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Western Digital schließt SanDisk-Übernahme ab

Nachdem gestern der Deal zwischen Staples und Office Depot platzte, vorgestern der Deal zwischen der britischen Telefonica Tochter O2 und Hutchison scheiterte und in der Vorwoche Baker Hughes der Zusammengang mit Halliburton untersagt wurde, konnte heute ein anderer Milliarden-Deal abgeschlossen werden.

Für 15,8 Mrd. Dollar übernimmt der US-amerikanische Speicher-Hersteller Western Digital den kleineren Branchenkollegen San Disk. Obwohl der Zusammenschluss schneller abgeschlossen werden konnte als die Unternehmen es geplant hatten, war der Deal nicht so sicher wie man meinen möchte.

2-gleisiges Angebot mit 10% Preisdifferenz

Im Oktober 2015 kündigte Western Digital an, dass man sich mit SanDisk auf einen Deal verständigt hat. Der für den Übernahme-Kandidaten gebotene Preis war in Abhängigkeit des Einstiegs von Unisplendor, ein chinesischer Geldgeber.

Sollte Unisplendor planmäßig in Western Digital investieren können, würde den Aktionären 86,50 Dollar je Aktie gezahlt. Wenn nicht, dann solle das Angebot 78,50 Dollar je Aktie sein.

CFIUS verhindert Einstieg chinesischer Investoren

Anfang dieses Jahres schaltete sich jedoch der US-Kontroll-Ausschuss CFIUS ein und untersagte Unisplendor den Einstieg bei Western Digital.


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CFIUS ist eine Behörde zur Wahrung von US-Interessen bei Auslandsinvestitionen und dem Finanzministerium unterstellt. Die Behörde beschäftigt sich allerdings auch mit Sicherheitsfragen.

Im technologischen Bereich ist die Behörde äußerst streng. Seit den 1980er Jahren wurde immer wieder bei Auslandsinvestitionen interveniert – in den vergangen beiden Jahren aufgrund von starkem Interesse chinesischer Investoren besonders häufig.

So wurde auch in diesem Fall der Einstieg von Unisplendor bei Western Digital kritisch gesehen. Die Behörde hat den Einstieg von Unisplendor nicht direkt verboten, doch die Ankündigung einer Untersuchung reichte aus, um den Plan zu durchkreuzen.

Western Digital mit hohen Finanzierungskosten

Der geplatzte Einstieg war für Western Digital sehr ärgerlich. Zum einen weil dadurch die Western Digital-Bilanz stärker belastet wurde und die Finanzierungskosten erheblich größer wurden.

Das Marktumfeld für risikobehaftete Unternehmensanleihen war zu Beginn des Jahres nicht gerade rosig und Western Digital brauchte mehrere Milliarden Dollar. Das haben sich die Geldgeber schön bezahlen lassen. Für die unbesicherten Anleihen lag der Zinssatz bei über 10%.

Zum anderen sorgte das dafür, dass Western Digital eine größere Anzahl von Aktien ausgeben musste. Das belastete den Kurs. Da ohnehin nicht alle Investoren vom Mehrwert der Transaktion überzeugt waren, ging die Aktie in die Knie.

Kostete der Anteilsschein bei Deal-Bekanntgabe noch über 80 Dollar je Aktie, liegt der Preis heute bei 35,50 Dollar. Es wird wohl noch ein wenig dauern, bis die Aktie wieder das alte Niveau erreicht hat.

San Disk-Aktie erhalten kleineres Angebot und können dennoch zufrieden sein

Auch für die San Disk-Investoren war der geplatzte Einstieg von Unisplendor nachteilig. Denn statt der 86,50 Dollar je Aktie gab es nun nur 78,50 Dollar. Immerhin: Die Aktie notierte wenige Wochen vor dem Deal bei 50 Dollar – dementsprechend ist auch der niedrigere Preis kein Beinbruch.

Zudem drohte zwischenzeitlich das Übernahme-Aus weil der Preis als zu großzügig angesehen wurde. Ein Deal-Abbruch hätte die komplette Übernahme-Prämie gefressen und die Aktie womöglich unter das Niveau vor der Deal-Ankündigung gedrückt.

Da der klassische Speichermarkt seit Jahren schrumpft und die Herausforderungen nicht kleiner werden, ist der heutige Deal-Abschluss für San Disk-Aktionäre also sehr zu begrüßen.

13. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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