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Weizen 2012: Verdopplungschance möglich – Schwankungen enorm

Der Weizenpreis wird 2012 kräftig steigen, sich möglicherweise sogar verdoppeln. Dies ist eine Prognose.

Achtung: Die Einschätzung kommt vom Chefvolkswirt der Saxo Bank, Steen Jakobsen.

Ein bekanntes Sonntagsmagazin hat diese Zahl veröffentlicht und damit neue Chancen auch für private Investoren aufgezeigt. Wir meinen jedoch: die Vergangenheit belegt, wie schwierig es ist, mit Weizen Geld zu verdienen. Die Schwankungen sind enorm, die Einflussfaktoren übersteigen letztlich das menschliche Berechnungsvermögen. Bilden Sie sich zur Ausgangssituation 2012 jedoch gerne selbst Ihre Meinung.

Weizen: Monat Januar wird schwächer – Sie haben Zeit

Zunächst eine gute Nachricht: für Entscheidungen jeder Art haben Sie nach der Statistik der vergangenen Jahre Zeit. Im Monat Januar hat der Weizenpreis durchschnittlich -0,35% verloren. Im Monat Februar legte der Preis nur um 0,14% zu, im März noch verlor Weizen im Durchschnitt zyklisch -1,8%.


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Auch der April brachte mit -0,49% in der Regel schwache Ergebnisse, während der Mai ein Plus von 0,08% aufweist. Im Juni ging es im Durchschnitt noch einmal -1,22% bergab. Die Zahlen sollen nur eines belegen:

Im ersten Halbjahr 2012 brauchen Sie nach den vorliegenden Erfahrungen nichts zu unternehmen. Einen klaren Perisanstieg für den Rohstoff gibt es statistisch erst mit Beginn des Juli-Monats. Ab dann steigen die Preise im Durchschnitt schnell zwischen 2,3% und knapp 3% monatlich.

Schwankungen insgesamt sehr hoch

Sie sehen, dass die Prognosen für 2012 beim Thema Weizen am Bedarf zur Zeit noch weit vorbeigehen. Insgesamt aber ist die Investition fraglich. Denn:

Alleine im vergangenen Jahr schwankte der Preis zwischen 9,04 Dollar und 5,79. Dies sind mehr als 30% Kursspanne, die in der Regel bei Investitionen mit einem Hebel-Zertifikat sogar noch viel stärker zu Buche schlagen. Aktuell steht der Preis wieder bei ungefähr 6,50 Euro. Aber auch dies ist weder ein Ein- noch ein Ausstiegssignal. Einige Renditedaten zeigen, dass Weizen auch in den vergangenen Jahren nicht immer ein stabiles Investment mit hoher Rendite war:

  • Wer 2000 eingestiegen ist, hat noch in jedem Verkaufsjahr (2001 bis zum abgerechneten 2010) Gewinne erwirtschaftet.
  • Dasselbe gilt für den Einstiegszeitpunkt 2001. Nur: Schon 2002 ging die Verlustserie los.
  • 2003er-Investoren haben bei späteren Verkäufen bereits Verluste hinnehmen müssen.
  • Ab 20067 lohnten sich Investments in vielen Fällen nicht mehr. Wer 2007 Weizen „kaufte“, musste selbst ohne Hebel -18,4% Verluste durchschnittlich hinnehmen. Wer 2008 kaufte, verlor bei einm Verkauf 2009 noch -11,3% und gewann bei einem Verkauf 2010.

GeVestor meint: Die Schwankungen sind enorm – sowohl unterhalb eines Jahres als auch zwischen den einzelnen Jahren. Da Sie Weizen in der Regel nicht „direkt“ kaufen würden, sondern über Zertifikate, kann es besonders gefährlich werden. „Hebelzertifikate“ würden Verluste noch stark beschleunigen.

Wer in „Nahrungsmittel“ investieren möchte, fährt daher mit einem Nahrungsmittelkonzern besser: Nestlé aus der Schweiz bietet sich noch an. Auch 2012.

Mehr zum Thema: Weizenpreis vor Kursanstieg

2. Januar 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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