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Wird der Oktober ein Crashmonat?

Crashmonat Oktober? Sogenannte Börsenweisheiten tauchen zu bestimmten Jahreszeiten immer wieder auf.

Jetzt werden Sie vermutlich bald wieder vom Crashmonat Oktober lesen. Gleich vorweg, ich rechne nicht damit, dass es im sogenannten Crashmonat Oktober wirklich zum Crash kommt; aber der Reihe nach.

„Sell in May, come back in September“, (deutsch: verkaufen Sie im Mai, kehren Sie im September an die Börse zurück) ist auch eine dieser unhaltbaren Börsenweisheiten.

Angeblich, so sagen die Anhänger solcher „Klugheiten“, bewahre diese „Weisheit“ vor Kursverlusten in den schwachen Sommermonaten. Dann wird in den Charts solange zurück geblättert, bis ein vermeintlicher Beweis gefunden wird. Den bewerte ich so:

Kaputte Uhr zeigt 2 x täglich die richtige Zeit an

Rein statistisch wird es immer mal wieder Jahre geben, an denen sie stimmen. Das ist dann aber wie bei einer kaputten Uhr. Auch eine stehen gebliebene Uhr zeigt 2 x am Tag die richtige Zeit an. Deshalb ist sie aber trotzdem kaputt.

DAX 2013: Börsenweisheit erneut widerlegt

Der untenstehende Chart zeigt, wer dieses Jahr der „Weisheit“ gefolgt und im Mai ausgestiegen und im September zurückgekehrt ist, hat Kursgewinne verpasst. Je nach Aus- und Wiedereinstieg liegen da locker 500 Punkte Kursgewinn zwischen.

Im Mai verkauft und Kursgewinn verpasst

2013_10_01_DAX


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In diesen Chart des DAX auf Basis seiner Wochenschlusskurse (Frankfurt, freitags, 20 Uhr) habe ich den Ausstieg im Mai und die Rückkehr im September grün markiert.

Im allergünstigsten Fall wäre es so gerade plusminus null ausgegangen. Das hätte aber bedeutet: Im Mai im Hoch aus- und im September im Tief einsteigen. Eine wohl nur theoretische Möglichkeit.

Zwischenzeitlich sah es so aus, als bewahrheitete sich dieser Spruch. Aber das war ja nur der erste Teil des Zeitraums, den die „Weisheit“ als kritisch nennt. Abgerechnet würde gegebenenfalls beim Wiedereinstieg – und da zeigt der Chart die Unsinnigkeit solcher Regeln auf.

Rückwirkend kann man leicht Recht haben

Nun mag man sagen, ich könne rückwirkend „klug reden“. Stimmt sicher. Ich habe aber im Vorfeld schon darauf aufmerksam gemacht. Anfang April 2013 habe ich an dieser Stelle geschrieben:

„Sell in May and go away, das ist falsch – und doch geistert diese so genannte Börsenweisheit alle Jahre wieder durch die Medien.

Crashmonat Oktober? – Unsinn!

Nun starten wir in den Oktober, der auch als „Crashmonat Oktober“ bezeichnet wird. 2008 war es wirklich so. Aber denken Sie an die eingangs beschriebene kaputte Uhr. Nur weil sie 2 x am Tag die richtige Uhrzeit zeigt, funktioniert sie noch lange nicht.

Gäbe es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es im Oktober crasht, stünde der DAX heute vielleicht bei 4.000 Punkten, denn alle hätten verkauft. Aber – wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. DAX Ende Oktober bei 9.000 Punkten? Ich halte das nicht für unmöglich.

Zum guten Schluss: Am 01.10.1903, also heute vor 110 Jahren, kam der US-amerikanische Pianist Vladimir Horowitz zur Welt. Er sagte über seine Musik:

„Meine Zukunft liegt in meiner Vergangenheit. Meine Vergangenheit ist mein Geschenk. Ich muss das Geschenk meiner Zukunft jetzt bilden.“

So wie die Erfahrung in der Musik zählt, so ist sie auch unverzichtbar im Börsengeschäft. Entsprechend lässt sich sagen:

Meine Zukunft an der Börse ist in den Erfahrungen meiner Vergangenheit begründet. Diese Erfahrungen sind Teil meines Kapitals. Dieses Kapital bestimmt meine Zukunft an der Börse.

In meinen täglichen Kommentaren möchte ich Ihnen von diesem „Kapital“ regelmäßig etwas abgeben. In der Hoffnung, dass es gelingt, sende ich Ihnen beste Grüße

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

1. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.