Wer braucht schon Facebook – Setzen Sie lieber auf XING

Nach dem miserablen Börsengang von Facebook fragen mich viele Anleger, ob der Trend der sozialen Netzwerke seinen Zenit nun bereits überschritten hat.

Natürlich muss besonders die Bewertung solcher wachstumsstarken Unternehmen stets kritisch hinterfragt werden.

Kann das Unternehmen die hohe Wachstumsdynamik und das Tempo aufrecht erhalten? Wie viel Phantasie steckt im aktuellen Bewertungsniveau?

Und ganz wichtig: Wo ist ein tragfähiges Geschäftsmodell vorhanden oder anders gefragt: Bei welchem Unternehmen regiert nur das Prinzip Hoffnung?

Facebook sorgt bei seinen Investoren für ein Desaster

Natürlich sind der Börsengang und der bisherige Verlauf der Aktie von Facebook für dessen Investoren ein Desaster.

Jedoch habe ich damals eindringlich vor der utopischen Bewertung von Facebook gewarnt und Anleger in diesem Bereich stets auf sinnvollere Investments wie etwa die XING AG verwiesen.

Denn, letztere ist mit einem 2012e KGV von rund 21 erstens deutlich moderater bewertet als Facebook oder das amerikanische Pendant LinkedIn und kann zweitens durch die verhältnismäßig geringe Marktdurchdringung in seiner Kernregion noch deutliche Wachstumspotentiale heben.

XING ist die einzig vernünftige Aktie im Bereich „Social Networks“

Das Unternehmen selbst spricht davon, seine Nutzerbasis in den kommenden Jahren gleich verdoppeln zu wollen.

Im deutschsprachigen Raum, also Deutschland, Österreich und der Schweiz, liegt die Marktdurchdringung derzeit bei 5 % im Vergleich zur Gesamtbevölkerung.

Durch den anhaltenden Trend der Personalbeschaffung in Internet sehe ich deshalb für die XING AG innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre gute Chancen ihr Ziel einer verdoppelten Nutzerbasis zu erreichen.

Heutzutage sind es nicht mehr nur Großkonzerne, welche sich das Internet bei der Rekrutierung von Personal zu Nutze machen, sondern vermehrt auch große mittelständische Betriebe.

Neben dem privaten Profil in sozialen Netzwerken wie Facebook ist deshalb mittlerweile auch die Pflege eines professionellen Profils auf XING egal ob für Studenten, Absolventen oder Berufserfahrene von entscheidender Bedeutung.

Mehr Möglichkeiten, mehr Mitarbeiter und mehr Wachstum

Daneben versteht es die XING AG wie kaum ein anderer aus den steigenden Nutzerzahlen durch neue vertikale Erlösquellen wie Werbung oder Veranstaltungen und Events Profit zu schlagen.

Neben der Erschließung neuer vertikaler Erlösquellen wird in meinen Augen zukünftig besonders die Skalierung des Geschäfts durch steigende Mitgliederzahlen für wachsende Umsätze und Ergebnisse sorgen.

Das Unternehmen selbst hat die Zeichen der Zeit glücklicherweise bereits früh erkannt und deshalb aktuell eine Reihe von Investitionen angestoßen, welche die Grundbausteine für das zukünftige Wachstum legen sollen.

Zum einen stellt das Unternehmen weiterhin neue Mitarbeiter ein und zum anderen wurden jüngst neue Büroflächen in Hamburg angemietet, welche rund 30 % mehr Bürofläche und damit mehr Platz für neue Arbeitsplätze bieten.

Regelmäßige Dividenden und ein hohes Wachstumspotential machen die XING-Aktie attraktiv

Zwar liegt der Fokus damit momentan mehr auf Wachstum als auf Profitabilität, im Gegenzug hat das Unternehmen seine Aktionäre Anfang des Jahres jedoch durch eine hohe Sonderdividende mehr als entschädigt.

Darüber hinaus will das Unternehmen ab 2012 eine regelmäßige Dividende zahlen.

Für mittel- bis langfristig orientiere Anleger bleibt die Aktie der XING AG deshalb insgesamt attraktiv.

Im Übrigen hat die Aktie auf das Desaster bei Facebook überhaupt nicht reagiert und damit meines Erachtens ein hohes Maß an Unabhängigkeit gegenüber dem gescheiterten Größenwahn in Übersee bewiesen.

21. Juni 2012
von
felix_gode
Felix Gode hegt eine langjährige Leidenschaft für die Börse. Er studierte Wirtschaftsrecht an der Hochschule Pforzheim und der California State University in Chico/USA.

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