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Wie würden Sie entscheiden?

Auch wenn Sie den folgenden Satz als Privatanleger jetzt vielleicht nicht gerne hören, so entspricht er doch der Realität:

„Ihre Orders über 100 BMW-Aktien oder 500 Bayer-Anteile bewegen aus Trend-Sicht herzlich wenig.“

Die „richtigen“ Trends werden von den sogenannten Großinvestoren in Gang gesetzt und verstärkt. Zu dieser Anlegergruppe zählen Banken, Versicherungen und Vermögensverwaltungen, aber auch Fonds jeglicher Couleur: Investmentfonds, Pensionsfonds, Hedgefonds und so weiter.

Ein Beispiel aus der Praxis

Der DWS Investa (Deutsche Gesellschaft für WertpapierSparen = Fonds-Dachgesellschaft der Deutschen Bank) legt in deutschen Aktien an und gehört zu den bekanntesten Publikumsfonds.

Hinweis: Der genannte Investmentfonds stellt KEINE Kaufempfehlung von mir dar!

Laut dem Zwischenbericht per 31. März dieses Jahres lag das im DWS Investa gehaltene Vermögen bei 4,083 Mrd. Euro. Zu diesem Zeitpunkt hielt der Fonds unter anderem 2,45 Mio. BMW-Vorzugsaktien (VZ). Bei einem Kurs von 85,90 Euro war diese Position mit 210,46 Mio. Euro bewertet und entsprach 5,15% des gesamten Vermögenswertes.

Von dieser Aktie werden über den Handelsplatz Xetra täglich durchschnittlich (letzte 50 Tage) rund 91.600 Anteile gehandelt. Das bedeutet:

So arbeiten die Großinvestoren

Um die oben genannte Position in der aktuellen Börsenphase zusammen zu kaufen, würde der Investa-Fonds sage und schreibe 27 Handelstage benötigen.

Das zu tun, wäre natürlich Unsinn, da dann alle täglich angebotenen BMW VZ vom Fonds aufgekauft würden. Das würde den Kurs glatt durch die Decke gehen lassen.

Im ersten Quartal dieses Jahres wurde die BMW-Position im Investa-Fonds um 30.000 Anteile aufgestockt. Selbst das entspräche noch knapp einem Drittel des täglich gehandelten Volumens.


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Was ich Ihnen durch dieses Zahlenbeispiel vermitteln möchte:

  • Großinvestoren kaufen „große“ Aktien-Positionen
  • Um sich die Kurse nicht selbst „kaputt“ zu machen, teilen Großanleger ihre Orders in viele „kleine“ Pakete auf. Wobei das Wort „klein“ hier bitte nicht auf die Goldwaage gelegt werden sollte: Hier werden sicherlich schon Stückzahlen von 1.000 oder 2.000 BMW VZ gehandelt, um beim Beispiel zu bleiben.

So folgen Sie den Spuren der Großinvestoren!

Wenn die Großinvestoren also die Trends bestimmen und auf diese Weise am Markt agieren:

Wäre es dann nicht prima, wenn Sie deren Aktivitäten verfolgen könnten?

Die gute Nachricht lautet: Sie können es!

Ich benutze dazu den Charttechnik-Indikator On-Balance-Volumen (OBV). Das OBV verknüpft die täglichen Veränderungen auf Schlusskursbasis mit den dazu gehörigen Tagesumsätzen.

Heraus kommt eine Indikatorkurve, die bei Aufwärtstrends (Akkumulation; Nettokäufe der Großinvestoren) ansteigt und umgekehrt bei Abwärtstrends (Distribution; Nettoverkäufe) sinkt.

Auf diese Weise zeigt Ihnen das On-Balance-Volumen, ob Geld in eine Aktie hinein oder aus ihr heraus fließt.

Schauen Sie nun mit diesen Hintergrund-Informationen einmal auf die nachfolgende Grafik. Der Chart zeigt Ihnen die On-Balance-Volumen-Entwicklung von 4 Aktien-Indizes seit dem letzten markanten Markttief im Oktober 2014.

Welcher Markt wird derzeit von den Großinvestoren bevorzugt?

Beurteilen Sie nun einmal, welcher Markt aus Ihrer Sicht der attraktivste ist?

on-balance-volumen von 4 marktindizes-24-06-2015

On-Balance-Volumen: Wo sind die Großinvestoren derzeit „aktiv“?

Wenn Sie Chart 2 zu Ihrem Favoriten und Chart 1 zum unattraktivsten Index gekürt haben, dann stimmen Sie mit meiner eigenen Einschätzung überein.

Allen 4 Indizes ist eine ausgedehnte Seitwärts-Bewegung (blau unterlegt) gemeinsam, die im Februar bzw. März dieses Jahres begann. Lediglich bei Grafik 3 begann dieser „trendlose“ Verlauf bereits im November 2014.

Seitwärts-Bewegung beim On-Balance-Volumen bedeutet: Die Käufe und Verkäufe der Großinvestoren halten sich weitgehend die Waage.

Ihnen als Privatanleger signalisiert das: Warten Sie ab, für welche Richtung sich die Großanleger entscheiden werden!

Ein Ausbruch nach oben dokumentiert neue Kauflust der Großanleger. Hier sollten Sie den Spuren folgen und ebenfalls einsteigen.

Wenn der Indikator hingegen nach unten ausbüxt, löst diese Investorengruppe per Saldo Positionen auf. Diesen Markt sollten Sie mithin erst einmal meiden, bis Sie gegenteilige Signale erkennen. Oder Sie verringern Ihren Investitionsgrad in diesem Markt.

Auflösung & Fazit

Nun will ich Sie aber nicht länger auf die Folter spannen. Hier die Auflösung, um welche Marktindizes es sich handelte:

  1. DAX 30
  2. S&P SmallCap 600
  3. Dow Jones Industrial Average
  4. S&P 500

Das derzeit attraktivste Aktiensegment ist also der amerikanische Markt für Nebenwerte (SmallCaps = kleine Börsenkapitalisierung). Beim Dow Jones und beim S&P 500 ist derzeit Abwarten angeraten.

Beim DAX 30 sind die Großanleger zurzeit indes auf der Verkaufsseite. Das bestätigt also im Nachhinein die von mir im gestrigen Beitrag empfohlene Vorsicht, zunächst noch auf klare Signale vom deutschen Leitindex zu warten.

24. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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