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Was über den Brexit verschwiegen wird

In 4 Wochen entscheidet sich, ob Großbritannien weiter in der EU bleibt oder nicht.

Das dementsprechende Referendum ist für den 23. Juni 2016 angesetzt.

So geht die Angst in Europa über einen möglichen Brexit um. Er beschäftigt Politiker überall in der Union.

Denn ein solcher könnte der Anfang vom Ende der „Vereinigten Staaten von Europa“ sein.

Ein Brexit wäre rechtens

Es ist allerdings so: Eine Rechtsgrundlage für einen Brexit gibt es sehr wohl.


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Sie finden diese in Artikel 50 des EU-Vertrags, der infolge des Vertrags von Lissabon erstmals den freiwilligen Austritt von Mitgliedsstaaten aus der EU regelt.

Darin heißt es u. a., dass jeder Mitgliedstaat im „Einklang mit seinen verfassungsrechtlichen Vorschriften“ beschließen kann, aus der Union auszutreten.

Horror-Szenario des Brexit

Natürlich werden die Brexit-Kritiker nicht müde davor zu warnen, welche Nachteile ein Austritt für Großbritannien hätte.

Nachfolgend fassen wir diese zusammen:

  • Die Briten würden einen Teil der Handelsprivilegien mit dem EU-Binnenmarkt verlieren. Denn mehr als 50% der Exporte gehen in andere Mitgliedsstaaten.
  • V. a. US-amerikanische Geldinstitute würden sich wohl aus London zurückziehen und ihre europäischen Geschäfte nach Irland verlagern. Zumindest gibt es seit dem Herbst 2014 dementsprechende Vorbereitungen. Somit wäre die Stabilität der europäischen Kapitalmärkte in Gefahr.
  • Die Bank of England würde die Zinsen anheben, Aktien und Anleihen massiv unter Druck geraten.
  • Ausländische Investoren würden abgeschreckt. Diese allerdings sind wichtig, um mit ihren Geldern die klaffende Lücke in der Außenhandels-Bilanz zu schließen.
  • Die britische Wirtschaft könnte an Schwung verlieren. Es würde zu schwerwiegenden Einbußen bei der Beschäftigung kommen. So schätzen Experten, dass ein Brexit zwischen 10 und 14% der heimischen Wirtschafts-Leistung kosten würde. Anders ausgedrückt: Jeder Brite müsste umgerechnet rund 5.000 € an jährlichem Einkommen abschreiben.
  • Premier Cameron warnt vor noch düsteren Szenarien: Ein EU-Austritt könnte die Sicherheit Großbritanniens gefährden und sogar neue Kriege könnten drohen.
  • V. a. würde ein Brexit das europäische Haus nachhaltig beschädigen, wenn nicht gar vollends zerstören. Der Anfang vom Ende des Projekts der Vereinigten Staaten von Europa wäre eingeläutet.
  • Die viel gepriesene europäische Integration wäre gescheitert, das politische Gleichgewicht in Europa langfristig zerstört. Zudem bestünde die reale Gefahr einer Kettenreaktion; ein wahrer Albtraum für die Konstrukteure der EU.

Brexit-Auswirkungen auf Deutschland

Auch für Deutschland hätte ein Brexit Auswirkungen. V. a. würde Bundeskanzlerin Angela Merkel einen ihrer bedeutendsten europäischen Verbündeten verlieren; sowie einen der wichtigsten Handelspartner.

Das würde in der EU zu einem Übergewicht der Südstaaten (inklusive Frankreich) führen.

Die deutschen BIP-Einbußen bei einem Brexit lägen bei 0,3 bis 2%. Umgerechnet entspricht das ca. 700 € Verlust pro Kopf.

Deutschland als größter Nettozahler würde für noch mehr Haftungen und Zahlungen in der EU herangezogen werden.

Konkret müsste der heimische Steuerzahler wohl jährlich 2,5 Mrd. € zusätzlich aufbringen; eventuell durch Steuererhöhungen oder weiteren Abgaben.

Zusammen mit den BIP-Einbußen pro Kopf würden Sie also an Vermögen verlieren.

25. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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