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Was Sie von der US-Quartalsberichtssaison erwarten können

Unternehmensgewinne sind die treibende Kraft für Aktienkurse. Zwar können kurzzeitig auch einmal andere Dinge, wie beispielsweise ein Wechsel im Vorstand oder die Übernahme eines Wettbewerbers diese Rolle übernehmen. Allerdings:

Hinter solchen Kurstreibern versteckt sich letztlich auch nichts anderes als die Hoffnung der Marktteilnehmer auf eine Verbesserung der Unternehmensergebnisse.

Und weil die Gewinne der Aktiengesellschaften derart dominieren, werden diese von Analysten in jeder nur denkbaren Weise begutachtet, eingeschätzt und sogar prognostiziert.

US-Quartalsberichtssaison ist eröffnet

Am vergangenen Mittwoch eröffnete der Aluminiumkonzern Alcoa traditionell die Quartalsberichtssaison an der Wall Street. In dieser Woche legen 43 weitere Unternehmen aus den 500 Gesellschaften umfassenden S&P 500 ihre Zahlen für das 2. Quartal 2015 vor.

Doch erst ab dem kommenden Montag kommt die Quartalsberichtssaison mit 133 Firmen so richtig ins Rollen. Die heiße Phase steht uns in der Woche ab dem 27. Juli mit insgesamt 150 S&P 500-Unternehmen ins Haus.

In der ersten Augusthälfte folgen dann noch 103 bzw. 13 Gesellschaften, so dass dann die Zahlen von insgesamt 445 S&P 500-Unternehmen vorliegen. Die verbleibenden 55 Konzerne kleckern dann nach oder ein Berichtstermin stand zurzeit noch nicht fest.

Trend der Analystenerwartungen hält an

Im Vorfeld der zurückliegenden Jahresviertel konnten wir einen wiederkehrenden Trend beobachten: Je näher das Berichtsquartal rückte, umso mehr reduzierten die Analysten ihre Erwartungen.

Diesen Trend können wir auch für das inzwischen beendete 2. Vierteljahr wieder konstatieren: Noch zu Jahresbeginn wurde für die S&P 500-Unternehmen ein durchschnittliches Gewinnwachstum von ohnehin mageren +1,1% erwartet, verglichen mit dem entsprechen Vorjahresquartal.


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Ende März hatten die Experten ihre Erwartungen auf einen Rückgang von -4,3% reduziert. Zum 30. Juni rechneten die Analysten sogar mit einem Minus im Jahresvergleich von -6,7%.

Die Belastungsfaktoren für die US-Unternehmensgewinne

Was ist der Auslöser für diese nun schon seit einigen Quartalen anhaltende Skepsis?

Der nachfolgende Chart macht sichtbar, was die Unternehmensgewinne seit genau einem Jahr maßgeblich unter Druck hält. Anhand der gestrichelten Linien können Sie an der linken Skala die prozentualen Kursveränderungen dieser beiden Märkte ablesen:

vergleich usd-euro und ölpreis in usd-14-07-2015

Ölpreis und Dollarstärke belasten die Gewinne der US-Unternehmen

Beachten Sie bitte, dass es sich hier um den USD aus Sicht der Amerikaner handelt, also USD / Euro und NICHT Euro / USD, den Sie tagtäglich in den Börsenmedien zu sehen bekommen.

Der Ölpreis in USD wiederum wird von dem in den USA aktiv gehandelten Crude Oil repräsentiert.

Wie Sie sehen, hat der USD seit dem Sommer 2014 in der Spitze um etwa +28% aufgewertet. Zum 30. Juni 2015 lag dieser Wert bei nur wenig veränderten +23%.

Beim Ölpreis finden wir das umgekehrte Bild vor: Der Wert des „schwarzen Goldes“ hat sich in der Spitze mehr als halbiert und lag zum Ende des Semesters nur marginal unter -50%.

Damit haben Sie die beiden derzeit wichtigsten Einflussfaktoren auf die amerikanischen Unternehmensgewinne:

  • Die Aufwertung der eigenen Währung führt zu verschärftem Wettbewerbsdruck bei den Exporten, während sich Importe verbilligen.
  • Der abgestürzte Ölpreis schadet vor allem den großen Energiekonzernen, die ihr Öl loswerden wollen. Auf der Gegenseite profitieren die Öl verarbeitenden Betriebe beim Einkauf enorm von dieser Kostensenkung – zumindest wenn ihre Läger leer waren / sind.

Fazit

Die negative Stimmung der Analysten hat auch eine gute Seite: Sollten die Ergebnisse besser als erwartet ausfallen, werden die Aktienkurse an der Wall Street davon überproportional profitieren.

Es wird also spannend sein, zu sehen, in welchem Ausmaß die beiden Faktoren US-Dollar & Ölpreis die Gewinnsituation der US-Aktiengesellschaften im 2. Jahresviertel beeinflusst haben.

Die Analysten zeichnen für den Energiesektor indes weiterhin ein düsteres Bild:

Die Gewinne werden im Schnitt rund -64% unter dem Vergleichswert des Vorjahres gesehen. Die Branchenumsätze sollen erwartungsgemäß satte -41% niedriger ausfallen.

Mit guter Wahrscheinlichkeit ist es jedoch noch zu früh, jetzt bereits auf eine Erholung des US-Energie-Sektors zu setzen. Den Argumenten dazu gehen wir morgen auf den Grund.

14. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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