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Wird die Mobileye-Übernahme noch von Apple oder Uber abgefangen?

Am vergangenen Montag sorgte bei Übernahme-interessierten Investoren eine Meldung für besondere Aufmerksamkeit:

der Chip-Riese Intel bot für das israelische Automobilzulieferer-Unternehmen Mobileye 15,3 Mrd. Dollar.

Dabei war es nicht das Übernahme-Volumen, was den Deal so interessant machte, sondern die Bewertung des Übernahme-Kandidaten.

Denn Intel zahlt für Mobileye den 30-fachen Umsatz und den 60-fachen Gewinn.

Zum Vergleich: Qualcomm zahlt für die NXP-Übernahme nicht einmal den 6-fachen Umsatz.

Und obwohl die Bewertung jenseits von gut und böse erscheint, waren viele Intel-Investoren und Analysten mit dem Management-Vorstoß einverstanden.

1 Woche nach der Übernahme-Ankündigung gehen einzelne Analysten sogar noch weiter:

Das Wahnsinns-Angebot von Intel ist unter Umständen zu niedrig, um den Deal in trockene Tücher zu bekommen.

Mobileye gilt als eine der wichtigsten Firmen im Bereich Autonomes Fahren

Mobileye ist kein gewöhnlicher Automobil-Zulieferer; er stellt einfache Stufen von Fahrassistenz-Lösungen bis hin zum vollständig automatisierten Fahrsystem her.

Der Konzern sitzt bei fast allen großen Automobil-Herstellern im Boot und gilt als Schlüssel-Unternehmen im Bereich autonomes Fahren.


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Dabei setzt Mobileye auf Kameras und Bildverarbeitung.

Der Ansatz steht in direkter Konkurrenz zu einer Laser- und Sensor-Lösung, die von Google, General Motors, Nissan und Nvidia verfolgt wird.

Während die meisten Investoren davon ausgehen, dass am Ende die Mobileye-Lösung sich durchsetzen wird, setzen einige andere Marktteilnehmer auf die Alternative.

Dies liegt daran, dass die Alternative für volle Fahrt-Autonomie – also komplett ohne Fahrer – die Nase technologisch im Moment noch vorn hat.

Mobileye ist dagegen bei allen anderen Assistenz-Lösungen überlegen.

Und wenn die letzte Stufe auch noch gelingt, dann könnte das Kamera-Prinzip letztendlich den Laser- und Sensor-Ansatz ablösen.

Setzt sich die Mobileye-Technologie nicht durch, ist die Übernahme Intels nächstes Milliardengrab

Intel wettet mit der Übernahme auf Mobileyes Kamera-Verfahren und hat für den Deal viel Lob erhalten.

Die Kombination der beiden Firmen unter einem Dach soll technologische Schwachstellen wie z. B. Prozessor-Leistung gegenüber der Nvidia-Konkurrenz beseitigen.

Doch der Deal ist nicht risikolos:

Sollte es nicht gelingen rechtzeitig eine Lösung für vollständig autonomes Fahren zur Marktreife zu bringen, kann die Übernahme ein Milliardengrab werden.

Und das Management wird sich dann auch äußerst kritische Fragen zur Bewertung anhören müssen…

Dass der Deal ein Milliardengrab wird, könnte die unrühmliche Intel-Übernahme-Serie verlängern.

Konkurrenz-Offerten denkbar: Doch Mobileye ohne Intel nur halb so stark

Vielleicht müssen sich Intel-Investoren aber diese Fragen am Ende gar nicht stellen.

Es wird spekuliert, dass die Offerte trotz der hohen Bewertung noch von einem anderen Spieler, der ebenfalls auf die Kamera-Lösung setzt, überboten werden könnte.

Als mögliche Bieter werden Apple, Uber und Google gehandelt.

Es gibt diesbezüglich keine konkreten Informationen, doch dass ein Engagement in dem Markt für die 3 genannten Konzerne interessant ist, liegt auf der Hand.

Will ein Interessent die Intel-Offerte übertrumpfen, dann wird es allerdings nicht billig. Es heißt, dass für den Fall mindestens 10% mehr bezahlt werden müssen.

Mit voller Überzeugung, dass Mobileyes Kamera-Lösung die Zukunft des autonomen Fahrens ist, wäre das vorstellbar.

Doch dann taucht ein neues Problem auf: Die Kombination mit Intel hat das Potenzial, Mobileyes größte Schwachstelle, die Prozessor-Leistung des EyeQ auszumerzen.

Wenn jetzt Apple, Uber oder Google Bieter Intel den Übernahme-Kandidaten wegschnappt, bleibt das Prozessor-Problem ungelöst, sodass am Ende vielleicht doch der Laser- und Sensor-Ansatz sich durchsetzt.

Wir glauben daher, dass der Deal zwischen Intel und Mobileye planmäßig stattfindet.

20. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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