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Wer eine hohe Dividende will, ist hier richtig

In der heutigen Ausgabe des Dividenden-Telegramms stelle ich Ihnen die Österreichische Post (ÖP) vor. Der einstige Monopolist hat mittlerweile den Nimbus eines trägen Beamtenapparates abgestreift und ist in die Rolle eines modernen Unternehmens geschlüpft.

Nach Privatisierung und Börsengang hat die ÖP bislang Jahr für Jahr eine ordentliche Dividende ausgeschüttet.

Unternehmensprofil

Die Österreichische Post ist das führende Postdienstleistungsunternehmen Österreichs. Dabei ist das operative Geschäft in die drei Divisionen Brief, Paket & Logistik und Filialnetz unterteilt. Dominierend ist die Brief-Sparte.

Nach der vollständigen Liberalisierung des Briefmonopols in 2011 will das Unternehmen, die eventuell wegbrechenden Umsätze im Briefgeschäft in der Sparte Paket & Logistik kompensieren.


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Mit ihren operativen Tochtergesellschaften ist die Österreichische Post im Brief- und Paketmarkt in 11 Ländern vertreten, dazu zählen neben Österreich und Deutschland Belgien, die Niederlande, die Slowakei, Tschechien, Ungarn, Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Kroatien.

Stabiler Umsatz…

Der Umsatz lag im 1. Quartal 2015 mit 602 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres. Dabei konnte der Umsatzanstieg im Paketbereich von 2,2% die leichten Rückgänge im Briefgeschäft von 0,3% vollständig kompensieren.

Das Briefgeschäft wird auch weiterhin von der anhaltenden elektronischen Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen belastet. Im Paketgeschäft hält der Trend zum E-Commerce an, wodurch die Paketmengen im Privatkundengeschäft weiter steigen. Generell ist auf den Paketmärkten jedoch verstärkter Wettbewerb und Preisdruck spürbar.

… aber Ergebnis unter Vorjahr

Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 53,9 Mio. € zwar um 4,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert, dieser Rückgang inkludiert auch Aufwendungen aus erhöhten Personalrückstellungen, die durch das niedrige Zinsniveau notwendig geworden waren. Auf operativer Basis wurden Maßnahmen zur weiteren Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung konsequent fortgesetzt.

Zudem wurden Investitionen an der Kundenschnittstelle vorangetrieben und das Selbstbedienungsangebot weiter ausgebaut. So stehen den Kunden der Post bereits rund 270 SB-Zonen und 150 Abholstationen in ganz Österreich zur Verfügung.

Trotz eines insgesamt umfangreichen Investitionsprogramms liegt der Cashflow über dem Niveau des Vorjahres und bildet damit eine solide Basis für die zukünftige Investitions- und Dividendenfähigkeit.

Positive Aussichten und attraktive Dividendenpolitik

Für 2015 strebt die ÖP eine stabile Umsatzentwicklung an. Ein zu erwartender Umsatzrückgang im Briefgeschäft soll durch weiteres Wachstum im Paketgeschäft kompensiert werden. Denn der Paketmarkt für Privatkunden wächst dank des Online-Shopping-Booms stetig.

Im internationalen Paketgeschäft war die Beteiligung am türkischen Paketdienstleister Aras Kargo ein Meilenstein in der Erschließung neuer Wachstumsmärkte. 2015 soll in Deutschland der Fokus auf die Pharmalogistik weiter verstärkt werden, um Wachstumschancen in diesem Bereich zu realisieren.

Auch aus Sicht des Kapitalmarktes bleibt die ÖP ihrer klaren Positionierung als zuverlässiger und berechenbarer Dividendentitel treu – so bestätigte die Hauptversammlung den Vorschlag einer Dividende von 1,95 €.

Für 2015 erwarte ich eine Ausschüttung von mindestens 2,05 € je Aktie, was einer Dividendenrendite von 5% entspricht. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Dividendensteigerung von 11,2% ist die ÖP ein attraktives Dividendenpapier.

13. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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