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Wincor Nixdorf-Aktie zieht an: Unternehmen dementiert Übernahme-Gerüchte

Um den deutschen Kassen-Hersteller Wincor Nixdorf ranken sich erneut Übernahme-Gerüchte.

Ziemlich genau 2 Monate nach dem Auftauchen erster Gerüchte, dass die Paderborner einen Unternehmensverkauf erwägen, heißt es nun, dass der amerikanische Konkurrent Diebold sich mit Wincor Nixdorf in Übernahme-Gesprächen befindet.

Noch vor Börsenöffnung dementierte das Unternehmen den Bericht, doch die Aktie zog trotzdem an.

Übernahme-Gerüchte aus April ohne Anschluss-Story: Aktie heute 30% günstiger

Ganz so groß wie vor 2 Monaten war die Euphorie unter den Wincor Nixdorf-Anlegern gestern zwar nicht, doch am Tagesende reichte es immerhin noch für ein Plus von 10,3%.

Damals zog das Papier in einer Erstreaktion um 17% an und kletterte auf über 50 Euro. Die Höhenluft bekam der Aktie offenbar nicht so gut. Nachdem die Übernahme-Story kleiner wurde und die Anleger auf die fundamentalen Rahmenbedingungen schauten, ging es zügig runter.


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Da Wincor Nixdorf nur 2 Tage nach Aufkommen der Gerüchte über einen Unternehmensverkauf auch noch eine Gewinnwarnung aussprach, ging es sogar steil bergab. Erst nachdem die Aktie 32% abgab, setzte eine Stabilisierung ein.

Nach dem gestrigen Kurssprung könnte sich der Verlust in den kommenden Tagen sogar weiter verringern – vorausgesetzt mehr Anleger glauben trotz des Dementis an einer Deal-Chance oder geben dem Unternehmen viel Kredit für den Restrukturierungskurs.

Unternehmen braucht Ruhe für den Umstrukturierungsprozess

Der Kurssprung ist vermutlich nicht nur dem Übernahme-Gerücht geschuldet. Vielleicht dachten sich einige Investoren, dass es jetzt auf dem niedrigeren Niveau aussichtsreicher ist, auf einen Deal zu setzen.

Grundsätzlich richtig. Dass ein kriselndes Unternehmen nach einem starken Partner sucht, ist überhaupt nicht ungewöhnlich. Die Zahlung einer Übernahme-Prämie bei erfolgreichem Verkaufsprozess (sofern es einen gibt) sogar wahrscheinlich.

Die Bekenntnis des Unternehmens, eigenständig zu bleiben und das Dementi von Übernahme-Gerüchten heißt zudem nicht, dass Wincor jetzt zwangsläufig in den kommenden Jahren alleine bleibt.

Natürlich hat das Unternehmen ein Interesse daran, dass es ruhig bleibt, falls im Hintergrund ein Verkaufsprozess angestoßen wurde. Mitarbeiter und Kunden sollten in der schwierigen Phase nicht zusätzlich belastet werden.

Gerade für die Belegschaft, die in den kommenden 3 Jahren um 750 Mitarbeiter verringert werden soll, ist zusätzliche Unsicherheit schlecht für die Motivation. Und auch die Kunden wollen wissen, wie es weiter geht, wenn Ware bestellt wird.

Aktie verdient Aufschlag für die „Übernahme-Chane“ – bleibt aber risikoreich

Die Frage die sich stellt, ist: Was bekomme ich bei einem heutigen Einstieg für eine Gewinnchance und welches Risiko gehe ich dafür ein? Das Verhältnis ist aus Sicht des Übernahme-Sensors schlecht.

Die Diebold-Geschichte könnte sogar komplett unwahr sein. Passt Wincor zu Diebold? Holt sich Diebold einen Restrukturierungsfall ins Haus? Warum nicht abwarten, bis die Prognose-Güte zugenommen hat? Wincor will mehr Software und IT-Service. Das kostet Geld und birgt Risiken.

Die Wincor-Aktie hat einen „Bonus für die Übernahme-Chance“ verdient. Investoren sollten aber nicht vergessen, dass dieser Bonus daher kommt, weil die Geschäfte nicht rund laufen. Die Aktie bleibt trotz des 30% niedrigeren Kurses risikoreich.

11. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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