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Welche Kosten verbergen sich hinter ETFs?

ETFs sind in puncto Kosten deutlich günstiger als vergleichbare Publikumsfonds. So viel steht erst mal fest.

Trotzdem halte ich es auch bei den ETFs für wichtig, die Kostenstrukturen genau zu verstehen.

Daher möchte ich Ihnen heute den Kostenaspekt bei ETFs ein wenig näher erläutern.

Vielleicht ist Ihnen der Begriff „Total Expense Ratio“ (TER) geläufig. Hierunter versteht sich die Gesamtkostenquote, die ein ETF-Anbieter jährlich für die Nachbildung des zugrunde liegenden Index vereinnahmt.

Die Total Expense Ratio beinhalten neben der jährlichen Verwaltungsvergütung des Emittenten außerdem die Gebühr für die Depotbank sowie Kosten, die für Vertrieb, Marketing und öffentliche Publikationen anfallen.

Doch nicht alle Kosten sind durch die Total Expense Ratio abgedeckt. Denn neben diesen expliziten Kosten fallen weiter – implizite – Kosten an.

Zu den impliziten Kosten zählen Handelskosten, Dividendeneffekte und Kosten für „Sampling“


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Handelskosten

Wie jeder Marktteilnehmer muss natürlich auch ein ETF Maklergebühren für jede Wertpapierorder zahlen. Dies ist jedoch auch bei jedem Publikumsfonds der Fall.

Im Gegensatz zu Publikumsfonds fallen jedoch keine Ausgabeaufschläge an. Außerdem ist bei ETFs per Definition der börsenhandel jederzeit möglich.

Im Gegensatz zu Publikumsfonds – die teilweise auch über die Börse gehandelt werden können – sind die Geld-/Brief-Spannen für den An-/Verkauf über die Börse sehr niedrig.

Dividenden-Effekte

Der Zeitpunkt, zu dem Dividenden ausgezahlt werden, und der Zeitpunkt, zu dem die vereinnahmten Dividenden wieder reinvestiert werden, können auseinander fallen.

Das Geld, das aus der ausgezahlten Dividende resultiert und auf dem Konto der Depotbank liegt, wirkt bis zur Wiederanlage nicht performancewirksam.

Hierdurch kann es zu einer Out- oder Underperformance des ETF gegenüber dem zugrunde liegenden Index kommen. Dies ist jedoch ein „Problem“, mit dem jeder Publikumsfonds ebenfalls konfrontiert ist.

Sampling

Einige ETFs wenden das sogenannte „Sampling-Verfahren“ an. ETFs, die die im zugrunde liegenden Index beinhalteten Aktien physisch beinhalten, haben teilweise die Möglichkeit, einen vereinfachten Aktienkorb in den ETF zu kaufen.

Ein Extrembeispiel hierzu: Der nur in den USA gehandelte iShares MSCI Emerging Markets Index ETF hielt lange Zeit aus Kostengründen nur ungefähr die Hälfte der Aktien des Index.

Das führte in 2009 zu einer Underperformance von fast 10%. Dies ist natürlich für einen Anleger, der einen ETF unter anderem wegen der Transparenz kauft, ein unbefriedigendes Ergebnis.

Doch auch der aktive Fondsmanager eines Publikumsfonds ist mit dem Problem konfrontiert, dass er nur einen Bruchteil der Aktien kauft, die in der Benchmark vorhanden sind.

Wenn ich Ihnen ETFs nahelege, werde ich solche ETFs in den Vordergrund stellen, die den Vergleichsindex möglichst genau abbilden, sodass das „Sampling-Risiko“ höchstens gering ausfällt.

ETFs in der Summe deutlich günstiger als Publikumsfonds

ETFs weisen eine wesentlich geringere Total Expense Ratio auf als Publikumsfonds.

Handelskosten, Dividendeneffekte und Sampling-Kosten schlagen zwar zusätzlich zu Buche, doch fallen diese Kosten im Regelfall niedriger aus als bei vergleichbaren Publikumsfonds.

Ich wollte die heutige Ausgabe nutzen, um Sie über die Kosten der Produktkategorie ETF aufzuklären.

Als Fazit können Sie ziehen, dass nichts auf der Welt umsonst ist – auch nicht ETFs.

Um Ihre eigene Anlagestrategie umzusetzen eignen sich ETFs jedoch – auch und vor allem unter dem Kostenaspekt – weitaus besser als andere Produktgattungen aus der Finanzindustrie.

10. August 2012

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geve
Von: geve.

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