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Woche der Entscheidung für US-Aktien?

Im gestrigen Beitrag hatte ich Ihnen noch einmal meine „Wellenreiter“-Theorie vorgestellt. Dabei geht es um Folgendes:

Das „Big Money“ (das große Geld) vagabundiert pausenlos um den Globus, unermüdlich auf der Suche nach den kommenden Mega-Trends. Diese Mega-Trends schlagen sich nieder in Aktien, Rohstoffen oder Anleihen.

Mindestens eine dieser 3 Anlagekategorien befindet sich zu jeder Zeit in einem Aufwärtstrend. Es gibt in der Historie nur sehr wenige und dann kurzlebige Ausnahmen, in denen alle 3 Anlageklassen gleichzeitig in dieselbe Richtung tendierten.

Wir hatten gestern weiterhin analysiert, dass der Mega-Trend in Anleihen inzwischen abwärts gerichtet ist, während die Mega-Trends von Aktien und Rohstoffen nach oben zeigen.

„Schön und gut“ werden Sie sagen, „doch wie finde ich heraus, WELCHE Aktien von den Großinvestoren bevorzugt gekauft werden?“

Wer sind die Großinvestoren eigentlich und wie arbeiten sie?

Dazu sollten wir uns noch einmal klar machen, wer denn eigentlich diese Großinvestoren sind? Bei den Großanlegern handelt es sich um so etwas wie Kapitalsammelstellen: Institutionen, die oft gigantische Geldbeträge verwalten.

Dazu gehören unter anderem Banken (die Eigenhandel betreiben), Versicherungen, Pensionsfonds, Investmentfonds, Hedge-Fonds und Vermögensverwaltungen. Und wie wir im gestrigen Beitrag gelernt haben, neuerdings auch Notenbanken.


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Wenn diese Institutionen in eine, ihrer Analyse nach, attraktive Aktie investieren, dann reden wir über Millionen- und nicht selten sogar Milliardenbeträge. Solche Summen können selbstverständlich nicht auf einen Schlag investiert werden, da sich die Großinvestoren dann ihren eigenen Einstiegskurs verteuern würden.

Daher gehen die Großinvestoren subtiler vor: Sie teilen die Gesamtinvestitionssumme in mehrere kleine Beträge auf, die dann im Abstand von mehreren Tagen oder Wochen investiert werden. Und genau da liegt Ihr Ansatzpunkt:

On-Balance-Volumen: Der perfekte Großinvestoren-Indikator

Selbst diese gesplitteten Beträge sind natürlich immer noch groß genug, um aufzufallen. Sie schlagen sich entsprechend in den Umsätzen nieder.

Da die verstärkten Käufe sich andererseits auch in steigenden Notierungen der Aktienkurse ausdrücken, müssen wir nur beide Komponenten miteinander verknüpfen: Die Charttechnik bietet uns für diesen Zweck das On-Balance-Volumen (OBV).

Wie Sie gewiss schon vermutet haben, spiegelt ein steigendes OBV Kauf-Aktivitäten der Großanleger wider. Ein fallender Indikator zeigt entsprechend verstärkte Verkäufe des „Big Money“.

US-Großinvestoren kaufen – Zurückhaltung nur bei Technologie-Aktien

Ich zeige Ihnen jetzt 4 der wichtigsten US-Indizes mit ihrem On-Balance-Volumen: Den Dow Jones Industrial Average (die 30 größten US-Aktien), den S&P 500 (die 500 größten US-Aktien), den Nasdaq Composite (Technologie-Aktien) und den S&P 600 SmallCap (Nebenwerte).

marktüberblick usa mit on-balance-volumen-26-04-2016

Marktüberblick USA: Großinvestoren halten sich nur bei Technologie-Aktien zurück

Dieser Überblick zeigt 2 für Sie relevante Punkte:

  1. Mit Ausnahme des Nasdaq Composite notieren alle US-Aktien in der Nähe ihrer Jahreshochs aus 2015, die zumeist auch die Allzeithochs darstellen. Es fehlt mithin nur noch ein kleiner Schritt in neue Kursdimensionen
  2. Mit Ausnahme des Nasdaq Composite belegt das On-Balance-Volumen bei allen US-Aktien eine klare Kauftendenz der Großinvestoren.

Diese Woche kann bereits eine Entscheidung bringen

Ich erkläre mir die im Chart zu sehende „Zurückhaltung“ der Großinvestoren bei den Technologie-Aktien mit der derzeit laufenden Quartalsberichtssaison. Wie von mir bereits berichtet, waren die Erwartungen der Analysten an die Ergebnisse des 1. Quartals so niedrig wie seit Jahren nicht mehr.

Diese Zurückhaltung der Großinvestoren – das OBV bewegt sich derzeit noch seitwärts, nicht abwärts – dürfte sich indes schon bald in Wohlgefallen auflösen. Tatsächlich könnte bereits die laufende Woche eine entscheidende Wende herbeiführen. Denn:

Bis Ende vergangener Woche hatten 132 (26,4%) der 500 im S&P 500 enthaltenen Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt. Tendenz: Es gab mehr positive Überraschungen, als negative.

In dieser Woche werden weitere 183 S&P 500-Gesellschaften über den Verlauf des ersten Jahresviertels berichten: Dann haben 63,0% der S&P 500-Konzerne ihre Quartalsbilanz veröffentlicht.

Insgesamt prasseln in dieser Woche übrigens mehr als 900 Zahlenwerke auf die Investoren nieder. Das heißt:

Hält die bisher gesehene Tendenz überwiegend positiver Überraschungen an, dann dürften die Großinvestoren ihre Kaufaktivitäten verstärken.

26. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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