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Warum steigende Preise keine Inflation bedeuten müssen

Hannich Vertraulich
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Häufig wird auch der Fehler begangen, steigende Preise automatisch mit »Inflation« in Zusammenhang zu bringen.

Dabei wird jedoch übersehen, dass steigende Preise allein niemals langfristig zu einer Inflation führen können.

Steigen beispielsweise die Preise, weil die Regierung die Mehrwertsteuer erhöht, dann hat das zur Folge, dass die Massenkaufkraft der Bevölkerung sinkt. Durch die höheren Preise können nicht mehr so viele Produkte gekauft werden, was zu Umsatzeinbrüchen bei den Unternehmen und damit wieder fallenden Preisen führt.

Genauso führen teilweise Preiserhöhungen in manchen Sektoren nicht zu einer Inflation, sondern haben deflationäre Effekte: Steigt beispielsweise der Benzinpreis an, müssen die Menschen mehr Geld für Treibstoff ausgeben und haben demzufolge weniger Geld übrig, um andere Produkte zu kaufen.

Dann wird eben kein neuer Fernseher oder Neuwagen angeschafft, was in diesen Branchen zu fallenden Preisen führt.

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Die meisten Produkte heute sind nicht lebensnotwendig und werden in einer Deflationsphase »eingespart«.

Eine richtige Inflation kann es nur geben, wenn es zu einer Lohn- Preis-Spirale kommt, also parallel zu den Preissteigerungen auch die Löhne angehoben werden. Alles andere hat mit Inflation nichts zu tun und läuft langfristig auf eine Deflation hinaus.

Partielle Preissteigerungen sind kein Inflationssignal

Eine partielle Preissteigerung führt – wie gesagt – dazu, dass die Konsumenten in anderen Bereichen sparen, was wiederum in diesen Branchen Auftragseinbrüche verursacht. Den Umsatz können die betroffenen Firmen nur dann wieder erhöhen, wenn sie die Preise für ihre Produkte senken.

Bloße Preissteigerungen lösen also niemals eine Inflation aus, weil nämlich die Massenkaufkraft der Bevölkerung geschmälert wird. Das führt unmittelbar zu Umsatzeinbrüchen bei den Firmen und damit zu fallenden Preisen.

Wie schon erläutert, haben Steuererhöhungen denselben Effekt. Wird beispielsweise die Umsatzsteuer erhöht, dann steigen die Preise der verkauften Produkte um diese höhere Steuer.

Da jedoch die Löhne und damit die Massenkaufkraft nicht ebenfalls ansteigen, führt eine solche Steuererhöhung zwangsläufig zu einer Reduzierung des Gesamtkonsums in der Volkswirtschaft, was wiederum einen härteren Preiskampf und letztlich sinkende Preise nach sich zieht.

Hohe Rohstoffpreise eignen sich auch nicht als Inflationserklärung

Die Inflationisten weisen heute oftmals auch auf steigende Rohstoffpreise hin, um damit eine angebliche Inflation zu beweisen.

Doch würde die Inflation nur von den Rohstoffpreisen abhängen, dann hätten wir im Jahr 1998, als die meisten Rohstoffe auf Rekordtiefs notierten und Öl auf unter zehn Dollar pro Barrel im Preis fiel, eine Deflation gehabt.

Wichtig ist es deshalb, hier festzustellen, dass vor allem Rohstoffpreise, welche meist von Oligopolen beherrscht werden, ganz anderen Gesetzmäßigkeiten folgen, als nur von einer angeblichen Inflation abhängig zu sein.

Monopolisten können willkürlich die Preise festsetzen. Dies ist ein Missbrauch der Marktmacht und trägt nicht die Merkmale einer Inflation.

Genauso wenig hat die Tatsache, dass der Staat seine Steuern und Gebühren nach Belieben erhöhen kann, mit Inflation zu tun. Gerade solche Beispiele erhöhter Preise durch Monopole und administrative Entscheidungen werden von Inflationisten gern als »Beweis« für eine Inflation heranzogen, obwohl solche Preise überhaupt nichts aussagen.

16. März 2012

Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.