986. Ende Februar 2016 wurde nur noch an 1.761 Orten nach Öl und Gas gebohrt.

Anders ausgedrückt: Im Vergleich zum Top im September 2014 hat sich die Zahl der Öl- und Gasbohrungen mehr als halbiert (-51,9%).

Leider unterscheidet Baker Hughes hier nicht nach Öl und Gas. Diese Daten sind jedoch für Nordamerika (USA und Kanada) einsehbar:

Die Zahl der Ölbohrungen in Nordamerika erreichte ihr Zwischenhoch im Oktober 2014 mit 1.609. Ende März 2016 wird nur noch an 362 (!) Quellen aktiv nach Öl gebohrt. Das entspricht einer Schließung von 77,5% der im Oktober 2014 noch offenen Ölbohrungen!

Das Überangebot ist nahezu kompensiert

Was bedeutet das nun?

Wenn eine Bohrstelle geschlossen wird, kann dort auch kein Öl mehr gefördert werden. Damit reduziert sich letztlich auch das Öl-Angebot, das auf dem Markt veräußert werden kann.

Genau das ist der Grund, warum der Ölpreis seit Januar dieses Jahres nicht mehr weiter gefallen ist: Das in 2014 noch herrschende Überangebot an Öl wurde mit dem sinkenden Ölpreis sukzessive abgebaut.

Sobald sich diese Schere zwischen Angebot und Nachfrage schließt, wird der Ölpreis seinen Abwärtstrend überwinden. Und dieser Zeitpunkt scheint zum Greifen nahe, wie Sie dem nachfolgenden Chart entnehmen können:

Die Trend-Wende ist zum Greifen nahe

Brent Crude Oil-Future-05-04-2016

Brent Crude Oil-Future und die Zahl der Ölbohrstellen in Nordamerika:

Am 18. März hatte sich der Ölpreis seinem seit 2014 bestehenden Abwärtstrend angenähert (blauer Kreis). Ein Durchbruch durch einen solch langen Abwärtstrend gelingt selten im ersten Versuch.

Derzeit nimmt sich der Ölpreis nach der zuvor absolvierten Kurs-Rallye eine Verschnaufpause. Diese sollte spätestens bei 36,00 USD je Barrel auslaufen.

Dann dürfte der Ölpreis einen neuen Anlauf nehmen, um den Abwärtstrend zu überwinden.

5. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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