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Weight Watchers-Aktie: Übernahmegerüchte sorgen für Kurssprung

So gut wie jedem von Ihnen dürfte das Unternehmen Weight Watchers ein Begriff sein. Es begann vor über 50 Jahren als eine übergewichtige Hausfrau mit ausgeprägtem Hang zu kalorienhaltigen Lebensmitteln andere Leidensgenossen zu sich nach Hause einlud.

Das ursprüngliche Ziel, nämlich Abnehmen in Gruppenatmosphäre, funktionierte so gut, das daraus die Firma Weight Watchers entstand.

Heute setzt der US-Konzern auf verschiedene Einnahmequellen. Zum einen die altbekannten Gruppenmeetings (Kostenpunkt: 48 Euro pro Monat). Zum anderen hat Weight Watchers ein Online-Angebot. Statt wöchentlichen Treffen gibt es hier für monatlich 16,95 Euro den Online-Punkterechner (Kalorienzähler), Videos, Rezepte und vieles mehr.

Geschäftsmodell wird auf die Probe gestellt

Das Geschäftsmodell funktionierte lange Zeit gut. Der Konzern expandierte und verdiente kräftig. Bereits 1970 gab es das erste Weight Watchers Treffen in Deutschland. Die Erlöse wurden von 400 Mio. Dollar in 2000 bis auf 1,8 Mrd. Dollar in 2011 gesteigert.


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Im Gegenzug verbesserte sich der Gewinn um 700% auf 305 Mio. Dollar. Die Gewinnmarge betrug stolze 16%. Auch der Aktienkurs erreichte in 2011 bei knapp 86 US Dollar seinen vorläufigen Höhepunkt.

Dann folgte ein regelrechter Absturz. Die Traditionsmarke in der Diätbranche ringt auf einmal um ihre Existenz. Immer mehr Menschen nutzen oft billige oder kostenlose Anwendungen („Apps“), um ihre Ernährung und ihre Fitness zu kontrollieren.

Zusätzlicher Wettbewerb kommt durch die immer beliebteren Fitness-Armbänder. Die Geräte von Herstellern wie Fitbit, Jawbone oder Nike können Kalorienzufuhr und -verbrauch messen und sportliche Aktivitäten analysieren.

Übernahmeangebot nach dramatischen Kurseinbruch

Die veränderte Marktsituation führte zu einem regelrechten Einbruch der Geschäfte. Der Umsatz sackte weg. Von den einst hohen Gewinnmargen keine Spur mehr. Im Vorquartal lag die Gewinnmarge nur noch bei 1,3%, im letzten Quartal fiel sogar ein Verlust an.

Der Aktienkurs kollabierte und liegt trotz des Kurssprungs im Rahmen der Übernahmegerüchte bei unter 4 Dollar. Das macht schlappe 80% Kursverlust seit 2011, während der Markt stark zulegen konnte.

Hedgefonds planen Übernahmedeal

Bislang gibt es wenig Details. Wie die New York Post berichtet hat ein Hedgefonds Anleihen von Weight Watchers im großen Stil aufgekauft. Offenbar wurde ein Großteil des im April 2016 auslaufenden Anleihevolumens erworben. Gerüchten zufolge hat der Investor jetzt potenzielle Käufer kontaktiert und für eine Komplettübernahme geworben.

Informierten Kreisen zufolge könnte ein Übernahmepreis beim doppelten des aktuellen Börsenwerts liegen.

Derzeit gehören 51% der Weight Watcher Aktien der Luxembourger Artal Group. Das Paket hat der Investor für 224 Mio. Dollar in 1992 gekauft und damit bis 2012 insgesamt 3,8 Mrd. Dollar verdient (über Aktienverkäufe und Dividenden).

Weight Watchers steht mit dem Rücken zur Wand

Es verwundert nicht, dass nach dem dramatischen Kursverfall Übernahmegerüchte aufkommen. Der Börsenwert liegt mittlerweile nur noch bei 227 Mio. Dollar. Ein Blick auf die Bilanz lässt den Ernst der Lage erkennen. Alleine 2,1 Mrd. Dollar an Verbindlichkeiten sind in 2020 fällig.

Sollten sich die Gerüchte also nicht bewahrheiten und keine schnelle Trendwende beim operativen Geschäft eintreten, dann dürfte der Kursverfall vorerst nicht zu Ende sein.

14. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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