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Wie verkraftet die Google-Aktie die drohende Milliardenstrafe?

Vor wenigen Tagen hat die EU-Kommission nun ein förmliches Wettbewerbsverfahren gegen Google eingeleitet. Der Vorwurf: Google habe seine Marktmacht missbraucht. Spekulationen darüber gibt es schon seit Monaten. Dies mag ein Grund sein, warum die erfolgsverwöhnte Google-Aktie zuletzt nur seitwärts tendierte.

Aus Anlegersicht stellt sich nun die Frage, ob dies ein langfristiger Belastungsfaktor für Google bleiben wird oder sich aktuell eine günstige Einstiegschance in den Internetkonzern bietet. Ich tendiere zu Letzterem.

Google soll seine Marktmacht missbraucht haben

Konkret geht es bei dem Wettbewerbsverfahren um die Anzeige von Suchergebnissen, bei denen eigene Angebote bevorzugt worden sein sollen. Aufgrund des hohen Marktanteils der Google-Suchmaschine soll Google damit seine Marktmacht missbraucht haben. Auch die Dominanz des Smartphone-Betriebssystems Android soll unter die Lupe genommen werden.

Meiner Meinung nach ist das ganze Gejammer der EU-Kommission und Verbraucherschützern allerdings vollkommen überzogen. Zum einen gibt es etliche andere Suchmaschinen, die anstatt Google genutzt werden können. Zum anderen zwingt Google niemanden seine zusätzlichen Angebote zu nutzen.


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Außerdem ist die Bevorzugung eigener Angebote in anderen Bereichen gang und gäbe. Denken Sie nur an die zahlreichen Bankberater, die ausschließlich die Fonds ihrer hauseigenen Gesellschaft empfehlen.

Dagegen geht niemand rechtlich vor, obwohl der Schaden für die Anleger sicherlich in der Summe gewaltig ist. Das wäre doch mal eine sinnvolle Aufgabe für unsere Wettbewerbshüter.

Unsicherheit ist aus Aktionärssicht schlimmer als eine Milliardenstrafe

Google wurden zehn Wochen eingeräumt, seine Sicht der Dinge darzustellen. Sollte die EU-Kommission zu dem Urteil gelangen, dass Google seine Marktmacht in irgendeiner Form missbraucht hat, droht dem Konzern eine Milliardenstrafe wie einst Microsoft und wettbewerbsrechtliche Auflagen.

Aus Aktionärssicht wäre eine (schnelle) Milliardenstrafe jedoch das kleinere Übel: Die könnte Google dank sprudelnder Gewinne locker verkraften und die Sache wäre aus der Welt. Google verdient inzwischen so viel Geld, dass es die Strafe aus einem Quartalsgewinn bezahlen könnte.

Kommt es hingegen zu einer jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzung würde das die Google-Aktie sicherlich stärker belasten. Denn Unsicherheit ist an der Börse bekanntlich immer ein Belastungsfaktor.

Google-Aktie bleibt trotz Gegenwind durch EU-Kommission ein aussichtsreiches Langfrist-Investment

Ich habe mich zur Google-Aktie in den vergangenen Jahren schon einige Male positiv geäußert. An dieser grundlegenden Einschätzung ändert auch eine mögliche Bestrafung durch die EU-Kommission nichts.

Von der Bewertung her ist die Google-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19 günstiger als in früheren Zeiten. Der Konzern ist außerdem in so vielen Wachstumsmärkten exzellent positioniert, das wiegt auf lange Sicht mehr als der Ärger mit den Wettbewerbsbehörden.

Kurzfristig mag dies anders sein, aber einen Kursrücksetzer sehe ich lediglich als noch bessere Einstiegsgelegenheit in die Google-Aktie an.

21. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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