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Wohin geht die Reise beim Euro / USD?

Im gestrigen Beitrag hatte ich darauf hingewiesen, dass der Euro seit Juni vergangenen Jahres gegenüber dem USD knapp -17% an Wert eingebüßt hat.

Für Euro-Anleger, die in US-Wertpapieren investiert haben, war das eine feine Sache: Sie haben Währungsprofite in gleicher Höhe verbucht, ohne dafür auch nur „einen Finger zu rühren“.

Doch wie sieht die nähere Zukunft für den Euro aus? Können wir weiterhin mit einem tendenziell schwachen Euro rechnen?

Wer hier auf Griechenland verweist und eine Fortsetzung der Euro-Flaute als gegeben ansieht, macht es sich vermutlich etwas zu einfach. Schließlich dürften die Sorgen um einen möglichen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro-Verbund schon weitgehend von den Anlegern eskomptiert sein.

Die beste Antwort auf solche Fragen liefert wie immer die Charttechnik. Denn ein Chart zeigt zu jeder Zeit das für den jeweiligen Markt gültige Verhältnis von Angebot und Nachfrage.

Und in genau diese beiden Komponenten fließen börsentäglich die Sorgen und Ängste, aber auf auch die Hoffnungen und Erwartungen der Marktteilnehmer ein.


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Euro schwächelt schon seit 2008 gegenüber dem US-Dollar

Schauen wir daher einmal gemeinsam auf einen etwas längerfristigen Chart des Euro gegenüber dem US-Dollar.

euro-usd seit 2005-26-02-2015

Euro / USD: Schon seit 2008 tendenziell abwärts

Der obige Chart reicht zurück bis ins Jahr 2005. Auf diese Weise wird schnell deutlich, dass der Euro – unter Schwankungen – schon seit dem Höchststand im Sommer 2008 abwärts tendiert.

Tatsächlich hat sich seither ein durch zahlreiche Auflagepunkte gut definierter Abwärtstrend-Kanal ausgebildet. Wenn wir den aktuellen Stand betrachten, hätte der Euro also im bestehenden Trend-Kanal noch etwas Raum nach unten.

Allerdings sehen Sie auch: Der Abschwung im Jahr 2012 endete erstmals schon ein gutes Stück oberhalb des unteren Trend-Kanalrandes. Wenn wir durch diesen Punkt eine Parallele (gestrichelte grüne Linie) ziehen, dann finden wir hier weitere Auflagepunkte in den Jahren 2009 und 2010.

Auch der seit 2014 gültige Abwärtstrend setzte – zumindest bis dato – ebenfalls auf dieser Hilfslinie auf. Vielleicht erinnern Sie sich:

Kursziel 1,0400?

In einem Chartanalyse-Trends-Beitrag Mitte Januar hatte ich einem Kursziel von 1,0400 für den Euro / USD eine hohe Wahrscheinlichkeit eingeräumt. Wie Sie im obigen Chart sehen, würde das einem Aufsetzen auf der unteren Trend-Kanal-Begrenzung entsprechen.

Die Indikatoren kündigen aus aktueller Sicht noch kein Ende des Euro-Abschwunges an. Ein Bruch des Abwärtstrends im 50-Wochen-Momentum wäre ein erster Hinweis auf eine Trend-Abschwächung.

Der Relative Stärke Index (RSI) zeigt eine Divergenz (Abweichung) zum Kursverlauf: Das letzte, tiefere Tief im Euro wurde von einem RSI-Tief auf gleicher Höhe begleitet. Von einem Bruch des seit Oktober 2013 gültigen Abwärtstrends sind wir indes noch ein gutes Stück entfernt.

Fazit

Der Langfrist-Chart macht klar: Der Abwärts-Zyklus im langfristigen Trend des Euro / USD ist bereits recht weit fortgeschritten. Unterstellen wir eine Beibehaltung des Trend-Kanals, dann sollte die Marke von 1,0400 nicht wesentlich unterboten werden.

Selbstverständlich ist diese Einschätzung nicht in Stein gemeißelt. Die Entwicklung bei den Anleiherenditen hat uns in den zurückliegenden Jahren deutlich gemacht, dass sich ein bereits etablierter Abwärtstrend durchaus noch einmal dynamisieren kann.

Andererseits gibt es für eine Trend-Umkehr nach oben bislang nur ausgesprochen vage Argumente.

26. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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