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Warum Sie am Aktienmarkt jetzt vorsichtig agieren sollten!

Ein zentrales Thema bei Chartanalyse-Trends war in dieser Woche das Stichwort „Unsicherheit“. Heute zeige ich Ihnen noch eine weitere Möglichkeit, diesen Punkt aus der Sicht der Charttechnik zu betrachten.

Gewiss: Bei der Aktienanlage gibt es keine absolute Sicherheit. Aber immerhin können wir vor einem Investment viele relevante Punkte analysieren, um so viele Argumente wie möglich zu sammeln, die für einen Kauf sprechen.

Das verleiht uns dann immerhin ein „Gefühl von relativer Sicherheit“. Und solange wir dieses Empfinden haben, sehen wir auch keine Veranlassung dafür, bestehende Investments wieder aufzulösen.

Entwickeln sich unsere Investments hingegen nicht so, wie erwartet, dann verspüren wir meist recht schnell Unsicherheit. Da sich viele Marktteilnehmer, vor allem Börsen-Unerfahrene, bei ihren Aktiengeschäften von Emotionen leiten lassen, sind diese nur allzu bereit, noch schneller die Ordertasten zu drücken.

So beeinflusst die Verunsicherung den Markt

Zunehmende Verunsicherung führt mithin zu höherer Kauf- und Verkaufstätigkeit. Am Aktienmarkt drückt sich das dann in größeren Kursschwankungen aus.

Die Börsenprofis bezeichnen die Schwankungsbreite von Kursen als Volatilität:

Eine steigende bzw. hohe Volatilität dokumentiert also wachsende Verunsicherung der Marktteilnehmer. Eine sinkende bzw. niedrige Schwankungsbreite signalisiert hingegen zunehmendes Vertrauen bei den Investoren.

Die Volatilität für die 30 DAX-Aktien wird vom VDAX nachgehalten. Sein Pendant, der VIX, misst dasselbe für die 500 im S&P 500 enthaltenen Werte.


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Ich habe schon vor mehr als einer Dekade für mich den VDAX in verschiedene „Unsicherheits-Bereiche“ aufgeteilt, wie Sie im nachfolgenden Chart nachvollziehen können:

volatilitätsindex vdax-09-07-2015

Volatilitätsindex VDAX zur Zeit im Crash-Modus

Crash-Gefahr gestiegen

Wie Sie sehen, zeigt nach dieser Definition ein VDAX oberhalb von 20 einen Abwärtstrend an. Ab 23 beginnt dann die Crash-Zone: Übersteigt der VDAX dieses Niveau, dann wächst die Gefahr eines massiven Kursrückschlages.

Wohlgemerkt: Die Risiken am Aktienmarkt nehmen zu, es muss jedoch nicht zwangsläufig zu einem Crash kommen.

Der blau unterlegte Sektor zeigt Ihnen den Verlauf im Herbst des Jahres 2011. Anfang August 2011 wurde der VDAX regelrecht in die Crash-Zone katapultiert – der DAX brach daraufhin heftig ein.

Die gelben Kreise im Oktober 2014 und Januar 2015 dokumentieren, dass der deutsche Leitindex zu diesen Zeitpunkten haarscharf an einem Crash vorbei geschrammt ist.

Wie der rote Kreis deutlich macht, gab es Mitte Juni eine bedeutsame Veränderung. Bis dahin hatte der VDAX zuvor stets im Bereich 23 / 24 nach unten gedreht und die Crash-Zone wieder verlassen. Seither bewegt er sich indes in der Crash-Zone weiter aufwärts.

Das zeigt: Die Marktrisiken sind in den letzten 4 Wochen signifikant gestiegen. Dass es noch nicht zu einer „Auflösung“ – aufwärts oder abwärts – dieser brisanten Lage gekommen ist, hängt wohl unmittelbar mit der noch offenen und immer wieder verschobenen Entscheidung über einen Grexit zusammen.

VIX: Unsicherheit wächst, Risiken nehmen zu

Schauen wir zum Abschluss noch auf den VIX: Dort gibt es ebenfalls seit einigen Tagen eine Veränderung.

volatilitätsindex vix-usa-09-07-2015

Volatilitätsindex VIX: Unsicherheit wächst, Risiken nehmen zu

Den entscheidenden Bereich habe ich mit einem gelben Kreis versehen:

Am 26. Juni hat der amerikanische Volatilitätsindex seine seit April bestehende Seitwärts-Bewegung nach oben verlassen (pinkfarbene Linie). Kurz darauf wurde auch noch der seit Dezember 2014 bestehende Abwärtstrend überboten.

Gestern schoss der VIX erneut kräftig nach oben, während der S&P 500 ein neues Verlaufstief markierte (roter Kreis). Das kam zugegebenermaßen für mich etwas überraschend. Doch es bedeutet:

Auch an der Wall Street wächst die Unsicherheit der Marktteilnehmer und damit das Risiko einer Abwärtsbewegung. Daher sollten Sie im aktuellen Marktumfeld sehr vorsichtig agieren.

9. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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